article

Ein Kosmopolit bzw. Cosmopolit (v. griech.: kósmos = Welt + polítes = Bürger), auch Weltbürger genannt, ist ein Mensch, der seine Identität stärker mit seiner Zugehörigkeit zur Menschheit als Ganzem verbindet als etwa mit seiner Nationalität. Der „Kosmopolitismus“ kann somit als politischer Humanismus verstanden werden.

Erstmals soll der Philosoph Diogenes von Sinope den Begriff verwendet haben, er – ursprünglich aus seiner Heimatstadt vertrieben – antwortete damit auf die Frage nach seinem Heimatort.

In der Biologie ist eine Art kosmopolit, wenn sie weltweit verbreitet ist. Das Gegenteil von Kosmopoliten sind endemische Tier- und Pflanzenarten, deren Vorkommen auf eine geografische Region begrenzt sind.

Im stalinistischen Russland wurde der Begriff in der Zusammensetzung „Wurzelloser Kosmopolit“ als antisemitisches Schlagwort verwendet.

Weltbürger und Weltbürger-Bewegung


Der Begriff Weltbürger wird mit zweierlei Bedeutungen gebraucht. Einerseits gleichbedeutend mit dem oben beschriebenen Kosmopoliten. Andererseits bezeichnen sich als Weltbürger die Menschen, die Mitglieder eines der Weltbürger-Vereine sind.

Literatur


  • Peter Coulmas: Weltbürger – Geschichte einer Menschheitssehnsucht. Rowohlt Verlag
  • Stephan Mögle-Stadel: Die Unteilbarkeit der Erde – Globale Krise, Weltbürgertum und Weltföderation. Bouvier Verlag Bonn

Siehe auch


Politische Person | Transkulturation

Ciutadà del món | World citizen | Mondcivitano | Ciudadano del mundo | Citoyenneté mondiale | Penduduk dunia | Cosmopolita | Kosmopolit

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Kosmopolit".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld