Konrad Wolf (* 20. Oktober 1925 in Hechingen; † 7. März 1982 in Berlin) war ein deutscher Regisseur.
Mit siebzehn trat er in die Rote Armee ein und gehörte 1945 als Neunzehnjähriger zu den Truppen, die Berlin einnahmen. Von 1945 bis 1947 war unter anderem für die SMAD (Sowjetische Militäradministration) in Wittenberg und Halle für die darstellende Kunst zuständig. Für kurze Zeit war er im April 1945 der 1. sowjetische Stadtkommandant von Bernau bei Berlin. Von 1949 bis 1954 studierte er an der Moskauer Filmhochschule VGIK.
Danach arbeitete er als Regisseur bei der DEFA, wo er vor allem anspruchsvolle und kritische Gegenwartsfilme drehte. Seine Kriegserlebnisse beschrieb er später in dem beeindruckenden Film „Ich war neunzehn“ (1968). Das Verhältnis zwischen Deutschen und Russen beschäftigte ihn Zeit seines Lebens. In seinem Spätwerk werden auch immer mehr kritische Töne gegen die Beeinflussung der Kunst durch Obrigkeiten laut - etwar in seinem Goya-Epos oder in dem leisen Film "Der nackte Mann auf dem Sportplatz". Sein letzter großer Spielfilm "Solo Sunny" zeigt das Leben einer Außenseiterin der DDR-Gesellschaft im Prenzlauer Berg in Berlin. Von 1965 bis 1982 war er Präsident der Akademie der Künste der DDR. Konrad Wolf starb im Alter von 56 Jahren in Berlin.
Seit 1985 ist die Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam nach Konrad Wolf benannt.
Konrad Wolf ist Ehrenbürger der Stadt Bernau bei Berlin
Mann | Deutscher | Filmregisseur | Geboren 1925 | Gestorben 1982 | DEFA
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