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Westerkoog feb.jpg (Dithmarschen): typische Kooglandschaft im Februar]] Ein Koog (Mehrzahl: Köge) ist ein an der Nordseeküste Schleswig-Holsteins durch Deichbau und Entwässerung aus der See gewonnenes, sehr flaches Marschland. Der Deich bewahrt das Land vor Überflutung, da es niedriger als der Wasserspiegel des Gewässers liegt, aus dem das Land gewonnen wurde.

Köge werden in Oldenburg als Groden und in den Niederlanden und in Niedersachsen, darunter auch Ostfriesland, als Polder bezeichnet.

Neben der Gewinnung von Land aus dem Meer spricht man auch an Flüssen von Kögen oder Poldern, meist handelt es sich um ehemalige Feuchtgebiete, die nun landwirtschaftlich genutzt werden. Dabei wird aus einer Flussaue oder einem Bruch ein ganz anderes Ökosystem, an dessen Ursprung nur noch der Name erinnert, wie an dem Beispiel des Oderbruchs zu sehen.

An Rhein und Oder werden diese Flächen auch zum Hochwasserschutz mittels Fluten genutzt. Ist das Hochwasser ausreichend abgeflossen, pumpt man das Wasser wieder aus den Poldern und kann diese bis zum nächsten Hochwasser wieder landwirtschaftlich nutzen.

Bis in die 1950er Jahre wurden Köge aus wirtschaftlichen Gründen zur Landgewinnung angelegt, seitdem steht der Küstenschutz im Vordergrund.

In den Niederlanden und Flandern sind ganze Landstriche eingedeicht und bilden eine typische Polderlandschaft. Das bekannteste Beispiel sind die Zuiderzeewerke, die die Zuiderzee in das IJsselmeer verwandelt haben.

An der Schleswig-Holsteinischen Westküste und der Elbe gibt es etwa 170 Köge.

Bekannte Köge:

Die Polderlandschaft der Insel Schokland in den Niederlanden wurde 1995 in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen, da diese Kulturlandschaft wegen ihres „außergewöhnlich universellen Wertes“ besonders erhaltenswert sei.

Siehe auch


Literatur


  • Harry Kunz: Die Köge Nordfrieslands. Mit Karte, Nordfriisk Instituut, 1997, ISBN 3-88007-251-5.

Weblinks


Wasserbau | Koog | Schleswig-Holstein

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