Koppelnavigation (engl. Dead Reckoning) ist die laufende Ortsbestimmung (Ortung) eines Schiffs oder Flugzeugs durch Messung von Kurs, Fahrt (Geschwindigkeit) und Zeit. Dead Reckoning wird ebenfalls bei der Navigation von Robotern zum Aufbau von Umgebungsmodellen verwendet.
Im Sichtflug wird die recht grobe Koppelnavigation Franzen genannt (benannt nach dem Spitznamen für den Navigator - Franz - der sich auch mal verfranzen konnte).
Die Messung der Schiffsgeschwindigkeit erfolgt mit dem Log.
Die Messung der Fluggeschwindigkeit erfolgt mit dem Fahrtmesser (engl. Airspeed Indicator).
Im Regelfall sind es Geschwindigkeiten durch Wasser bzw. Luft, die noch auf richtige Werte "über Grund" zu korrigieren sind.
Der Unterschied entsteht durch Wind und Strömung.
Der Kurs wird mit dem Kompass gemessen: meistens mit Magnetkompass, in der Nautik auch mit Kreiselkompassen.
Ausgehend von einem bekannten Startpunkt ergibt sich durch Aneinanderhängen der ermittelten Wegstücke die zurückgelegte Route; die tägliche Strecke nennt der Seemann Etmal.
Koppelnavigation (KN) bzw. Dead Reckoning (DR) ist die Basis jeder Navigation. Erst durch GPS hat ihre Wichtigkeit etwas abgenommen. Der zu erwartende Fehler liegt – bei bekannten Koordinaten des Startpunktes – bei 2-5 %, bei starken Winden oder Strömungen bei 5-10 % der Wegstrecke.
Dead reckoning | Dead reckoning | Navigation à l'estime | Dead-reckoning
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