Unter einer Allparteienregierung oder Konzentrationsregierung versteht man in einer parlamentarischen Demokratie eine Regierung, an der alle im Parlament vertretenen Parteien beteiligt sind.
Allparteienregierungen werden häufig in Krisenzeiten gebildet, um ein gemeinsames Zeichen zum Beenden der Krise zu setzen oder Minderheiten nicht zu benachteiligen.
Allparteienregierungen gab es beispielsweise in Österreich zu Beginn der Ersten Republik von 1918 bis 1919 unter Karl Renner und von 1945 bis 1947, bestehend aus SPÖ, ÖVP und KPÖ. In den österreichischen Bundesländern Kärnten, Oberösterreich, Burgenland, Steiermark und Niederösterreich gilt dieses Prinzip nach wie vor abgeschwächt, hier erhalten Landtags-Parteien automatisch einen Landesregierungssitz, wenn sie eine bestimmte Größe erreichen (Proporz).
In Großbritannien gab es eine Allparteienregierung während des Ersten und Zweiten Weltkriegs.
In der Schweizer Konkordanzdemokratie ist die Allparteienregierung seit 1959 der Normalfall, wobei hier aber lediglich die vier größten Parteien im Nationalrat beteiligt sind. Diese Konstellation wird als Zauberformel bezeichnet.
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