명|Rr=ireum|Mr=irŭm}} Koreanische Namen sind nach dem gleichen Prinzip aufgebaut wie chinesische Namen. An erster Stelle steht der (fast immer einsilbige) Familienname (Seong), dann folgt der üblicherweise zweisilbige, seltener einsilbige persönliche Name (Vorname, Ireum). Seongmyeong bezeichnet den so zusammengesetzten ganzen Namen.
In Südkorea ist die Romanisierung koreanischer Namen nicht amtlich geregelt; die Eltern können die romanisierte Schreibung des Namens ihres Kindes bestimmen, das seinen Namen später möglicherweise aber auch anders romanisieren wird. Oft wird spontan und ohne Zuhilfenahme etablierter Systeme (revidierte Romanisierung, McCune-Reischauer) entschieden. Erschwerend kommt hinzu, dass viele, aber nicht alle Koreaner im Kontakt mit westlichen Menschen ihren Namen in westlicher Reihenfolge nennen. Wenn es sich nicht um einen der populären Namen wie Kim, Park oder Lee handelt, hilft es, sich daran zu erinnern, dass der Vorname meist zweisilbig ist. Die Silben werden durch Leerzeichen, mit Bindestrich oder gar nicht getrennt.
Heiraten zwischen Personen aus der gleichen Familie sind nicht möglich. Um unterscheiden zu können, ob zwei Personen mit gleichem Familiennamen einer unterschiedlichen Familie angehören, werden sie nach ihrem Bon (Hangeul: ; Hanja: ; wörtlich: Wurzel, Ursprung) gefragt, dem Ursprungsort ihrer Familie.
Insgesamt gibt es nur rund 300 Familiennamen. Zur eindeutigen Identifikation kann es daher hilfreich sein, den Familien- und Vorname zu nennen, wenn man jemanden anspricht.
Zur Anrede (hoching, ) werden in vielen Fällen Titel oder andere Wörter an den Namen angehängt oder ersetzen diesen ganz; den Namen allein zu benutzen und die Zusätze wegzulassen, ist in den meisten Situationen unüblich. Jemanden nur mit dem Vornamen anzusprechen, ist nur unter gleichaltrigen Freunden sowie gegenüber jüngeren Menschen oder Kindern üblich.
Die koreanischen Vornamen haben eine Bedeutung, die sich aber auf Grund der Homophonie des Koreanischen meist erst durch die chinesischen Schriftzeichen (Hanja) erschließt. Oft tragen alle männlichen Verwandten einer Generation einen Namen, der in einer der beiden Silben gleich ist. Im Gegensatz zur westlichen Welt behält eine Frau bei der Heirat ihren Familiennamen, die Kinder tragen dann den Familiennamen des Vaters.
Vornamen werden meist aus sinokoreanischen Silben gebildet. Nicht sinokoreanische Vornamen sind selten; zu den beliebteren nicht sinokoreanischen Vornamen zählen Hana (), Bitna (; etwa "Leuchten"), Nari (; "Lilie") oder andere Pflanzennamen, Iseul (; Tau) für Mädchen sowie Haneul (; "Himmel") für Jungen.
Anders als Vornamen des deutschsprachigen Raums sind viele Vornamen der Koreaner nicht zwingend für Jungen oder Mädchen ausgeschlossen. Männer und Frauen tragen oft denselben Vornamen, auch wenn unter den Trägern eines Namens meist ein Geschlecht deutlich überwiegt.
Wenn man etwas über eine Person liest und kein Bild dabei ist, ist man dennoch oft auf den Vornamen als einzigen Hinweis auf das Geschlecht der Person angewiesen, da die Endungen von Verben und Adjektiven sowie Angaben zur Position innerhalb einer Organisation (z. B. "Abteilungsleiterin") ebenso wie alle Titel und Berufsbezeichnungen geschlechtsneutral sind und die Benutzung von Pronomina wie geunyeo (그녀; "sie" Sg.) in den meisten Fällen ein Merkmal von Ausländersprache oder Respektlosigkeit ist.
Der Rest der Bevölkerung verteilt sich auf etwa 240 weitere Familiennamen.
2000 wurden in einer südkoreanischen Volkszählung * 43.090 Träger eines der folgenden acht mehrsilbigen Familiennamen unter 45.985.289 Personen insgesamt erfasst, wobei Haushalte von Ausländern nicht mitgezählt wurden:
Angaben zu weiteren mehrsilbigen Familiennamen mit weniger Trägern finden sich auf der verlinkten Website. Möglicherweise sind einige mehrsilbige Familiennamen dort außerdem in den Mengen "unbekannt" (7.900 Personen) und "weitere" (1.054 Personen) enthalten.
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