| Wappen | Karte | bgcolor="#FFFFFF" | Wappen Kornwestheim.png | Karte_Ludwigsburg_in_Deutschland.png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Baden-Württemberg | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Stuttgart | bgcolor="#FFFFFF" | Regionalverband: | Stuttgart | bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Ludwigsburg | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeart: | Große Kreisstadt | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 303 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 14,64 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 30.648 (31. Dez. 2004) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 2.093 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | 20,7 % | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 70797-70806 (alt: 7014) | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 07154 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | LB | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 08 1 18 046 | bgcolor="#FFFFFF" | Stadtgliederung: | Kernstadt und 1 Stadtteil | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Jakob-Sigle-Platz 1 70806 Kornwestheim | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.kornwestheim.de | ||
| E-Mail-Adresse: | office@kornwestheim.de | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Oberbürgermeister: | Dr. Ulrich Rommelfanger | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Seit 1956, ist Kornwestheim Große Kreisstadt.
In der Kernstadt Kornwestheim werden gelegentlich Wohngebiete bzw. geografische Stadtteilbezeichnungen (Weststadt, Oststadt) unterschieden, deren Grenzen jedoch meist nicht genau festgelegt sind. In den letzten Jahren entstanden im Osten der Stadt neue Wohn- und Gewerbegebiete, vornehmlich auf den ehemaligen Standorten der Ludendorff- und der Wilkin-Kaserne, die bis Anfang der 1990er von amerikanischen Truppen genutzt wurden. Im Westen der Stadt entstand das Salamander-Areal auf Teilen der Schuhfabrik.
Durch das kornwestheimer Gebiet verlief von Cannstatt her kommend eine Römerstraße, deren Verlauf teilweise als Feldweg erhalten blieb. Ein Teil von ihr wurde in Kornwestheim-Ost nahe der Schnellstraße restauriert. Im Westteil der Stadt Richtung Autobahn verlief eine noch ältere Straße aus der Bronzezeit.
Kornwestheim als Ort entstand vermutlich im 4./5. Jahrhundert n. Chr als alemannische Streusiedlung. Erstmals urkundlich erwähnt wurde "Westheim" um 780 n. Chr. im Codex Laureshamensis des Klosters Lorsch. Später wurde der Ort als Westhain (1294), dann 1391 wieder als Westheim, schließlich Westhen (1478) bzw. Westen (1482) und ab 1553 erstmals als Kornwesten bezeichnet. Die heutige Schreibweise Kornwestheim ist seit dem 17. Jahrhundert gebräuchlich. Jahrhundertelang war Kornwestheim ein wohlhabendes Bauerndorf, das von der Fruchtbarkeit der Lössböden in der unmittelbaren Nachbarschaft profitierte. Zunächst gehörte es zum Oberamt Cannstatt, ab 1719 zum Oberamt Ludwigsburg, aus dem 1938 der Landkreis Ludwigsburg hervorging. Kornwestheim-1920.jpg in Kornwestheim am Güterbahnhof um 1920]] Die verkehrsgünstige Lage brachte dem Dorf Ende des 19. Jahrhunderts einen großen Zuwachs, der bald nach Eröffnung der Bahnverbindung Stuttgart-Ludwigsburg 1846 einsetzte. 1885 gründete Jakob Sigle eine Schuhfabrik, die später überregional bekannte Salamander AG. 10.08.1888 motorisierter Flug von Daimlers Luftschiff von Cannstatt nach Kornwestheim mit Pilot Gotthilf Wirsum. Die Gemeinde wuchs weiter und erhielt daher mit Wirkung vom 1. April 1931 das Stadtrecht. Am 1. April 1956 erfolgte schließlich die Erhebung zur Großen Kreisstadt.
Aufgrund der Lage zwischen Stuttgart und Ludwigsburg konnte die Stadt bei der Gebietsreform keine Nachbargemeinden eingliedern. Daher zeigt das Stadtgebiet bis heute ein mehr oder weniger geschlossenes Bild. Lediglich die Aufteilung der 1954 durch die US-Armee gegründete und Anfang der 1990er Jahre verlassene Siedlung Pattonville im Osten Kornwestheims brachte der Stadt einen neuen Stadtteil. Der östliche, größere Teil Pattonvilles gehört jedoch zur Nachbarstadt Remseck am Neckar.
Ende des 19. Jahrhunderts zogen auch Katholiken nach Kornwestheim. 1920 wurde die junge Pfarrgemeinde eine eigene Pfarrei und die Kirche St. Martinus wurde errichtet, die jedoch 1958 neu erbaut wurde. Das 1975 erbaute Thomasgemeindehaus wird auch von den Katholiken genutzt. Die Pfarrei St. Martinus Kornwestheim bildet heute eine eigene Seelsorgeeinheit innerhalb des Bistums Rottenburg-Stuttgart.
Neben den beiden großen Kirchen gibt es in Kornwestheim auch Freikirchen, darunter eine Evangelisch-methodistische Kirche. Ferner ist auch die Neuapostolische Kirche in Kornwestheim vertreten.
| Jahr | Einwohner- zahlen | - | 1595 | 620 | - | 1694 | 470 | - | 1758 | 628 | - | 1803 | 936 | - | 1834 | 1.373 | - | 1855 | 1.441 | - | 1. Dezember 1871 | 1.498 | - | 1. Dezember 1880 ¹ | 1.723 | - | 1. Dezember 1890 ¹ | 1.868 | - | 1. Dezember 1900 ¹ | 2.628 | - | 1. Dezember 1910 ¹ | 4.088 | - | 16. Juni 1925 ¹ | 7.953 | - | 16. Juni 1933 ¹ | 10.200 |
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| Jahr | Einwohner- zahlen | - | 17. Mai 1939 ¹ | 14.706 | - | Dezember 1945 | 12.622 | - | 13. September 1950 ¹ | 20.734 | - | 6. Juni 1961 ¹ | 26.296 | - | 27. Mai 1970 ¹ | 28.843 | - | 31. Dezember 1975 | 27.771 | - | 31. Dezember 1980 | 27.037 | - | 27. Mai 1987 ¹ | 28.061 | - | 31. Dezember 1990 | 29.198 | - | 31. Dezember 1995 | 29.818 | - | 31. Dezember 2000 | 29.863 | - | 30. Juni 2004 | 30.622 |
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Gemeinde- bzw. Stadtoberhäupter seit 1793:
1904 meldet Sigle, gemeinsam mit seinem Partner Max Levi, Salamander als Wort- und Bildmarke an. 1967, zur Zeit der größten Blüte, beschäftigt Salamander weltweit knapp 18.000 Menschen in der Schuhfabrikation.
Ab Anfang der 1970er Jahre, mit dem Niedergang der deutschen Schuhindustrie, verläuft die weitere Entwicklung von Salamander krisenhaft. Die Salamander AG einwickelt sich zu einem Mischkonzern mit den Geschäftsfeldern Schuhe, Immobilien, Industrie und Service. Das Unternehmen wird im Jahre 2000 von der EnBW AG übernommen; 2003 wird die Schuhsparte wieder aus dem Konzern ausgegliedert.
Kornwestheims verkehrsgünstige Lage an der A 81 und an der Bahnstrecke Mannheim - Stuttgart mit dem Rangierbahnhof Kornwestheim Rbf (siehe Verkehr) bestimmt seine heutige wirtschaftliche Struktur. Eine Fülle von kleinen und mittelständischen Unternehmen sind in Kornwestheim ansässig - alle weit weniger bekannt und bedeutend als Salamander, aber in der Summe ein großes wirtschaftliches Potenzial.
Der Einzelhandel in Kornwestheim leidet unter dem Sog der größeren, attraktiveren Städte Stuttgart und Ludwigsburg, die beide per S-Bahn oder mit dem Auto in weniger als 15 Minuten erreichbar sind. Der Abzug der amerikanischen Besatzung und die Aufgabe der großen Garnisonssiedlung Pattonville bedeuteten Anfang der 1990er Jahre den Wegfall eines wichtigen Wirtschaftsfaktors.
Kornwestheim hat einen Personenbahnhof an der Strecke Stuttgart - Ludwigsburg. Hier halten auch die Linien S4 (Stuttgart-Marbach) und S5 (Stuttgart - Bietigheim) der S-Bahn Stuttgart sowie die Schusterbahn nach Untertürkheim. Den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bedienen ferner mehrere Buslinien. Alle Linien sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) zu benutzen.
Am westlichen Rande Kornwestheims liegt der Rangierbahnhof. Um die 1600 Güterwaggons werden dort täglich zu neuen Zügen zusammengestellt. Damit handelt es sich um die zweitgrößte Zugbildungsanlage Baden-Württembergs. An den Rangierbahnhof schließt sich einer der bedeutendsten und modernsten Container-Umschlagplätze der Deutschen Bahn an. Auf dem Gelände ist auch die Entwicklung eines Güterverkehrszentrums geplant, worunter in diesem Fall ein Gewerbegebiet für Firmen, die einen Gleisanschluss nutzen, verstanden wird.
Der Landkreis Ludwigsburg ist Träger der Erich-Bracher-Schule - Kaufmännische Schule, die im Kornwestheimer Stadtteil Pattonville liegt.
Die "Museumsgalerie" im Kleihues-Bau zeigt Wechselausstellungen zu verschiedenen Themenbereichen, vor allem zur Kunst-, Stadt- und Kulturgeschichte Kornwestheims.
Bemerkenswert ist auch der 1914 errichtete Wasserturm der Bahn beim Güterbahnhof, der westlich der Stadt liegt. Im Wassertum befindet sich heute eine Gaststätte, die den Sommer über geöffnet hat und einen Einblick ins Innere des Turms ermöglicht. Das höchste Bauwerk Kornwestheims steht direkt nebenan: ein 100 Meter hoher Richtfunkturm in Stahlfachwerkbauweise der Firma Vodafone (Geographische Koordinaten: ).
Eine Besonderheit stellt der Kornwestheimer Friedhof dar: Es ist der einzige Friedhof in Deutschland, auf dem Personen und (Haus-)Tiere gemeinsam - wenn auch räumlich etwas getrennt - begraben liegen.
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