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Starker_Kontrast.jpg | Kontrast_Normal.jpg | Geringer_Kontrast.jpg Kontrast; von lateinisch contra "gegen" und stare "stehen".

Als Kontrast bezeichnet man den Helligkeitsunterschied (eines Bildes). Während das menschliche Auge den in der Natur auftretenden enormen Kontrastumfang (zwischen hellem Sonnenschein und dem Dunkel der Nacht) relativ problemlos meistert, stoßen wir bei dem Bemühen, das Gesehene festzuhalten, an teilweise ernüchternde Grenzen.

In der Malerei haben schon die klassischen Maler Jahrhunderte lang versucht, durch immer neue Tricks die engen Grenzen der Malerei zu erweitern.

Folgende Kontraste sind in der Malerei bekannt und finden in vielen anderen Bereichen, in denen die Wirkung von Farbe und Helligkeit gezielt verändert werden soll, ihre Anwendung:

Auch für die Filmmaterialien ist der zu verarbeitende Kontrastumfang neben der Minimierung des Filmkorns eines der wichtigsten Entwicklungskriterien. Trotzdem kann nur etwa ein Zehntel des wirklichen Kontrastumfangs verkraftet werden, so dass zu helle Bereiche abgedunkelt und/oder zu dunkle Bereiche aufgehellt werden müssen. Blende und Belichtungszeit verschieben lediglich den Bereich, vergrößern aber nicht den Umfang, ähnliches gilt auch für Mikroskop und Optik, wo zwischen Amplituden- und Phasenkontrast unterschieden wird. Bei der Bewertung von Objektiven spielt der Kontrast eine entscheidende Rolle. In der "Modulationsübertragungsfunktion" (MTF) wird die Untrennbarkeit des Kontrastes mit der Auflösung eines Objektivs dargestellt.

Bei Video und Digitalfotografie tritt das Problem verstärkt auf, da heutige Sensoren den Kontrastumfang nochmals etwa halbieren. Grössere Sensoren in digitalen Spiegelreflexkameras können in der Regel einen höheren Kontrastumfang abbilden, als kleinere Sensoren in Kompaktkameras, d.h. wenn ein heller Himmel bei einer (guten) Spiegelreflexkamera noch leicht hellblau erscheint, ist er bei einer Kompaktkamera schon eher weiss.

Ein wichtiger Einflussfaktor auf den Kontrastumfang hat auch die gewählte ISO-Empfindlichkeit: höhere ISO-Empfindlichkeiten führen in der Regel zu einem niedrigeren darstellbaren Konstrastumfang. Der niedrige darstellbare Kontrastumfang bewirkt, dass helle Bildteile heller erscheinen, während dunkle Bildteile dunkler wiedergegeben werden. Das Bild verfügt in diesem Fall über weniger dargestellte Details, erscheint so für den Betrachter aber gleichzeitig stark kontrastreich (also das Gegenteil von "flau"). Bei der digitalen Nachbearbeitung von Bildern ist ein hoher Kontrastumfang jedoch in jedem Fall besser, da der Kontrast (also der Helligkeitsunterschied zwischen hellen und dunklen Bereichen) auch noch nachträglich problemlos erhöht, aber nur begrenzt wieder reduziert werden kann.

Ein Umfang von 1:40 gilt in der Digitalfotografie schon als guter Wert. Sehr viele Digitalfotos müssen daher mit geeigneter Software im "digital darkroom" (Dunkelkammer) nachbearbeitet werden, beispielsweise mit der Tonwertspreizung (siehe auch: Aufsteilung).

Der Kontrast K wird definiert als: K=\frac{I_{max}-I_{min}}{I_{max}+I_{min}}

Dabei bezeichnet I die Lichtstärke, den Quotienten aus Lichtstrom und Raumwinkel.

Auch in anderen Zusammenhängen werden (unüberbrückbare) Unterschiede als Kontrast bezeichnet, beispielsweise der zwischen "Arm und Reich".

In der Linguistik spricht man von einem Kontrast, wenn ein Merkmal in Klang oder Form unterschieden werden kann. Beispiel: Kontrast zwischen stimmhaftem und stimmlosen Laut: "d", "t". In vielen Fällen entsteht dabei zugleich ein Bedeutungsunterschied.

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