article

Korsika ist eine Insel im Mittelmeer und eine Region Frankreichs. Sie liegt westlich von Italien, auf der Höhe der Abruzzen, nördlich der italienischen Insel Sardinien und südöstlich des Mutterlandes. Nach Sizilien, Sardinien und Zypern handelt es sich um die viertgrößte Mittelmeerinsel.

Ihr korsischer Name ist Corsica, ihr französischer Corse *.

Korsika hat derzeit (2004) rund 250.000 Einwohner, die Hauptstadt der Region ist Ajaccio (frz. ausgesprochen, korsisch Aiacciu [). Das frühere Département Korsika (Nummer 20) wurde zum 1. Januar 1976 in zwei Départements aufgeteilt (Corse-du-Sud (2A, Ajaccio) und Haute-Corse (2B, Bastia)). Bereits zwischen 1793 und 1811 war die Insel in zwei Départements gegliedert (Golo und Liamone).

Geographie


Korsika liegt zwischen 43°01' und 41°22' nördlicher Breite und 9°34' und 8°33' östlicher Länge. Von Norden (Cap Corse) bis Süden (Capo Pertusato) misst die Insel 183 km, von Osten (Alistro) nach Westen (Capo Rosso) 83 km. Die Fläche beträgt ca. 8682 km². Aufgrund der zahlreichen Buchten hat Korsika eine über 1000 km lange Küste. Ein Drittel davon ist Strand, der Rest Felsküste. Zu großen Teilen besteht die Insel aus Hochgebirge, lediglich die Ostküste besitzt einen maximal 10 km breiten ebenen Streifen.

Die Insel liegt im Mittelmeer und wird dabei im Norden vom Ligurischen Meer, im Osten und Süden vom Tyrrhenischen Meer und im Westen vom Westlichen Mittelmeer begrenzt.

Die Entfernung nach Frankreich (Nizza) beträgt 180 km, das italienische Festland dagegen ist nur 83 km entfernt (Livorno), die italienische Insel Sardinien an der Straße von Bonifacio im Süden sogar nur 12 km.

Die Insel ist sehr gebirgig. Etwa 86 % der Insel sind Bergland und nur 14 % Küstentiefland. Korsika hat eine durchschnittliche Höhe von 568 m (Sardinien: 344 m, Sizilien: 441 m). Auf Korsika ragen 50 Zweitausender in den Himmel. Der höchste Berg ist der Monte Cinto mit 2706 m, der lediglich 25 km vom Meer entfernt liegt.

Entstanden ist Korsika wie die Alpen im Tertiär. Es besteht zu zwei Drittel aus einem kristallinen Granit-Sockel, vor allem im Westen. Der Osten besteht überwiegend aus Schiefer, der sich aus Meeressedimenten gebildet hat, und aus Schwemmland.

Die Insel wird von der Korsischen Eisenbahn mit landschaftlich beeindruckenden Bahnstrecken durchquert. Der GR 20 entlang des Hauptkammes des korsischen Hochgebirges gilt als anspruchsvollster Fernwanderweg Frankreichs.

Städte

Korsika-satelite.jpg
Golfe de grirolata01.jpg an der Westküste]]
Bedeutende Städte (in Klammern jeweils der korsische Name):
  • Ajaccio (Aiacciu) ... Hauptstadt des Departements Corse-du-Sud, Geburtsstadt Napoleons
  • Bastia (Bastia) ... Hauptstadt des Departements Haute Corse, wichtige Hafenstadt
  • Bonifacio (Bunifaziu) ... südlichste Stadt Korsikas
  • Calvi (Calvi) ... wichtige Hafenstadt im Nordwesten, viele Touristen
  • Corte (Corti) ... alte Hauptstadt Korsikas im Zentrum der Insel
  • Sartène (Sartè)

Weitere Städte und Ortschaften:

Das Gebirge im Meer

Vom Cap Corse im Norden bis zum Südzipfel wird Korsika von einem Hauptkamm durchzogen. Direkt aus diesem Hauptkamm bzw. unweit davon erheben sich die höchsten Berge der Insel:

Erwähnt seien hier noch die schroffen Felstürme der Aiguilles de Bavella, die oft auch als die korsischen Dolomiten bezeichnet werden.

Der Hauptkamm des Gebirges wird von insgesamt vier Pässen überquert (Col de Bavella, Col de Verde, Col de Vergio, Col de Vizzavona), von denen der Col de Vergio mit 1470 m über NN der höchste und der Col de Vizzavona (1163 m über NN) der verkehrsreichste ist. Weitere Passstraßen erschließen in über 1000 m Höhe die Seitenausläufer des Gebirges. Das Gebirge wird auf seiner ganzen Länge durch den GR 20 erschlossen, der als schwierigster Wanderweg Frankreichs gilt.

Klima


Klima_bastia.png Auf Korsika herrscht ein typisches Mittelmeerklima: Heiße, trockene Sommer und milde, feuchte Winter. Dabei wirkt im Winter das Mittelmeer als Wärmespeicher. Aufgrund der hohen Berge und starker Winde gibt es auf Korsika allerdings einige Abweichungen.

Die Niederschlagsmenge ist abhängig von der Höhe. Bis auf 2000 m Höhe ist der Niederschlag etwa viermal so stark wie an der Küste. Vor allem im Sommer sind die Küstenregionen besonders trocken. Sommerliche Gewittergüsse lassen nur kurz die Flüsse anschwellen. Korsika hat mit ca. 2750 Stunden mehr Sonnenschein als das französische Festland.

An den Küsten schwankt die Temperatur zwischen 5 °C im Winter und bis über 30 °C im Sommer. Frost gibt es an den Küsten selten. Im Gebirge gibt es in den höheren Regionen im Winter auch Schneefall und geschlossene Schneedecken. Auch im Sommer ist auf den hohen Bergen noch oft Schnee zu sehen.

Winde auf Korsika


Korsika Winde.jpg | Windstärken Korsika.jpg Die in den Sommermonaten am häufigsten wehenden Winde:

Nord: Tramontana: kalt und trocken; von jenseits der Alpen
Nordwest: Mistral (Maestrale): kalt und trocken; bringt klare Sicht
Nordost: Grecale: feucht und schwül
Ost: Levante: warm und feucht; ist verantwortlich für die Dünenbildung und die Entstehung der Lagunen an der Ostküste
Südost: Scirocco: feucht und heiß; bringt Gewitterstürme
Südwest: Libeccio (Libeccu): weht am häufigsten; mäßig stark; große Temperaturschwankungen; sagt Regen voraus
West: Ponente: sehr selten, heiß

Zusätzlich gibt es auch Land- und Seewinde, die sich aufgrund der unterschiedlich starken tageszeitlichen Erwärmung ergeben:

  • Die Seebrise mezziornu (ab 2 - 4 Stunden nach Sonnenaufgang) ... erreicht seinen Höhepunkt zwischen 13 - 14 Uhr und endet 1 - 2 Stunden vor Sonnenuntergang
  • Die Landbrise terranu (weht in der Nacht) ... in den frühen Morgenstunden, so heißt es, trägt sie den Duft der Macchia ins Meer hinaus.

Bei einer Fahrt entlang der Küste sollte man immer im Hinterkopf haben, dass der Wind von einen Kap zum anderen aus unterschiedlicher Richtung und in unterschiedlicher Stärke wehen kann. Die steil aufragenden Berge verursachen besonders dort, wo sie direkt aus dem Meer aufsteigen, einen ungeheuren Brandungsrücklauf. Bei schwerer See erreicht dieser Rücklauf enorme Ausmaße und glättet sich erst weit draußen auf offener See.

Gezeiten und Wasserstände

Im westlichen Mittelmeer treten die Gezeiten in halbtäglichen Abständen auf. Der Tidenhub an der Küste Korsikas beträgt bei Springtide 30 cm, bei Nipptide 10 cm. Abweichungen zwischen Morgen- und Abendpegel können bis zu 10 cm betragen. Winde erhöhen oder vermindern, je nach Richtung, den Wasserstand erheblich.

Flora


siehe auch: Mittelmeerraum unter Ökosystem oder Mittelmeerflora

Macchia

(Der Name Macchia kommt von dem Korsischen Wort "mucchia", was soviel wie "Dickicht" oder im politischen Sinn auch "Widerstandskämpfer" bedeutet. Auch das französische Wort "maquis" soll davon abstammen.)

Die Macchia ist ein immergrüner Buschwald, der rund die Hälfte der Insel bedeckt. Dieser Vegetationstyp ist typisch für das Mittelmeergebiet, aber auf Korsika ist er besonders üppig und verbreitet. Die Wachstumshöhe liegt bei etwa 2 bis 5 Meter. Die Pflanzen haben besonders kleine Blätter oder Dornen, um die Verdunstung möglichst gering zu halten. Im Frühjahr erblüht die Macchia in bunten Farben und ein intensiver Duft läßt die Insel auch vom Meer her riechen, schon Napoléon Bonaparte sagte, er könne seine Heimatinsel schon allein daran erkennen. Die verbreitetsten Pflanzen sind Lavendel, Ginster, Zistrose, Myrte, Baumheide und Erdbeerbaum.

Aufgrund der guten Anpassung an das Klima ist es vor allem die Macchia, die verbranntes Land schnell zurück erobert. Bei solchen Bränden gehen Jahr für Jahr viele Waldgebiete verloren. Da für das Löschen der Brände auch Salzwasser aus dem Meer verwendet wird, schaffen es nur die anspruchslosen Pflanzen der Macchia Fuß zu fassen.

Garigue

Die Garigue ist leicht mit der Macchia zu verwechseln, allerdings erreichen die Pflanzen meist nur eine Höhe bis 1 m und es sind andere Pflanzen zu finden. Auf besonders dünnen Böden finden sich die Kermeseiche, Montpellier-Zistrose, Wolfsmilchsarten, Ginster, Rosmarin, Thymian, Lavendel, Salbei und einige Knollenpflanzen.

Bäume und Kulturpflanzen

Korkeichekorsika.jpg
Die am häufigsten vertretenen Bäume sind Laricio-Kiefern (26%), Steineichen (22 %), Seestrandkiefern (20 %), Buchen (18 %) und Korkeichen (5 %).

Die Laricio-Kiefer, auch korsische Schwarzkiefer (Pinus laricio corsicanus) genannt, kann eine Höhe von bis zu 50 m erreichen und tausend Jahre alt werden. Vor allem im Hochgebirge ist sie zu finden. Sie ist anspruchslos und verträgt auch rauere Winter.

Die Edelkastanie bedeckt im Gebiet der Castagniccia etwa eine Fläche von 30.000 ha. Früher waren die Esskastanien die Hauptnahrungsquelle der Korsen.

Im Südosten, rund um Porto-Vecchio und Figari ist die Korkeiche sehr stark verbreitet. Alle 10 bis 20 Jahre kann der Baum geschält werden.

Der Eukalyptusbaum wurde auf Korsika ursprünglich eingeführt, um durch seinen Duft die Malariamücke zu vertreiben. Dies tat er dann auch, allerdings indem er sumpfige Gegenden trockenlegte. Der Eukalyptus wird bis zu 40 m hoch, hat eine silbrige Rinde, die meist in Fetzen am Stamm hängt. Die Blätter sind lang und gebogen. Sie verströmen den Eukalyptus-Duft ebenso wie die Früchte.

Weiterhin sind andere typische Mittelmeerpflanzen vertreten, wie Zypressen, Ölbaum, Oleander, Platanen, Mimosen und Dattelpalmen. Wichtige Kulturpflanzen sind unter anderem Zitrus- und Feigenbäume, Weinreben, Mandel- und Pfirsichbäume.

Fauna


Korsika beherbergt unter anderem mehrere endemische, also ausschließlich auf dieser Insel vorkommende Tierarten. Unter den Amphibien sind beispielsweise der Korsische Feuersalamander (Salamandra corsica) und der Korsische Scheibenzüngler (Discoglossus montalenti) zu nennen. Der Tyrrhenische Laubfrosch (Hyla sarda) bewohnt neben Korsika auch noch einige Nachbarinseln.

Geschichte


Hauptartikel: Geschichte Korsikas

Die korsische Urbevölkerung, Jäger und Sammler, wurde um 6.000 v. Chr. von einwandernden Neolithikern der Impresso-Kultur verdrängt. Im Süden der Insel entwickelte sich etwa 3.000 v. Chr. eine mehrphasige Megalith-Kultur (Filitosa), die auch zahllose Menhire errichtete und um 1.800 v. Chr. von der Kultur der Torreanern abgelöst wurde, die Torren, nuraghenartige Turmbauten eigener Prägung errichteten. Zuletzt waren Teile Korsikas unter griechischer (Alalia) und römischer (Aleria) Herrschaft. Auch Vandalen, Oströmer und Goten suchten die Insel heim. Nachdem Korsika zunächst den römischen Päpsten untertan war, gehörte es ab 1300 zu Genua. Nach Aufständen der Bevölkerung gegen die Genuesen wurde 1755 die Unabhängigkeit ausgerufen. Zuvor, am 15. April 1736, machten korsische Rebellen den deutschen Abenteurer Baron Theodor von Neuhoff (1694 - 1756) im Kloster von Alesani in der Castagniccia zu ihrem König. König Theodor I. von Korsika war der einzige König, den Korsika je hatte. Unter Führung des als Vater der Nation (Babbu di a Patria) bezeichneten Pascal Paoli schufen die Korsen eine demokratische Verfassung und ein relativ fortschrittliches Staatswesen. Daraufhin verkaufte Genua die Insel an Frankreich, das 1769 die korsischen Truppen in der Schlacht bei Ponte Nuovu besiegte. Korsika ist - abgesehen von einem kurzen Zeitraum während der Französischen Revolution, in welchem die Insel zu England gehörte - bis heute französisches Staatsgebiet.

Karte_der_Insel_Corsica.jpg)]]

Ajaccio auf Korsika ist der Geburtsort Napoléon Bonapartes, dessen Eltern dem niederen korsischen Adel angehörten. Korsika war damals unter französischer Besatzung, und korsischen Adeligen wurde angeboten, französische Adelstitel anzunehmen, wenn sie ihre Herkunft lückenlos nachweisen konnten. Um dem nachzukommen, reisten seine Eltern nach Frankreich und schickten den jungen Napoleon dort zur Schule.

Im Laufe des 20. Jahrhunderts erfolgte eine stetige Einwanderung von Festlandfranzosen. Vor allem nach dem Algerienkrieg wurden gezielt aus Algerien vertriebene und geflohene Franzosen (frz. 'pieds noirs') angesiedelt, so dass die Korsen zur Minderheit auf der eigenen Insel wurden. Gleichzeitig wurde die korsische Sprache durch ihre Verbannung aus Schule und öffentlichem Leben zielstrebig ausgelöscht, um die korsische Identität der Bewohner zu zerstören.

Auf der Insel gibt es seit langer Zeit eine Bewegung für die korsische Unabhängigkeit. Die französische Regierung lehnt diese strikt ab, in der Befürchtung, sie würde die französische Einheit bedrohen. Einige Unterstützer der korsischen Unabhängigkeit versuchen, durch Bombenanschläge und Mord die Regierung zur Gewährung der Unabhängigkeit zu zwingen (siehe auch: FLNC). Im Jahr 2000 stimmte Ministerpräsident Lionel Jospin im Rahmen des Prozesses von Matignon einer größeren Autonomie Korsikas im Gegenzug zu einem Ende der Gewalt zu. Dem stand die gaullistische Opposition in der französischen Nationalversammlung entgegen, die befürchtete, dass andere Regionen (Bretagne, Provence, Elsass, etc.) ebenfalls Autonomie fordern würden, und dies in einer Aufspaltung Frankreichs enden würde.

Die vorgeschlagene Autonomie für Korsika würde einen größeren Schutz der korsischen Sprache (corsu), der traditionellen Sprache der Insel, beinhalten. Frankreich lehnt traditionell den Gebrauch von regionalen Sprachen oder Minderheitensprachen ab, da das Vorherrschen der französischen Sprache als Absicherung für die Existenz des französischen Staates angesehen wird. (siehe Edikt von Villers-Cotterets) Im Juli 2003 stimmten knapp 51 % der Korsen in einer Befragung gegen den Prozess von Matignon. Obwohl diese keinen politisch bindenden Charakter besaß, respektierte die französische Regierung das Votum und stoppte die weitere Umsetzung des Vorhabens. Die Gründe für das Scheitern werden vor allem im Vorwurf gegen Jospin gesehen, er habe durch die Verhandlungen mit Vertretern der Unabhängigkeitsbewegung die von Teilen derselben ausgeübte Gewalt legitimiert.

Herkunft des Namens

Der Name der Insel Korsika oder französisch Corse geht wohl auf den phönizischen Begriff Korsai zurück, was in etwa „mit Wäldern bedeckt“ bedeutet. Die griechische Bezeichnung für die Insel lautete Kyrnos (griech. Κύρνως).

Das korsische Wappen


Korsenmohr.jpg]] Das korsische Wappen zeigt einen schwarzen Männerkopf mit krausem Haar und weißem Stirnband. Dieses Wappen ist eigentlich ein Freiheitssymbol der Korsen, allerdings ist nicht sicher, wer dargestellt ist. Selbst Experten schwanken zwischen Mohr und Maure. Es gibt zahlreiche Legenden um die Entstehung und Bedeutung des Symbols.

Der einen Legende nach entführte im 13. Jahrhundert ein maurischer Herrscher eine junge Korsin nach Spanien. Deren korsischer Verlobter reiste hinterher, um sie zu befreien, woraufhin der Maure einen seiner tapfersten Getreuen gegen ihn in den Kampf schickte. Der Korse schlug jedoch dem Mauren den Kopf ab und hielt diesen hoch als Zeichen des Triumphs.

Ein weiterer Erklärungsansatz geht in Richtung der Reformen von Pascal Paoli: Ähnlich wie bei der Nachbarinsel Sardinien zeigte das korsische Wappen ursprünglich einen Mohrenkopf mit verbundenen Augen. Pascal Paoli verschob die Binde in Richtung Stirn und entfernte auch den Ohrring, denn beides galt als Zeichen der Sklaverei, von der sich die Korsen durch seine Reformen befreit hatten.

Musik


Paghjella ist der polyphone Männergesang der traditionellen korsischen Volksmusik.
Dabei trägt die mittlere Stimme die Melodie; die zweite, tiefere bildet die Begleitung; die dritte, höchste singt die Koloratur.
In dieser Tradition steht u.a. die Gruppe I Muvrini.

Kulinarisches


Korsenschweinchen01.jpg Korsika besitzt eine sehr reichhaltige und meist deftige Küche. Eine Spezialität sind die freilaufenden Schweine, die sich von Kastanien, Eicheln und Bucheckern ernähren und deren Fleisch dann über Kastanienholz geräuchert wird.
  • Lonzu - In Pfeffer gerolltes Schweinefilet
  • Coppa - geräucherter Schweinekamm
  • Figatellu - Leberwurst mit Kräutern

Käse:

  • Brocciu - topfenähnlicher Frischkäse

Getränke:

  • Kastanien- und Myrtenbier

Weinbau auf Korsika

Auf Korsika wird eine große Vielfalt an Weinen produziert: Rotwein, Rosé, Weißwein, still und schäumend, trocken und süß. Das Relief sowie unterschiedliche Böden sind für diese Vielfalt verantwortlich. Reben werden bis in einer Höhe von ca. 300 m kultiviert. Traditionell verwendet man die Rebsorten Cinsaut, Carignan, Grenache, Ugni Blanc und Syrah. Inzwischen sind Cabernet Sauvignon, Chardonnay, Viognier, Merlot sowie Pinot Noir hinzugekommen. Regionale Bedeutung haben die Sorten Niellucciu, Sciaccarellu und Vermentinu. In Korsika gibt es 8 Weinbaugebiete deren Weine das Prädikat AOC tragen dürfen. Diese Appellationen sind

  • Cote orientale - AOC Vin de Corse: die Ostküste zwischen Bastia und Solenzara. Hauptrebsorten: Niellucciu und Vermentinu
  • Cap Corse - AOC Coteaux du Cap Corse: die schroffe Felshalbinsel nördlich von Bastia, Hauptrebsorten: Niellucciu, Grenache, Malvoisie, Vermentinu, Muscatellu
  • Patrimonio - AOC Patrimonio: Gegend zwischen Cap Corse und der Désert des Agriates, schiefrige Sand- und Tonböden, Hauptrebsorten: Nielluciu, Grenache, Vermentinu
  • Balagne - AOC Calvi Balagne: zwischen Calvi und der Désert des Agriates, sandige Tonböden, Hauptrebsorten: Syrah, Sciaccarellu, Vermentinu, Ugni Blanc
  • Ajaccio - AOC Coteaux d'Ajaccio: Westküste nördlich von Sartène bis Ajaccio, Hauptrebsorten: Sciaccarellu, Grenache, Verentinu
  • Sartène - AOC Sartène: um Sartène im Südwesten von Korsika, ton- und kieselhaltige Böden, Hauptrebsorten: Niellucciu, Sciaccarellu, Barbarossa, Cinsault, Vermentinu
  • Figari - AOC Figari-Pianottoli: Südspitze Korsikas, Hauptrebsorten: Carcajolo, Barbarossa, Sciaccarellu, Malvoisie de Corse
  • Porto-Vecchio - AOC Porto-Vecchio: Gegend um Porto-Vecchio, Granitböden, Hauptrebsorten: Niellucciu, Sciaccarellu, Malvoisie de Corse

Tourismus und Wirtschaft


Korsika ist trotz des idealen Naturpotentials touristisch bisher relativ wenig erschlossen. Von der korsischen Bevölkerung wird auch befürchtet, dass eine weitere Erschließung durch den Massentourismus die Eigenständigkeit der korsischen Kultur gefährden könnte. Nach korsischer Tradition ist der Strand überall allgemein zugänglich; es gibt kaum größere Hotelkomplexe (wie in Mallorca oder an der türkischen Küste) oder Hotels mit ausländischen Eigentümern.

Im Jahr 1995 waren 73 % aller Touristen, die Korsika besuchten, Festlandfranzosen.

Besonders beliebt ist Korsika bei den Fahrrad- und Motorradfahrern, nicht zuletzt wegen der Kombination von Bergstraßen und Blick aufs Meer. Die Rennradfahrer schätzen an der Insel den Trainingseffekt der anspruchsvollen Passstraßen. Der umfangreiche Fernwanderweg GR 20 mit kürzeren Kletterpartien zieht zahlreiche Wanderer an. An der Ostküste gibt es südlich von Phare d´Alistro und südlich von Porto Vecchio zahlreiche FKK-Urlaubsanlagen und Strände.

Trotz der südlichen Lage kann im Winter ein Skibetrieb aufrecht erhalten werden. So befinden sich am Col de Vergio, sowie bei Haut Asco kleinere Skigebiete.

Eine echte Großindustrie gibt es auf Korsika so gut wie gar nicht. Das produzierende Gewerbe beschränkt sich im wesentlichen auf landwirtschaftliche Produkte, Bau- und Dienstleistungen. Die meisten auf der Insel hergestellten Produkte werden an Ort und Stelle an die Touristen verkauft. Dies gilt im besonderen Maße für die heimischen Taschenmesser, die in handwerklicher Tradition produziert werden.

Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreicht Korsika einen Index von 87.5 (EU-25:100) (2003). Eurostat News Release 63/2006: Regional GDP per inhabitant in the EU 25*

Verkehr


Straßenverkehr

Korsika_Bergstrasse.jpg Die Straßen in Korsika sind sehr unterschiedlich in ihrer Breite und Qualität. Im felsigen Gebiet der Westküste und im Gebirge findet man teilweise sehr enge Straßen in schlechtem Zustand, die nur von einem Auto befahren werden können. Teilweise ist eine Befahrung mit Wohnmobilen nicht möglich. Ein wenig besser ist die Verkehrssituation an der flachen Ostküste. Zwischen den größeren Städten gibt es teilweise gut ausgebaute Schnellstraßen. Manche Touristen mögen den korsischen Fahrstil als ungewöhnlich rücksichtslos empfinden, was durch eine hohe Unfallrate belegt wird. Wer sich jedoch auf der Strasse nicht aus der Ruhe bringen lässt und die vorgeschriebene Tempolimite einhält, hat kaum etwas zu befürchten. Eine Regel empfiehlt sich aber unbedingt einzuhalten: Nimm nie einem Korsen die Vorfahrt.

Schienenverkehr

Korsika_CFC.JPG]] Die Chemins de fer de la Corse (CFC) ist die einzige Eisenbahngesellschaft in Korsika und muss deshalb sämtliche Infrastrukturen selber bereitstellen. Da es nur zwei Linien gibt, kann mit der Eisenbahn nicht ganz Korsika erreicht werden.

Luftverkehr

Korsika verfügt über Flughäfen in den vier wichtigsten Städten:

Wichtige Fluggesellschaften, die Korsika anfliegen:

Seeverkehr und Schiffahrt

Korsika Faehre.jpg]] Die Fährhäfen Ajaccio, Porto-Vecchio, Propriano und Bonifacio bedienen Süd-Korsika, während jene in Bastia, Calvi und Ile Rousse den Anschluss für Nord-Korsika bereitstellen.

Fährverbindungen gibt es von Marseille, Nizza und Toulon (Frankreich), Savona, Livorno, La Spezia, Piombino und Porto San Stefano (Italien). Auf allen Linien werden Autofähren eingesetzt.

Haupt-Schiffahrtsgesellschaften:

Bootspapiere
Von Booten unter deutscher Flagge, die auf französischen Binnen- und Küstengewässer fahren, verlangen die Behörden als Bootsdokument das Flaggenzertifikat des Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Es wird auf Antrag ausgestellt. Segel- und Motoryachten mit mehr als 15 m Rumpflänge müssen in Frankreich den Eintrag in ein Schiffsregister nachweisen und dies mit dem Schiffszertifikat belegen können.

Bootsführerschein
Ausländische Bootsführer müssen in Frankreich den Bootsführerschein besitzen, der im Heimatland zum Befahren vergleichbarer Gewässer vorgeschrieben ist. Charterboote, die auf den französischen Binnenwasserstraßen angeboten werden, sind durchweg führerscheinfrei.

Entfernungen und rechtweisende Kurse nach Korsika
Giraglia.jpg
Von - bis Giraglia Seemeilen Kurs
Antibes 110 108°
Monaco 102 116°
San Remo 90 123°
Imperia 82 130°
Genua 86 166°
Rapallo 81 175°
La Spezia 70 198°
Livorno 50 232°
Capraia 18 275°
Portoferrairo 44 288°

Von - bis Bastia Seemeilen Kurs
Capraia 24 220°
Marciana 34 258°
Giglio 70 289°
Montecristo 43 301°

Von - bis Vecchio Seemeilen Kurs
Marina di Campo 83 209°
Punta Ala 100 216°
Giannutri 90 224°

Seefunkfeuer (ununterbrochen)

Name Frequenz (kHz) Kennung Reichweite in sm Position
Porquerolles 314,0 PQ 200
Genua 310,5 GV 130
Livorno 298,0 LI 130
Capo Ferro 291,0 CF 130
La Giraglia 305,0 GL 100
La Revellata 295,0 RV 100

Wetterberichte
Küste zwischen Galeria - Golf von Porto.jpg
In Deutsch
Deutsche Welle: 6075 und 9545 kHz: 17:50 (Montag bis Freitag) 17:35 (Samstag) 17:10 Sonntag und Feiertage)
Radio Österreich International: 6155, 13730 und 21490 kHz: 05:45 und 15:45 (Montag bis Sonntag)

In Französisch

France Inter: 162 kHz:6:55 (Montag - Freitag) 10:05, 20:05 (Samstag, Sonntag)
Ajaccio: 1404 kHz: 06:55, 10:05, 20:05 (Montag - Sonntag)
Bastia: 1494 kHz:06:55, 10:05, 20:05 (Montag - Sonntag)
Marseille: 1906 und 3795 kHz: 06:33, 11:33 (Montag - Sonntag)
Monte Carlo: 218 und 1466 kHz: 09:00, 20:00 (Montag - Sonntag)

Siehe auch


Literatur


  • Hannes Mayer: Die Wälder Korsikas. Wanderungen durch ein Waldparadies. Fischer, Stuttgart und New York 1988, ISBN 3-437-30586-7

Weblinks


Quellen


Insel (Frankreich) | Korsika | Mittelmeer

Corzega | كورسيكا | Корсика | Korsika | Còrsega | Corsica | Korsika | Korsika | Corsica | Korsiko | Córcega | Korsika | Korsika | Korsika | Corse | Corse | קורסיקה | Korzika | Korzika | Korsika | Corsica | コルシカ島 | კორსიკა | 코르시카 | Korsika | Corsica | Corse | Korsika | Korsika | Corsica | Korsika | Korsika | Corsega | Korsyka | Córsega | Corsica | Корсика | Còrsica | Korzika | Korzika | Korzika | Корзика | Korsika | 科西嘉島

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Korsika".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld