Konstantin Hierl (* 24. Februar 1875 in Parsberg; † 23. September 1955 in Heidelberg) war ein nationalsozialistischer Politiker und Funktionär.
Hierl setzte seine militärische Karriere zunächst fort, schied am 30. November 1923 allerdings aus dem Dienst aus, da er während des Hitler-Ludendorff-Putsches vom 9. November Erich Ludendorff unterstützt hatte.
Im Jahre 1929 trat Hierl in die NSDAP ein, zwischen dem September 1930 und dem November 1933 gehörte er dem Reichstag an. Nach der sogenannten Machtergreifung wurde er im Jahr 1933 zum Staatssekretär im Reichsarbeitsministerium ernannt und, ein Jahr später, zum Reichskommissar für den freiwilligen Arbeitsdienst. Als am 26. Juni 1935 die Arbeitsdienstpflicht eingeführt wurde, übernahm Hierl als „Reichsarbeitsführer“ dessen Leitung. In dieser Funktion koordinierte er den Reichsarbeitsdienst bis zum Ende der nationalsozialistischen Herrschaft. Seit 1943 war er Hitler direkt unterstellt.
Im Jahre 1948 wurde Hierl im Entnazifizierungsverfahren als „Hauptschuldiger“ zu fünf Jahren Arbeitslager verurteilt; sein Vermögen wurde eingezogen. Nach seiner Entlassung betätigte er sich als Publizist. Die 1955 herausgegebenen Memoiren mit dem Titel „Im Dienst für Deutschland 1918-1945“ trafen wegen ihrer völkischen Tendenzen schon bei ihrem Erscheinen auf Kritik.
Mann | Deutscher | NSDAP-Mitglied | Freikorps-Mitglied | Staatssekretär (Drittes Reich) | Geboren 1875 | Gestorben 1955
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