| Basisdaten | - | Fläche: | 88 km²(Land) | - | Einwohner: | 501.158 (2006) | - | Bevölkerungsdichte: | 5.695 Ew./km² | - | Karte | - | DenmarkCopenhagenMunicipality.png |
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Kopenhagen (dän. København = "Kaufmannshafen", latein Hafnia = "Hafen", schwed. Köpenhamn) ist die Hauptstadt Dänemarks und sowohl in politischer als auch in kultureller und wirtschaftlicher Hinsicht dessen Zentrum.
Kopenhagen gehört zu den bedeutendsten Metropolen Nordeuropas und zählt dort zu den schönsten und meistbesuchten Städten.
Panoramasicht über das Stadtzentrum und Christianshavn:
Unterschieden werden muss zwischen der eigentlichen Stadt Kopenhagen, dem Amt (Regierungsbezirk) Kopenhagen, dem Großraum Kopenhagen und dem Verkehrsverbund. Christianshavnhavnegade.JPG
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Im 12. Jh. wurde am Øresund eine Burg errichtet, die einen kleinen Handelshafen nach Schweden sichern sollte. Entsprechend erhielt auch die mit der Burg neu gegründete Siedlung den Namen Købmandens Havn ("Kaufmannshafen"), der dann zu København wurde. 1254 erhielt das junge Kopenhagen von Bischof Jakob Erlandsen sein erstes Stadtrecht, jedoch wurde es 1369 als unliebsamer Konkurrent der Hanse zusammen mit der Burg zerstört.
Doch die Entwicklung ließ sich nicht mehr aufhalten: 1416 wurde die wiederaufgebaute Stadt Residenz des Königs, und 1443 übernahm sie von Roskilde die Hauptstadtfunktion. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts blühte Kopenhagen unter Christian IV. auf.
Kopenhagen erlebte in seiner Geschichte immer wieder Katastrophen, Seuchen und Kriege. 1658 und 59 wurde die Stadt von den Schweden belagert, im 18. Jh. starb nach Epidemien ein Drittel der Stadtbewohner weg, und 1728 sowie 1795 wüteten zwei Stadtbrände. In Präventivschlägen beschossen 1801 und 1807 die Engländer die Hauptstadt des bis dahin neutralen Dänemarks und richteten vor allem durch den im zweiten Angriff ausgelösten Großbrand erheblichen Schaden an. Nach dem Sieg der Engländer musste Kopenhagen sämtliche hier ankernden Schiffe ausliefern, konnte sich aber bald wieder von dieser Niederlage erholen.
Siehe dazu Seeschlacht von Kopenhagen
Im 19. Jh. und im besonderen 1901 wuchs die Stadt durch Zuzüge vom Land so rasch an, dass die Befestigungsanlagen geschleift werden mussten. 1848 zwangen öffentliche Demonstrationen in Kopenhagen König Frederik VII. zu Reformen.
Im Verlauf des 20. Jhs. sank die Einwohnerzahl zeitweilig, da viele Menschen in die Vororte zogen. Zwischen 1940 und 45 war Kopenhagen von deutschen Truppen besetzt.
Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1971 1. Januar):
Die Stadt hat aber im Gegensatz zu anderen europäischen Hauptstädten wenig Einwohner. Das liegt einfach daran, dass Kopenhagen niemals große Eingemeindungen vorgenommen hat. Selbst die Gemeinde Frederiksberg, eine Gemeinde mit 91.855 (2006) (7.11.1950:118.993) Einwohner die vom Gemeindegebiet Kopenhagens vollständig umgeben ist, wurde nicht eingemeindet. Storkøbenhavn (Großkopenhagen, Gemeinden Kopenhagen und Frederiksberg als auch Kopenhagen Amt) kommt auf 1.212.485 Einwohner im Jahr 2004.
Stadtansicht_in_Kopenhagen.jpg Bedingt durch den Hauptstadtcharakter, sind in Kopenhagen die Botschaften und Emissäre von 187 Staaten vertreten.
Das wohl bekannteste Theater der Stadt ist das Königliche Theater (Kongelige Teater). Das 1874 errichtete Gebäude des 1748 gegründeten Etablissements befindet sich am Kongens Nytorv (siehe Bauwerke) und bietet 1.500 Zuschauern Platz. Hier werden Opern und Ballettaufführungen dargeboten. Seit 2005 wird ein zweites, modernes Opernhaus bespielt: das Operaen, welches auf der Insel Holmen liegt und ebenfalls zum Kongelige Teater gehört.
Im Mermaid-Theater (Mermaid Teater) werden alle angekündigten Vorstellungen in englischer Sprache dargeboten. Die bekanntesten dänischen Schauspieler treten hingegen im Ny-Theater auf.
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Wahrzeichen der Stadt ist die von dem Brauer Carl Jacobsen in Auftrag gegebene und am 24. August 1913 eingeweihte, nur 1,25 Meter grosse Kleine Meerjungfrau (lille havfrue) des Kopenhagener Bildhauers Edvard Eriksen (*1876,†1959). Eriksen hatte für die Titelfigur des Märchens von Hans Christian Andersen das Gesicht einer damals in Kopenhagen berühmten Primaballerina Ellen Price und den Körper seiner Frau Eline als Vorlage benutzt.
Im Folgenden werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten beschrieben.
Der gegenüber vom Hauptbahnhof gelegene Tivoli ist einer der ältesten Freizeitparks der Welt (der älteste, Dyrehavsbakken, liegt im Norden der Stadt). Am Rande des Parks läuft der HC Andersens Boulevard entlang, an dem sich auch das Rathaus befindet. Es ist mit vielen Skulpturen geschmückt und wurde zwischen 1892 und 1905 im Stil der italienischen und normannischen Renaissance erbaut. Der Rathausturm ist mit 113 m Dänemarks höchster Turm.
In der Nähe der Universität (siehe Bildung) liegt die St. Petri-Kirche (Sankt Petri Kirke). Sie ist seit 1586 Pfarrkirche der deutschen Gemeinde und die älteste erhaltene Kirche von Kopenhagen. Östlich schließt sich die Liebfrauenkirche (Vor Frue Kirke) an.
Weiter nördlich liegt der Runde Turm (Runde Tårn). Ein 209 m langer, stufenloser Wendelgang führt zu diesem zwischen 1637 und 42 erbauten Aussichtsturm hoch. An den Turm schließt sich die Dreifaltigkeitskirche (Trinitatis Kirke) an. Hier befinden sich auch die Einkaufsstraßen Strøget und Strædet. Sie bilden mit über 1 km Länge eine der größten Fußgängerzonen Europas und sind ein beliebtes Einkaufszentrum.
Zwischen den Fußgängerzonen und dem Inderhavn erstreckt sich einer der wichtigsten Touristenmagnete der Stadt, das Schloss Christiansborg (Christiansborg Slot). Dieses Gebäude, das seit 1918 Sitz des Parlaments ist, befindet sich an der Stelle der von Bischof Absalon im Jahre 1167 erbauten ersten Burg Kopenhagens. Der heutige Bau mit dem 90 m hohen Schlossturm entstand 1907 bis 28. An der Nordseite des Schlosses steht die 1826 vollendete klassizistische Schlosskirche (Slotskirke). Neben dem Schloss befindet sich die Königliche Bibliothek Dänemarks, die Nationalbibliothek. Dem schließt sich die Kopenhagener Börse (Børsen) an. Sie befindet sich unmittelbar neben dem Schloss Christiansborg. Der Renaissancebau entstand zwischen 1619 und 1640 und ist mit seinem 54 m hohen Turm in Form von verschlungenen Drachenschwänzen ein weiteres Wahrzeichen der Stadt. Bis 1974 diente das Gebäude dem ursprünglichen Zweck als Kopenhagener Börse.
Über einen Kanal führt von hier aus die Børsbroen zur Nationalbank und zur Holmenskirche (Holmens Kirke), die genau gegenüber der Börse und dem Schloss Christiansborg liegt. Sie wurde im 17. Jahrhundert erbaut. Von der Börse führt auch die Knippelsbro, eine interessante Klappbrücke, über den Inderhavn nach Amager. Über sie gelangt man auch am besten zur im Stadtteil Christianshavn gelegenen Erlöserkirche (Vor Frelsers Kirke). Diese barocke Kirche aus den Jahren 1602 bis 92 besitzt den mit 93 Metern zweithöchsten Turm Kopenhagens. Er ist Wahrzeichen des Stadtteils Christianshavn und lässt sich über eine 1752 angefügte Wendeltreppe besteigen.
Eine ebenfalls herausragende Sehenswürdigkeit ist der Nyhavn. Diese Straße mit den schmucken Giebelhäusern beiderseits des gleichnamigen Hafenarms ist Zentrum der Gastronomie in Kopenhagen. Mehr dazu im Artikel Nyhavn.
An westlichen Ende des Nyhavns befindet sich der Königliche Neue Markt (Kongens Nytorv). Von diesem größten und wichtigsten Platz der Stadt führen sternförmig ein gutes Dutzend Straßen weg. An dem Platz mit einem Standbild Christians V., volkstümlich auch Hesten - das Pferd genannt, liegen das Königliche Theater, das Kaufhaus Magasin du Nord, das Thotts Palais (1685) und das in den Jahren 1672 bis 83 erbaute Schloss Charlottenborg. Es beherbergt heute die Kunstakademie und steht in Verbindung mit dem neuen Kunstausstellungsgebäude.
Ein gutes Stück nordwestlich vom Kongens Nytorv, am besten über die Gothersgade zu erreichen, befindet sich das Schloss Rosenborg (Rosenborg Slot).Kopenhagen_Rosenborg_Slot.jpg Das 1607 bis 1617 als Sommerresidenz für Christian IV. erbaute, durch holländische Architektur beeinflusste Renaissanceschloss, beherbergt die dänischen Kronjuwelen. Seit 1833 ist es ein Museum. Sehenswert sind der Elfenbeinthron mit drei silbernen Löwen und die mit Edelsteinen verzierte Goldkrone Christians IV. Gegenüber dem Schloss liegt der Botanische Garten mit einem Gewächshaus. Die Frederikskirche (Frederikskirken), auch Marmorkirche genannt, ist ein 1794 von Nicolai Eigtved entworfenes, 84 Meter hohes Gotteshaus mit einer 45 Meter hohen, freskengeschmückten Kuppel, eine der größten Europas und ein Abbild des Petersdoms in Rom. Es wurde erst 140 Jahre nach Baubeginn fertiggestellt. Im Innern findet man Denkmäler bedeutender kirchlicher Persönlichkeiten, wie Moses oder Martin Luther. Unmittelbar neben der Kirche befindet sich das Schloss Amalienborg. Das Schloss, in dem die Königin lebt, wurde 1749 bis 1760 errichtet und besteht aus vier gegenüberliegenden Palästen. In der Mitte des großen, achteckigen Schlossplatzes (Amalienborg Plads) steht das Reiterstandbild Frederiks V. Jeden Mittag um 12 Uhr findet hier die Wachablösung der Garde statt.
Nördlich von Schloss Amalienborg erstreckt sich das Kastell (Kastellet), ein Überbleibsel der alten Stadtbefestigung. Unterhalb der Festungswälle verläuft die Promenade Langelinie, die direkt zur kleinen Meerjungfrau führt.
Der Freistaat Christiania hat sich in den 1970ern zu einem Hippiezentrum entwickelt. Bis 2004 war hier der Verkauf weicher Drogen stillschweigend geduldet. Inzwischen hat man die Verkaufsbuden abgerissen und Polizeikontrollen verschärft. Zurzeit wird von staatlicher Seite eine Neuordnung des einst illegal besetzten Kasernengebiets erwogen.
Der Zooturm ist ein 43,5 Meter hoher Aussichtsturm im Zoo von Kopenhagen. Er wurde 1905 errichtet und ist einer der höchsten aus Holz gebauten Aussichtstürme.
Hinzu kommt die moderne, am 19. Oktober 2002 eröffnete Metro Kopenhagen, deren Züge vollautomatisch und damit ohne Bediener fahren. Sie verläuft von Vanløse im Westen über Frederiksberg und dem Bahnhof Nørreport nach Christianshavn, wo sie sich in einen Streckenast nach Vestamager im Süden und einen nach Lergravsparken im Südosten aufteilt.
Außerdem gibt es in der Innenstadt von Kopenhagen von Frühling bis Herbst insgesamt ca. 100 Stationen, an denen man sich kostenlos Fahrräder ausleihen kann. Diese sogenannten Citybikes (Bycyklen) erhält man gegen ein Pfand von 20 Kronen, die man nach dem Einkaufswagenprinzip einsteckt und zurückerhält, wenn man das Fahrrad wieder an eine der Stationen zurückstellt (vgl. auch Helsinki City Bike).
Die in Kopenhagen ansässigen namhaften Brauereien Tuborg und Carlsberg (inzwischen zur Carlsberg A/S fusioniert), lagern ihre Produktionsbetriebe zunehmend aus, zum Teil bis nach Jütland, was durch die Brücke über den Großen Belt möglich wurde. Außerdem sitzt in Kopenhagen die weltgrößte Container-Reederei A. P. Møller-Mærsk.
Kopenhagen | Ort in Dänemark | Hauptstadt in Europa | Hauptstadt in der EU | Amt (Dänemark) | Ort mit Seehafen
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