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Die Kooperative Gesamtschule (KGS) auch Additive Gesamtschule ist eine in Deutschland existierende Form der Gesamtschule. Eine andere Ausprägung dieser Schulform ist die integrierte Gesamtschule.

Der Hauptschulzweig, der Realschulzweig und der Gymnasialzweig bilden die drei Säulen dieser Schulform. Sie entsprechen dem dreigliedrigen Schulwesen. In Sport und oft auch in den Fächern der musisch-kulturellen Bildung wird schulzweigübergreifender Unterricht erteilt, d.h. Schüler aller drei Schulzweige werden in gemeinsamen Lerngruppen unterrichtet. Es gelten dabei die Rahmenrichtlinien für den jeweiligen Schulzweig. Auch die Abschlüsse, die an einer KGS erteilt werden, entsprechen den Abschlüssen der Hauptschule, der Realschule und dem des Gymnasiums.

Es gibt Gesamtschulen, die ab Klasse 11 zum Abitur führen, andere bieten nur Unterricht bis zur 10. Klasse, so dass Schüler zur Vorbereitung auf das Abitur an ein Oberstufengymnasium wechseln müssen.

Mischformen, hin zur Integrierten Gesamtschule, als auch zur rein additiven Gesamtschule gibt es ebenfalls. Diese können sich zum Beispiel aus der Schule selbst nach Entscheidung der Gesamtkonferenz der Schule entwickeln. Bei solchen Entscheidungen müssen aber die Elternvertreter und mancherorts auch die Schülervertreter mit einbezogen werden.

Ziel der Kooperativen Gesamtschule ist es Schülern trotz des weitgehenden Unterrichtes in den eigenen Schulzweigen Schnittstellen zu den anderen Schulformen und deren Schülern zu bieten. Dazu kann z.B. die Aufteilung des Gebäudes nach Jahrgängen statt nach Schulzweigen, gehören, die die Kommunikation der Schüler untereinander verbessern und auch einen Schulzweigwechsel erleichtern kann. Auch Teilnahme einzelner Schüler an einzelnen Fächern einer höheren Schulstufe ist denkbar; beispielsweise könnte ein mathematisch begabter Realschüler den Mathematikunterricht des Gymnasialzweigs besuchen. Voraussetzung dafür ist dabei ein schulbereichsübergreifendes Lehrerkollegium und eine Abstimmung des Unterrichtes der drei Schulzweige untereinander. In der Regel gibt es für jedes Fach jeweils nur eine Fachkonferenz, an der Fachlehrer und Fachlehrerinnen aller drei Schulzweige teilnehmen. Hier werden die Unterrichtsinhalte, Anforderungsmaßstäbe, Grundsätze der Leistungsbewertung, die Einführung von Lehrbüchern und vieles mehr zwischen dem Hauptschulzweig, dem Realschulzweig und dem Gymnasialzweig abgestimmt.

Heute existieren in allen deutschen Bundesländern Gesamtschulen, wenn gleich in einigen nur sehr wenige. In Bayern gab es zwischen 1973 und 1993 in Folge des bundesweiten Gesamtschul-Schulversuchs von 1973 bis 1982 verschiedene Schulen dieses Schultyps, jedoch wurden diese im Laufe der nächsten Jahre bis auf wenige Ausnahmen aufgelöst. Heute existiert dort nur noch eine einzige Gesamtschule, die Willy-Brand-Gesamtschule in München.

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