Konrad Hermann Josef Adenauer (* 5. Januar 1876 in Köln; † 19. April 1967 in Rhöndorf (Stadtteil von Bad Honnef)) war von 1949 bis 1963 erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland sowie von 1951 bis 1955 Bundesminister des Auswärtigen.
Adenauer prägte in dieser Position maßgeblich die politische Ausrichtung der Bundesrepublik in der Nachkriegszeit. Er setzte dabei auf eine Westbindung verbunden mit der Europäischen Einigung und in der Eingliederung in das westliche Verteidigungsbündnis der NATO. Gegen starken Widerstand auch innerhalb der eigenen Partei setzte er das System der sozialen Marktwirtschaft durch. Er verfolgte einen strikt antikommunistischen Kurs, war aber bereit, nationalsozialistische Funktionsträger wieder in den höheren Staatsdienst aufzunehmen, sofern sie sich zur Bundesrepublik und zum demokratischen Staatsaufbau bekannten. Von 1950 bis 1966 war er der erste Bundesvorsitzende der CDU. Adenauer agierte in der Weimarer Republik als Mitglied des Zentrums. Er war in dieser Zeit Oberbürgermeister der Stadt Köln. Als langjähriger Vorsitzender des Preußischen Staatsrats war der Anhänger eines rheinländischen Separatismus wichtigster demokratischer Gegenspieler des sozialdemokratischen Ministerpräsidenten Otto Braun.
Im Jahre 1906 trat Adenauer der deutschen Zentrumspartei bei und wurde am 7. März zum Beigeordneten der Stadt Köln gewählt. Am 22. Juli 1909 wurde er Erster Beigeordneter und damit erster Stellvertreter des Oberbürgermeisters.
Auch nach dem so genannten Preußenschlag blieb Adenauer Mitglied im Dreimännerkollegium. In der Weimarer Republik war er mehrfach (1921, 1926, 1928) als Kandidat für das Reichskanzleramt im Gespräch. Am aussichtsreichsten war dies für den „Kanzler des Westens“ und „König des Rheinlands“ 1926, er konnte aber seine politischen Forderungen nicht durchsetzen. Ein Tausch des sicheren und persönlich befriedigenden Postens in Köln mit dem unsicheren und in der Weimarer Republik notorisch kurzlebigen Amt an der Reichsregierung erschien ihm auch nicht als Gewinn.
Adenauer galt als teuerster Oberbürgermeister Deutschlands - wegen seiner Projekte und seines Gehalts. Schon während des Ersten Weltkriegs zeigte er Weitblick. Er erkannte vor vielen anderen, dass der Krieg verloren war und begann, Nahrungsmittel zu horten, u. a. Graupen (Kochgerste). Die Kölner nannten ihn deshalb 'Graupenauer'. Nach dem Krieg setzte er durch, dass aus dem alten preußischen Festungsring ein Grüngürtel wurde - für damalige Verhältnisse eine ungewöhnliche Neuerung. Während seiner Amtszeit wurden die Messe und die Universität zu Köln neu- beziehungsweise wieder eröffnet. Fritz Schumacher, von 1920 bis 1923 Stadtplaner unter Adenauer, sagte zu dessen Engagement in Zeiten der Inflation „Je mehr zusammenzubrechen schien, mit desto größerer Energie trieb Adenauer die Arbeiten voran.“Zitiert und Zurückübersetzt nach Hans-Peter Schwarz „Konrad Adenauer: A German Politician and Statesman in a Period of War, Revolution, and Reconstruction. Vol. I; Providence, Rhode Island Berghahn Books 1995 S. 160 Adenauer bemühte sich intensiv, ausländische Investoren nach Köln zu holen. 1927 hatte er bereits eine Zusage von Citroen für eine Automobilfabrik, das Projekt verlief dann aber doch im Sande. Nach intensiven Verhandlungen mit dem US-amerikanischen Autohersteller Ford, gelang es ihm, das Unternehmen davon zu überzeugen, ein komplett neues Werk in Köln zu errichten anstatt die schon bestehenden kleineren Anlagen in Berlin auszubauen. Auch das Werk allerdings konnte die wirtschaftlichen Probleme, in die Köln wie das gesamte Reich in der Spätphase der Weimarer Republik kam, nur kurzfristig aufhalten. Beim Bau der damals technisch einmaligen Mülheimer Brücke verhandelte er taktisch geschickt mit der KPD; anders war dieses Projekt im Rat nicht durchzubringen. 1928 verspekulierte Adenauer sein Vermögen durch den Ankauf von Glanzstoff-Aktien. Ein öffentlicher Skandal konnte dadurch verhindert werden, dass Adenauer sich aus einem sogenannten schwarzen Fonds vom Vorstandsvorsitzenden der Glanzstoff AG ein Aktienpaket im Nominalwert von 250.000 Reichsmark zur Verfügung stellen ließ.
In einem Brief im Februar 1946 schrieb Adenauer an den katholischen Geistlichen in Bonn: Nach meiner Meinung trägt das deutsche Volk und tragen auch die Bischöfe und der Klerus eine große Schuld an den Vorgängen in den Konzentrationslagern. Richtig ist, dass nachher vielleicht nicht viel mehr zu machen war. Die Schuld liegt früher. Das deutsche Volk, auch Bischöfe und Klerus zum großen Teil, sind auf die nationalsozialistische Agitation eingegangen. Es hat sich fast widerstandslos, ja zum Teil mit Begeisterung gleichschalten lassen. Darin liegt seine Schuld.
Bevor Konrad Adenauer erster Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland wurde, war er seit dem 1. September 1949 Vorsitzender der gemeinsamen Bundestagsfraktion von CDU und CSU. Innerhalb der CDU setzte er eine „bürgerliche Koalition“ durch, obwohl CDU/CSU, FDP und Deutsche Partei nur über eine knappe Mehrheit verfügten und große Teile der CDU angesichts des staatlichen Neuanfangs eine Große Koalition präferierten. Adenauer hielt jedoch die kleine Koalition für unumgänglich, um seine Positionen einer sozialen Marktwirtschaft und einer umfassenden Westbindung durchzusetzen. Dabei konnte er auf die gute Zusammenarbeit der Parteien im Wirtschaftsrat der britisch-amerikanischen Bizone zurückgreifen. Selbst innerhalb der CDU gab es noch Befürworter einer Planwirtschaft, die wenige Jahre vorher das Ahlener Programm der CDU durchgesetzt hatten. Die SPD hing ihr auch an, ebenso wie sie ein neutrales Deutschland anstrebte, um auf diesem Weg leichter eine Wiedervereinigung zu erringen. Auf der Rhöndorfer Konferenz vom 21. August 1949 gelang es Adenauer seinen Standpunkt durchzusetzen und endgültig sicherzustellen, dass er der Kanzlerkandidat der Unionsparteien sei. Um die Ausrichtung einer bürgerlichen Koalition zu bestärken, wählte die CDU/CSU am 12. September den damaligen FDP-Vorsitzenden Theodor Heuss in der Bundesversammlung mit zum Bundespräsidenten. Adenauer war von 1950 bis 1966 Vorsitzender der CDU.
Als Einwohner von Rhöndorf (in Sichtweite von Bonn) war Adenauer maßgeblich daran beteiligt, dass Bonn 1949 statt Frankfurt am Main Bundeshauptstadt wurde. Auch hier war er nicht sehr nachgiebig. Er bedrängte beispielsweise den Finanzminister von Nordrhein-Westfalen, Geld bereitzustellen, obwohl es keinen Haushaltsbeschluss gab. Für dessen rechtliche Bedenken hatte er kein Verständnis.
Der Bundestag wählte ihn am 15. September 1949 mit einer Stimme Mehrheit (inklusive seiner eigenen) zum Bundeskanzler, ein Amt, das er bis zu seinem Rücktritt am 15. Oktober 1963 innehatte. Die entscheidende Stimme in diesem Wahlgang stammte dabei vom Bayernpartei-Abgeordneten Johann Wartner, der sich dem Beschluss seiner Partei widersetzte und - wie er kurz vor seinem Tode bekannte - als wohl einziger Oppositions-MdB für Adenauer stimmte.
Bundespräsident Theodor Heuss übergab Adenauer die Ernennungsurkunde am 16. September 1949, die erste Regierungserklärung der Bundesrepublik folgte am 20. September, der erste Besuch bei den Hohen Kommissaren der Alliierten am 21. September – demselben Tag an dem das Besatzungsstatut in Kraft trat.
Adenauer wurde dreimal (1953, 1957 und 1961) wiedergewählt. Die Wahlergebnisse, die er erzielte, sind einmalig in der deutschen Geschichte. Weder im deutschen Kaiserreich noch in der späteren Bundesrepublik gelang es einer Partei, die absolute Mehrheit der Stimmen zu erringen. 1953 erhielt die CDU/CSU die Mehrheit der Mandate und 1957 erzielten sie die absolute Mehrheit der Stimmen. Auch nach den Wahlen in denen die CDU/CSU allein hätte regieren können, bildete er eine Koalitionsregierung, um mit Hilfe der kleineren Parteien die CSU und widerspenstige CDU-Mitglieder in Schach halten zu können. Eine Technik, die Helmut Kohl 1982 imitierte, als er nach dem gelungenen konstruktivem Misstrauensvotum lange genug mit Neuwahlen wartete, um der FDP den Wiedereinzug in den Bundestag zu ermöglichen.
Am 27. März 1952 explodierte um 18:20 Uhr ein an Bundeskanzler Adenauer adressiertes Päckchen im Münchner Polizeipräsidium und tötete einen Beamten. Die zwei mit der Abgabe des Päckchens bei der Post beauftragten Jungen brachten dieses zur Polizei, nachdem sie von ihrem Auftraggeber verfolgt wurden. Die Spur führte zur Partisanen- und Untergrundorganisation Irgun, jedoch wurden jegliche Beweise geheim gehalten. Fünf verdächtige Israelis wurden abgeschoben. Der mutmaßliche Drahtzieher, Jakob Farshtej, sowie der Überbringer der Bombe, Josef K., entkamen nach Israel, woraufhin die Ermittlungen eingestellt wurden.
Eine neue Quelle, die Henning Sietz in seinen neuesten Recherchen aufgedeckt hat, belege jedoch nun, daß Menachem Begin - ehemaliger Kommandant der jüdischen Untergrundorganisation Irgun, von den Briten gesuchter Terrorist und späterer Ministerpräsident von Israel - Auftraggeber, Organisator und Geldbeschaffer für die insgesamt drei Attentate auf Adenauer gewesen sei.
Israels Premierminister David Ben-Gurion soll Adenauer zeitlebens dankbar dafür gewesen sein, dass er die wahren Hintergründe des Attentats vertuschen ließ. In stillschweigendem Einvernehmen nahmen die beiden Staatsmänner der Münchner Bombe auch die politische Sprengkraft. Wären die Ermittlungen erfolgreich verlaufen, hätte Deutschland einen Auslieferungsantrag an Israel stellen und einem hochrangigen Israeli den Prozess machen müssen. Dies hätte wenige Jahre nach dem Holocaust starke außenpolitische Konsequenzen gehabt, vermutlich zu Ungunsten der deutsch-israelischen Beziehungen.
Die Bundesrepublik wurde erst mit dem Inkrafttreten der Pariser Verträge am 5. Mai 1955 und der Aufhebung des Besatzungsstatus zur selben Zeit ein souveräner Staat. Vorher waren alle politischen Maßnahmen von der direkten Zustimmung der Siegermächte des Zweiten Weltkriegs abhängig. Für Adenauer war deshalb die Außenpolitik der bestimmende Faktor seiner politischen Strategie. Von 1951 bis 1955 besetzte er auch, einmalig in der bundesdeutschen Geschichte, das Amt des Außenministers.
Er setzte dabei auf eine enge Anbindung an die westeuropäischen Staaten (Magnet-Theorie), eine wirtschaftliche Verflechtung mit Frankreich und Belgien und insbesondere gute politische Beziehungen zu den USA. Adenauer setzt sich für „Vereinigte Staaten von Europa“ ein, da nur diese ein langfristig friedliches Europa garantieren könnten. Er griff dabei sowohl auf seine politischen Vorstellungen aus der Weimarer Republik zurück, als auch auf die Erfahrungen, die er mit dem Nationalsozialismus gemacht hatte. Wirtschaftlich ging der bereits vor 1949 durch den Marshallplan angestoßene Prozess durch die Montanunion, die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft und Euratom auf. Adenauer setzte sein Vertrauen in den Bankier Hermann Josef Abs, der Einfluss auf die Verteilung der Marshallplan-Gelder hatte. Er bat Abs gelegentlich, als Gast an den Kabinettstisch zu erscheinen und lud ihn regelmäßig zu seiner sonntäglichen Rhöndorfer Kaffeetafel ein, an der er seine Ratgeber zusammenkommen ließ. Er ernannte ihn zum Verhandlungsführer der Londoner Schuldenkonferenz. Deutschland erlebte mit dem Wirtschaftswunder einen Aufstieg und integrierte sich in den Europäischen Markt. Die wirtschaftliche Seite dieses Strebens mündete schließlich in die europäischen Einigungsprozesse, auf denen die heutige EU beruht.
Eine langfristige historische Leistung Konrad Adenauers war die Aussöhnung mit Frankreich, die schließlich im Deutsch-Französischen Freundschaftsvertrag mündete. Bei dem tiefen Misstrauen, mit dem sich Deutsche und Franzosen zu jener Zeit begegneten, war hierbei sein gutes persönliches Verhältnis zum Präsidenten der Französischen Republik, Charles de Gaulle, von großer Bedeutung. Im Jahre 1954 wurde Adenauer mit dem Karlspreis ausgezeichnet.
Konrad Adenauer bemühte sich auch schließlich um die Versöhnung mit den Juden, nachdem er mit H. J. Abs den später verworfenen Plan geboren hatte, als, wie sie es sahen, ausreichende „Wiedergutmachung“ ein Krankenhaus in Israel für zehn Millionen DM zu spenden. 1952 schloss er dann das Luxemburger Abkommen mit dem neu gegründeten Staat Israel als erste Geste der Entschuldigung. Gegen den Widerstand seines Finanzministers setzte er die Zahlung einer Wiedergutmachung von 3,45 Milliarden DM – 3000 DM für jeden israelischen Flüchtling – als symbolische Geste an Israel durch, die vorwiegend aus Warenlieferungen bestand, die aus deutscher Produktion stammten. In New York traf er 1960 mit dem israelischen Ministerpräsidenten David Ben Gurion zusammen. 1966 reiste er als erster hochrangiger deutscher Politiker nach dem Zweiten Weltkrieg nach Israel.
Die militärische Seite wurde nicht, wie von Adenauer erhofft, durch eine eigenständige "Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG)", sondern durch die Aufnahme der Bundesrepublik in die NATO (1955) verwirklicht.
In der Öffentlichkeit weniger bekannt war, dass Adenauer schon 1949 auf die deutsche Wiederbewaffnung drängte. Nach außen stellte er dies als Forderung der westlichen Alliierten dar; die Alliierten selbst waren wenig begeistert davon. Bereits 1950 trat sein Innenminister, Gustav Heinemann, aus Protest gegen diese heimlich betriebene Politik zurück. Im April 1950 forderte Adenauer, nach dem Aufbau einer Kasernierten Volkspolizei in der SBZ, den Aufbau einer mobilen Polizeitruppe auf Bundesebene in der Bundesrepublik, was auch 1951 mit der Gründung des Bundesgrenzschutzes erfolgte. Die Öffentlichkeit erfuhr erst Jahre später, dass er schon 1957 ein Projekt genehmigte, mit Frankreich und Italien gemeinsam eine Atombombe zu entwickeln. Durch den Machtantritt Charles de Gaulles wurde das Projekt hinfällig.
Die enge Politik der Westbindung musste unter den damaligen Gegebenheiten zwangsläufig zum Konflikt mit der Sowjetunion führen. Eine deutsche Wiedervereinigung schien in weitere Ferne zu rücken. Die in der Folge des Zweiten Weltkriegs zu Tage getretenen ideologischen Gegensätze führten zur Teilung Europas und der Welt in zwei Blöcke: Dem Ostblock unter der damals noch unstrittigen Führung der Sowjetunion und dem westlichen Lager unter der Führung der USA.
Obwohl er öffentlich anerkannte, dass in allen Staaten Osteuropas nach dem Zweiten Weltkrieg ein berechtigtes Misstrauen gegenüber Deutschland herrschte, weigerte er sich auf die politischen Forderungen der Ostblockstaaten einzugehen. Für ihn war eine Wiedervereinigung nur möglich und anzustreben, wenn diese mit freien, demokratischen Wahlen einhergehen würde. Für ihn führte der Kurs der Stärke, zumindest öffentlichen Bekundungen nach, langfristig zur Wiedervereinigung unter freien Bedingungen. Kooperation mit der damals stalinistisch beherrschten DDR war für ihn nur in sehr kleinen Schritten möglich. Auf damals häufige deutschlandpolitische Konzepte, die eine Neutralität und einen „Dritten Weg“ zwischen westlichem und östlichem System in einem Gesamtdeutschland vorsahen, gab er nichts. Für ihn war das nur das Einfallstor der Sowjetunion; hätte diese erst einen Fuß in der Tür, würde sie alles tun, um Deutschland kommunistisch umzugestalten. So schwieg Adenauer bewusst die Stalin-Note aus.
Er setzte die Hallstein-Doktrin durch, die den Alleinvertretungsanspruch der Bundesrepublik für Deutschland festschrieb. Nachdem die Sowjetunion im Januar 1955 offiziell den Kriegszustand mit Deutschland beendete, reiste er nach Moskau und erreichte die Freilassung der letzten in sowjetischer Gefangenschaft lebenden Soldaten aus dem Zweiten Weltkrieg. Als nach dem Tod Adenauers (1967) in einer Umfrage nach dessen größter Leistung gefragt wurde, stand die sogenannte Heimkehr der Zehntausend weit oben auf der Ergebnisliste.
Nachdem die Grundsatzentscheidung für die Soziale Marktwirtschaft gefallen war, überließ Adenauer die Wirtschafts- und Sozialpolitik weitgehend seinen Fachministern, insbesondere dem Bundeswirtschaftsminister Ludwig Erhard. Er selbst konzentrierte sich selbst die Außenpolitik. „Von der Außenpolitik, der außenpolitischen Entwicklung hängt alles ab, hängt die ganze Wirtschaft ab, hängt ab, was wir auf sozialem Gebiet machen“ Zitiert nach Hans-Peter Mensing: Konrad Adenauer; in: Udo Kempf, Hans-Georg Merz: Kanzler und Minister 1949-1998; Wiesbaden, Westdeutscher Verlag 2001. S.86, so seine Begründung.
Allerdings gab es eine wesentliche Ausnahme: Im Jahr 1957 setzte Adenauer gegen den Rat von Ludwig Erhard die Umstellung der Gesetzlichen Rentenversicherung auf eine Umlagefinanzierung durch. Dadurch wurde es möglich, die Renten einmalig erheblich anzuheben und sie fortan jedes Jahr proportional zur Entwicklung der Bruttolöhne zu erhöhen. Die früher alltägliche Altersarmut als Folge steigender Verbraucherpreise bei stagnierenden Renten verschwand dadurch für Jahrzehnte. Voraussetzung für ein dauerhaftes Funktionieren des Umlagesystems ist aber ein steigendes oder zumindest gleichbleibendes Verhältnis von Arbeitnehmern (Einzahlern) zu Rentnern (Leistungsempfängern), was letztlich nur bei einer wachsenden Bevölkerung möglich ist. Über entsprechende Warnungen seines Wirtschaftsministers setzte sich Adenauer mit dem Hinweis „Kinder bekommen die Menschen immer“ hinweg.
Neben seinem Engagement für das Umlageverfahren setzte sich Adenauer auch dafür ein, die Kriegsfolgen sozial aufzufangen. Dies führte zu Gesetzen zur Versorgung von Kriegsbeschädigten und -hinterbliebenen, zu Eingliederungsgesetzen für Vertriebene und Flüchtlinge und dem sogenannten Lastenausgleich. Darüber hinaus trat Adenauer dafür ein, möglichst viele Menschen am Wirtschaftswunder und seinen Erfolgen teilhaben zu lassen. Dies führte zum Betriebsverfassungsgesetz (u.a. Mitbestimmung), dem Montan-Mitbestimmungsgesetz, der Teilprivatisierung von Firmen wie Preussag und Volkswagen mit sogenannten Volksaktien sowie zum Vermögensbildungsgesetz.
In Adenauers Amtszeit war die Außenpolitik am heftigsten umstritten. Im Nachhinein wird er aber häufig für seine gesellschaftspolitischen Maßnahmen kritisiert. Während es ihm gelang, die Bundesrepublik außenpolitisch bis zur Wiedervereinigung in ihren Grundzügen festzulegen, versuchte Adenauer gesellschaftspolitisch eine konservative Politik aus Kaiserreich und Weimarer Republik weiterzuverfolgen. Bei seinen Besetzungen für die Ressorts Innenpolitik und Justiz war er dabei wenig glücklich. Sein Wunschkandidat für das Innenministerium Robert Lehr (CDU) scheiterte 1949 am Widerspruch der Fraktion und nach nur einer Amtszeit wurde das ehemalige DNVP-Mitglied von der CDU nicht einmal mehr für den Bundestag nominiert. Der erste Justizminister Thomas Dehler (FDP) musste nach nur einer Amtszeit gehen, da Bundespräsident Theodor Heuss sich weigerte, seine Ernennungsurkunde zu unterschreiben und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts Hermann Höpker-Aschoff mit Rücktritt drohte, sollte Dehler wieder Minister werden.
Adenauer setzte auf einen konfrontativen Kurs gegenüber Kommunisten und Sozialdemokraten. Die Sozialdemokraten waren seiner Rhetorik nach ideologisch eng mit den Kommunisten verwandt. In seine Amtszeit fiel das von der Bundesregierung beantragte und vom Bundesverfassungsgericht ausgesprochene Verbot der KPD, das nur wenige Jahre nach dem Verbot der NSDAP-Nachfolgepartei Sozialistische Reichspartei erfolgte. Die 1952 gegründete Bundeszentrale für Heimatdienst, Vorläufer der Bundeszentrale für politische Bildung, verfolgte im Kalten Krieg einen strikt antikommunistischen Kurs.
Während Adenauer vehement versuchte, jeden Ansatz kommunistischer Politik im Zweifel auch strafrechtlich zu unterbinden, verfolgte er die Strategie, auch ehemalige Amtsträger des nationalsozialistischen Staates einzugliedern, sofern sie sich zur Bundesrepublik und zur Demokratie bekannten. Am symbolträchtigsten geschah dies mit Hans Globke. Der ehemalige Herausgeber des Kommentars zu den Nürnberger Rassegesetzen leitete für Adenauer das Bundeskanzleramt, Adenauer ließ sich durch alle Kritik nicht davon abbringen, ihm die Stelle zu erhalten. Die Organisation Gehlen, deren Chef und zahlreiche Mitarbeiter ebenfalls schon in ähnlichen Aufgaben für das NS-Regime gearbeitet hatten, ging im wesentlichen unverändert im Bundesnachrichtendienst auf. Wirkungsreicher aber war, dass der erste bundesdeutsche Justizminister Thomas Dehler mit Adenauers Zustimmung in das neu aufzubauende Justizministerium und die Gerichtsbarkeit viele Juristen der Nazizeit übernahm. In die frühen Jahre der Adenauer-Regierung fielen umfangreiche Revisionen der Kriegsverbrecherprozesse direkt nach dem Zweiten Weltkrieg, ein Straffreiheitsgesetz für minder NS-belastete sowie die Beibehaltung zahlreicher Gesetze aus der NS-Zeit. Der Paragraf 175 (Verbot der Homosexualität) ist davon wahrscheinlich der bekannteste.
Da Adenauer bekennender und praktizierender Katholik war, argwöhnten viele Zeitgenossen, seine Politik wäre über Gebühr von der Kirche beeinflusst. In der Realität war der Einfluss der katholischen Kirche auf seine Politik längst nicht so groß, wie viele dachten. Soweit es überhaupt um weltanschauliche Dinge ging, bemühte er sich, Ansichten zu vertreten, die von gläubigen Christen beider Konfessionen unterstützt wurden. Anders wären seine Wahlerfolge auch gar nicht möglich gewesen - und Wahlsiege standen in seiner Prioritätenliste ganz oben. In der Tat ist es eine große Leistung seiner Regierungszeit, dass im traditionell konfessionell zerstrittenen Deutschland eine Partei mit christlichen Grundsätzen entstand, die für beide Konfessionen wählbar war. Zum Ende seiner Regierungszeit spielten denn auch konfessionelle Motive bei den Wahlen keine entscheidende Rolle.
Die damals oft geäußerte Unterstellung, er habe die Wiedervereinigung nicht gewollt, um eine protestantische Wählermehrheit zu verhindern, ist allerdings vielleicht doch zutreffend. Schon 1946 warnte er vor dem Zonenausschuss der CDU davor, dass bei politischer und wirtschaftlicher Gleichstellung der sowjetisch besetzten Zone die Sozialdemokraten bei Wahlen die Mehrheit bekämen.
In seiner Kölner Zeit blieb er jedoch bei aller partiellen Aufgeschlossenheit z.B. was Städtebau, Universitätsgründung betrifft, "der engstirnige katholische Zentrumspolitiker, für den es keine uneingeschränkte Freiheit von Wissenschaft und Kunst gab, sobald es um Fragen der katholischen Grundanschauung ging." (Peter Koch, 1985). Das ging so weit, dass er eigenhändig den Text in Brechts "Dreigroschenoper" änderte, Bartoks Meisteroper "Der wunderbare Mandarin" verbot, ein Gemälde des Expressionisten Otto Dix, das später von den Nationalsozialisten in die Ausstellung "Entarteter Kunst" aufgenommen wurde aus dem Wallraf-Richartz-Museum entfernen ließ. Sogar die Begründung hätte den Nazis wohl zugesagt (ein "tendenziöses Machwerk schlimmster Sorte" und "ohne jede künstlerische Bedeutung").
Er bevorzugte persönlich religiös/katholisch beeinflusste Kunst. Sogar nach dem 2. Weltkrieg soll er z.B. Hamburg mit seinem "materialistischen Denken" echte Kultur abgesprochen haben.
Am erstaunlichsten erscheint aus heutiger Sicht jedoch ein Telegramm von 1929 an den italienischen Diktator Benito Mussolini: "Ihr Name wird in die Annalen der katholischen Kirche mit goldenen Lettern eingetragen werden." Grund waren die gerade abgeschlossenen Lateranverträge mit dem Vatikan.
Adenauer galt als unübertrefflicher Wahlkämpfer. Für ihn begann die nächste Wahl am Tag nach der Wahl. Neben seinem Sinn für wichtige Themen zeichneten ihn Schlagfertigkeit und eine für sein Alter unglaubliche Leistungsfähigkeit aus. Trotz seiner relativ schwachen Gesundheit - vom Militärdienst war er wegen schwächlicher Konstitution befreit worden, später wollte ihn aus dem gleichen Grund keine Lebensversicherung haben und zwei schwere Grippen pro Jahr zählten zum Alltag in Bonn - konnte er mehrere Veranstaltungen pro Tag bestreiten, nebenher die Regierungsgeschäfte erledigen, bis in die Nacht mit Journalisten diskutieren und am nächsten Tag in voller Frische antreten.
Der negative Aspekt seiner Wahlkämpfe war die Rücksichtslosigkeit bei der Bekämpfung politischer Gegner. Hier schreckte er vor nichts zurück. 'Die Sozialdemokratie ist der Untergang Deutschlands' oder 'Brandt alias Frahm' sind unrühmliche Beispiele seiner Polemik.
Adenauer hatte bereits auf der Rhöndorfer Konferenz seinen Arzt Paul Martini zitiert, der meinte, Adenauer könne gesundheitlich problemlos noch ein oder zwei Jahre Kanzler bleiben. Tatsächlich blieb er, der erst mit 73 Jahren Kanzler wurde (jeder seiner Nachfolger war mit diesem Alter bereits nicht mehr im Amt), 14 Jahre im Amt und hatte damit nach Helmut Kohl die längste Amtszeit aller Bundeskanzler.
1959 brachte sich Adenauer als Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten ins Gespräch, nachdem er vorher vergeblich versucht hatte, Ludwig Erhard auf diesen Posten wegzuloben. Nach einigen Wochen zog er seine Kandidatur wieder zurück. Vermutlich einerseits, weil er erkannt hatte, dass die Macht des Bundespräsidenten geringerer Natur war, andererseits, weil er die Wahl Ludwig Erhards zum Bundeskanzler verhindern wollte.
An dem Gerangel um seine Nachfolge war er weitgehend selbst schuld. Er hatte erkannt, dass Ludwig Erhard die Führungsqualitäten fehlten, um ein guter Kanzler zu sein: Erhard hatte keine Hausmacht innerhalb der CDU; später als Kanzler versuchte er mit Appellen direkt an das Volk zu regieren, ohne auf vermittelnde und interessengeleitete Akteure wie Parteien oder Verbände Rücksicht nehmen zu wollen. Sein Führungsstil war an den Idealen der Aufklärung orientiert, setzte auf die rationale Einsichtskraft des Bürgers zu vernünftigen Entscheidungen und hatte keinen Geist für das politische Tagesgeschäft und den dauernden Zwang zum Kompromiss. In der existierenden pluralistischen Demokratie rieb er sich innerhalb weniger Jahre auf, ohne als Kanzler sonderliche Erfolge zu erzielen. Adenauer aber unternahm nichts, um einen besseren Kandidaten aufzubauen. Die zwischenzeitlichen Favoriten Adenauers Franz Etzel, Heinrich Krone und Gerhard Schröder bekamen nie genug Unterstützung von ihm, um wirklich ernsthafte Herausforderer des populären Erhard zu sein.
Nach der darauffolgenden Wahl 1961 brachte er es mit einer taktischen Meisterleistung fertig, gegen den Willen der FDP, der CSU und Teilen seiner eigenen Partei nochmals zum Kanzler gewählt zu werden. Als Gegenleistung versprach er, rechtzeitig vor der nächsten Wahl zurückzutreten, um einem Nachfolger Platz zu machen - einen verbindlichen Termin zu nennen, weigerte er sich. Jedoch 1963 musste er den Posten des Bundeskanzlers Ludwig Erhard überlassen.
Seine letzten Jahre als Kanzler wurden durch seinen hartnäckigen Kampf, so lange wie möglich im Amt zu bleiben, und durch den - vergeblichen - Versuch, die Wahl Ludwig Erhards als Nachfolger zu verhindern, überschattet. In dieser Zeit leistete er sich auch das erste Mal in seiner bundespolitischen Karriere Fehlschläge, die beim größten Teil der Deutschen auf Unverständnis und Kritik stießen. Sein Versuch ein regierungskontrolliertes "Deutschland-Fernsehen" als Konkurrenz zur ARD aufzubauen, scheiterte am Bundesverfassungsgericht. Das ZDF hatte nur wenig mit Adenauers ursprünglichen Plänen zu tun. Als er nach dem Bau der Berliner Mauer zwei Wochen wartete, bevor er nach Berlin reist, stieß er damit auf Unverständnis, ebenso mit seiner deutlichen Kritik am damaligen Berliner Bürgermeister Willy Brandt. Die Spiegel-Affäre brachte das endgültige Ende seiner Kanzlerschaft. Dass er Strauß zu dessen Handlungsweise ermächtigt hatte, erfuhr die Öffentlichkeit erst Jahre später.
Konrad Adenauer, der schon lange an Diabetes litt, starb am 19. April 1967, laut Totenschein um 13:21h, nach kurzer Grippe und zwei Herzinfarkten in seinem Haus in Rhöndorf. Seinen ersten Herzinfarkt erlitt er bereits Ende 1962, seinen zweiten am 29.03.1967 und seinen dritten wenige Tage später. Er wurde daraufhin mit einem Staatsbegräbnis und einem Pontifikalamt durch den Kölner Erzbischof geehrt, es nahmen mehrere Kardinäle und Bischöfe an der Beerdigung teil. Sein Sarg wurde zunächst im Kölner Dom aufgebahrt und sechs Ritterkreuzträger der deutschen Marine hielten Ehrenwache. Dann wurde er auf dem Rhein in einem Schnellboot der Marine nach Königswinter überführt. Schließlich wurde auf dem Waldfriedhof in Rhöndorf beigesetzt.
Am 26. September 1919 heiratete Adenauer seine zweite Frau Auguste „Gussie“ Zinsser, mit der er weitere fünf Kinder hatte: Ferdinand (*1921, bald nach der Geburt verstorben), Paul (*1923), Lotte (*1925), Libet (*1928) und Georg (*1931). 1948 starb seine zweite Frau Gussie an den Folgen einer in Gestapo-Haft zugezogenen Erkrankung in Rhöndorf.
Adenauers Enkel Sven-Georg Adenauer (Sohn von Georg) ist Landrat im Kreis Gütersloh.
Die Familie Adenauer ist mit der Familie des alliierten Hochkommissars John Jay McCloy verwandt, der auf dem benachbarten Petersberg das gleichnamige Abkommen unterzeichnete.
Wenig bekannt ist, dass Adenauer nicht nur Politiker, sondern auch Erfinder war. Er sicherte sich einige Patente, so etwa das für ein „Verfahren zur Herstellung eines dem rheinischen Roggenschwarzbrot ähnelnden Schrotbrotes” (Kölner Brot, Österreichische Patentschrift 74310 von 1.5.1916, zusammen mit Jean und Josef Oebel) oder auch das Patent für die „von innen beleuchtete Stopfkugel“. Außerdem meldete er kurz nach dem 1. Weltkrieg eine neue Tülle für Gartengießkannen an, die mit einer beweglichen Klappe abgedeckt werden konnte. Außerdem erfand er 1916 eine Sojawurst (Kölnerwurst), da in diesen Zeiten Fleisch knapp war. Der Patentantrag wurde jedoch wegen eines Formfehlers in Deutschland nicht anerkannt und stattdessen in England angemeldet.
Um sein Wohnhaus in Rhöndorf pflegte er einen großen Garten mit einer südländisch anmutenden Vielfalt von Pflanzen, Plastiken und Brunnen sowie vor allem Rosen, die Adenauer liebte, aber entgegen einer weit verbreiteten Legende nicht züchtete. Der Garten erinnert an das nördliche Italien, das Adenauer schätzen und lieben lernte. In Cadenabbia am Comer See, wo er in den letzten zehn Jahren seines Lebens regelmäßig seinen Urlaub verbrachte, lernte er auch das Boccia-Spiel kennen, das ihn so sehr faszinierte, dass er sich in unmittelbarer Nähe zum Wohnhaus eine gleichnamige Bahn bauen ließ.
Des Weiteren wurde der Flughafen Köln/Bonn nach ihm benannt. Die Staatskarosse der 1950er Jahre, der 300er Mercedes-Benz wurde und wird noch heute nach einem seiner ersten prominenten Besitzer als „Adenauer-Mercedes“ bezeichnet.
Eine weitere Möglichkeit der Würdigung, die Benennung von Bauwerken nach ihm, wurde auch ausgenutzt. Die inzwischen abgerissene ehemalige Parteizentrale der CDU in Bonn und die heutige in Berlin wurden nach ihm benannt. Neben diesen Konrad-Adenauer-Häusern wurde auch mehrere Brückenbauwerke nach ihm benannt (siehe Konrad-Adenauer-Brücke).
Darüber hinaus wurde Adenauer mit einer Büste in der Walhalla bei Regensburg ein weiteres Denkmal gesetzt. Einer der beiden VIP-Flugzeuge vom Typ Airbus A310 der Flugbereitschaft der Luftwaffe ist nach ihm benannt.
Im Mai 1982 wurde vor dem Bundeskanzleramt in Bonn eine Plastik seines Kopfes aufgestellt. Sie wurde zum Symbol der „Bonner Republik“, viele Kameraleute schwenkten auf das Portrait, wenn sie das damalige Bundeskanzleramt zeigten.
Zu unterscheiden sind die parteinahe Konrad-Adenauer-Stiftung und die bundesunmittelbare Stiftung Bundeskanzler-Adenauer-Haus in Rhöndorf. Letztere finanziert und organisiert die Erhaltung des früheren Wohnhaus des Bundeskanzlers und betreibt dort Führungen. Des Weiteren ist dort ein umfassendes Archiv über sein Leben und Wirken eingerichtet worden.
Im November 2003 wurde Konrad Adenauer von einem breiten Publikum im Rahmen der ZDF-Sendereihe Unsere Besten zum größten Deutschen aller Zeiten gewählt.
Mann | Deutscher | Bundeskanzler (Deutschland) | Außenminister (Deutschland) | Bundestagsabgeordneter | Zentrum-Mitglied | CDU-Mitglied | Oberbürgermeister (Köln) | Bonner Armine (KV) | Preußischer Staatsrat | Ehrenbürger | Karlspreis | Träger des Bundesverdienstkreuzes | Ritter des Ordens wider den tierischen Ernst | Mitglied des Parlamentarischen Rates | Bad Honnef | Geboren 1876 | Gestorben 1967 | Ritterorden vom Heiligen Grab zu Jerusalem | Bad Honnef
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