Als Kontinuierlicher Verbesserungsprozess (KVP) wird der aus dem japanischen Management-Prinzip des Kaizen entwickelte Versuch bezeichnet, positive Veränderungen im Unternehmen nicht in großen Sprüngen, sondern durch viele kleine Verbesserungen herbeizuführen. Im Vordergrund steht die Verbesserung der Produkt- und Prozessqualität. Besonderes Gewicht kommt dabei den Mitarbeitern zu, die ermutigt werden sollen, Verbesserungsvorschläge einzureichen. Es stehen aber nicht mitarbeiterbezogene Einzelvorschläge im Vordergrund, der Fokus liegt auf der Erarbeitung von gruppen-/ teambezogenen Vorschlägen. Hierbei erkennt man auch eindeutig den Zusammenhang zwischen KVP und Gruppenarbeit/ Teamarbeit. KVP wird hierbei als standardisierte Vorgehensweise implementiert. Betraf früher die Implementierung nur direkte Bereiche (Fertigungs-/ Montagebereiche) eines Unternehmens, so wird KVP mittlerweile auch in indirekten Bereichen (Vertrieb/ Auftragsabwicklung; Einkauf/ Beschaffung; Entwicklung/ Konstruktion etc.) implementiert (ganzheitlicher KVP-Ansatz entlang aller Unternehmensprozesse).
Der standardisierte KVP-Ablauf:
(vergl. Handlungsschritte im Arbeitsschutz)
Die ständige Verbesserung der Gesamtleistung der Organisation stellt ein permanentes Ziel der Organisation dar. Das ist eine Willenserklärung der Norm, welche mit der Praxis im Widerspruch steht. Stabile Organisationen wandeln sich nur, wenn die Stabilität zwischen den Teilorganisationen nicht mehr gewährleistet ist. Instabile Organisationen haben jedoch nur eine eingeschränkte Möglichkeit sich zu erneuern. Organisationen sind immer bestrebt, stabil zu werden oder zu bleiben. Die Forderung der ständigen Verbesserung steht im Widerspruch zu dem Grundinteresse einer Organisation der Stabilität. Trotzdem ist es für eine Organisation unerlässlich, sich eine beschränkte Instabilität zu geben, um sich den veränderten Märkten anzupassen. Insofern gibt es in jeder Organisation einen Interessenkonflikt zwischen beharren und verändern. Das Arbeitsfeld des Qualitätsmanagements ist geprägt von diesem Interessenkonflikt.
Im Allgemeinen lässt sich mit Sicherheit sagen, eine Organisation wandelt sich nur, wenn es dafür einen Anlass gibt. Das Risiko einer eventuellen Instabilität ist zu groß. Da es sich um ein weitgehend sich selbst steuerndes System handelt, muss dieser Anlass von der Organisation auch erkannt werden. Hat die Organisation ihre Lern- und Realitätsfähigkeit eingebüßt und kann sie diese nicht wieder herstellen, so löst sie sich früher oder später auf. So sind für die anorganische Natur die Siede- und Gefrierpunkte der Flüssigkeiten ein gutes Beispiel dafür, wie infolge Zufuhr oder Entzug von Bewegungsenergie in Form von Wärme die Flüssigkeit schließlich einen qualitativ anderen Aggregatzustand – den gasförmigen oder festen – übergeht.
KVP ist eine Methode zur Beseitigung von Verschwendung durch die Optimierung von Arbeitsabläufen und Prozessen in allen Unternehmensbereichen. Die KVP-Philosophie ist dezentral, da es ihr um die Nutzung des Ideenpotenzials und die Intelligenz aller Mitarbeiter geht.
Oder: Der Kontinuierliche Verbesserungsprozess ist eine Methode, die unter Berücksichtigung aller Mitarbeiter Kostenersparnisse erbringen soll, die eine Umgebung schafft, in der die Motivation jedes Einzelnen gefördert wird, und bei der Produkt, Technik und Abläufe ständig weiter verbessert werden - das Ganze unter Berücksichtigung wirtschaftlicher und sozialer Gegebenheiten.
Siehe auch: Qualitätsmanagement - Geschäftsprozessoptimierung - Umweltmanagement
Qualitätsmanagement | Organisationstheorie | Geschäftsprozessmanagement
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"Kontinuierlicher Verbesserungsprozess".
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