Konrad II. von Riesenberg (* Ende 12. Jh., † 18. Dezember 1249 Kloster Schönau) war von 1221 bis 1246 Bischof von Hildesheim. Er führte das Bistum Anfang des 13. Jahrhunderts durch eine Zeit der Blüte, die besonders durch die Gewährung der politischen Unabhängigkeit durch Kaiser Friedrich II. gekrönt wurde.
Wirtschaftlich festige er die Unabhängigkeit des Bistums, besonders gegenüber den Welfen, durch den Rückkauf von Ländereien und den Bau von Burgen. Beispielsweise baute Bischof Konrad in seiner Amtszeit die Poppenburg als Befestigungsanlage aus und gab sie 1226 Graf Hermann von Wohldenberg zu Lehen. Ebenso ließ Bischof Konrad II. einen neuen Wohnflügel in der Poppenburg errichtenBurgen und Schlösser im Hildesheimer Land , Margret Zimmermann/Hans Kensche: Burgen und Schlösser im Hildesheimer Land, 1.Auflage Hildesheim: Lax, 1998, S.127 ISBN 3-8269-6280-X. Durch Ansiedelung von verschiedenen Orden wurde die Bewirtschaftung der Gebiete gesichert. So übergab Konrad II. 1223 z.B. die Haupt- und Taufkirche St. Martin in Sottrum dem Propst des Augustinerklosters DerneburgGeschichte St. Andreas in Sottrum http://www.wohldenberg.de/sottrum.htm'' am 7.7.2006.
Die Gewährung der vollen politischen Unabhängigkeit an das Bistum Hildesheim durch Kaiser Friedrich II., war einerseits ein Zeichen der politischen Erfolge Konrads, sie führte aber auch zur Verweltlichung des Bischofsamts. Dieser hatte sich immer mehr um politische Aufgaben zu kümmern.
1246 verzichtete Konrad II. auf das Bischofsamt und starb 3 Jahre Später im Kloster Schönau.
Römisch-katholischer Bischof (13. Jh.) | Hildesheim | Deutscher | Mann | Gestorben 1249
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