Kot (med. faeces) gehört mit Urin zu den Fäkalien und ist die meist feste Ausscheidung (Exkrement) des Darmes. Kot wird in der medizinischen Fachsprache auch als Stuhl und bei Tieren – insbesondere Pflanzenfressern – Dung, in der Jägersprache als Losung bezeichnet. Er ist im allgemeinen fest und mehr oder weniger stark riechend.
Es gibt zahlreiche Tiere, die sich vom eigenen Kot oder vom Kot anderer Lebewesen ernähren (Koprophagie). Beispielsweise betrachtet der Haushund menschliche Exkremente als Leckerbissen und ist aufgrund seines Verdauungsapparates auch in der Lage, diese ernährungsphysiologisch sinnvoll zu verwerten. Durch bakteriellen Abbau der Exkremente (allgemein: von organischem Material) kann Biogas gewonnen werden, das der Energiegewinnung dienen kann. Daneben kann Kot auch als hochwertiger Dünger verwertet werden. Außerdem verwenden manche Völker Exkremente von z.B. Rindern, Kamelen, Ziegen als Brennstoff und Baumaterial.
Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes ist Dreck, Schmutz. Dieser Begriff steckt noch in der „Kotbürste“ (Schuhbürste) und dem „Kotflügel“.
Der unangenehme Geruch des Kots von Allesfressern rührt hauptsächlich von den Chemikalien Indol und Skatol her, die bei der Verdauung von Proteinen entstehen, sowie von Schwefelwasserstoff. Die gelb-braune Farbe des Kots stammt vom Sterkobilin, dem Abbauprodukt des Galle
Obwohl Kot für die jeweilige Art kaum noch verwertbare Substanzen enthält, kann er für andere Lebewesen noch wertvolle Nährstoffe enthalten:
Die Untersuchung des Stuhls auf okkultes Blut, vorwiegend mit Haemoccult, ist eine wichtige Früherkennungsmaßnahme in der Darmkrebs-Vorsorge.
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