Minolta Dynax 9 Front.jpg Konica Minolta Dynax war eine Bezeichnung für Autofokus-Spiegelreflexkameras der Firma Konica Minolta, die ihren Anfang 1988 in den Kameras der Dynax-Reihe der Firma Minolta hatte.
Die Bezeichnung Dynax fand mit Einführung der i-Serie von Minolta (ab 1988) erstmalig Verwendung und wurde bis Anfang 2006 auch für die digitalen Modelle von Konica Minolta benutzt. In Nordamerika wurden Kameras der Dynax-Reihe unter der Bezeichnung Maxxum, in Japan unter Alpha verkauft, diese Bezeichnungen wurden allerdings auch schon für frühere Autofokus-Kameras der AF-Serie, wie die Minolta 7000AF (1985), verwendet. Ab Mitte 2006, nach dem Rückzug Konica Minoltas aus dem Fotogeschäft, wird die Reihe von Sony weltweit unter dem Produktnamen Alpha weitergeführt.
Parallel entwickelte Minolta ab 1996 eine Reihe von anaologen Kameras mit APS-Format mit der Bezeichnung Vectis, in der Regel handelte es sich dabei um Kompaktkameras. Mit der Vectis S1 (1996) und der Vectis S100 (1997) brachte Minolta auch zwei Spiegelreflexkameras heraus, diese waren allerdings mit dem Minolta-V-Bajonett ausgestattet, das nicht kompatibel zum A-Bajonett war. Das Angebot an Objektiven war dementsprechend auch klein und die Spiegelrefelxkameras der Vectis-Reihe konnten sich trotz guter optischer Eigenschaften nicht auf dem Markt durchsetzen.
Digitalkameras stellt Minolta seit 1986 her, das Unternehmen zählt damit zu den ersten Anbietern von Digitalkameras überhaupt. Auf der photokina 1986 wurde ein Still Video Back (SVB-90) für die Minolta 9000AF vorgestellt. Es folgten die RD-175 (1995), die auf Basis der Dynax 500si Super entwickelt wurde, mit einer Auflösung von 1,75 Megapixeln sowie die DiMAGE RD-3000 (1998), auf Basis der APS-Spiegelreflexkameras der Vectis-Reihe, mit 2,7 Megapixeln – beides digitale Spiegelreflexkameras mit CCD-Technologie.
Bereits 1996 erschien die digitale Kompaktkamera DiMAGE V, welche auch die Minolta-DiMAGE-Modellreihe begründete. In der folgenden Zeit konzentrierte sich Minolta auf die Entwicklung von digitalen Kompaktkameras. Als technisches Aushängeschild galten insbesondere die Superzoom-Kameras der DiMAGE Z-Serie mit Brennweitenbereichen bis zu 38–420 mm und die All-in-One-Kameras der A-Serie mit integriertem Bildstabilisierungs-System Anti-Shake. Speziell die Kameras der A-Serie waren vom Funktionsumfang her als kompakter und leichter Ersatz für die wesentlich schweren Spiegelreflexkameras gedacht. Zwar lies sich einiges Zubehör, wie die Programmblitz-Geräte mit Minolta-AF-Blitzschuh für die analogen Dynax-Kameras, auch an diesen Kameras verwenden, es fehlte ihnen jedoch immer die Möglichkeit zur Verwendung von Wechselobjektiven mit Minolta-A-Bajonett.
Konicaminoltadynax5d.jpg Während die Konkurrenten, wie Nikon (D-Serie) und Canon (digitale Modelle der EOS-Reihe), die Entwicklung digitaler Spiegelreflexkameras insbesondere für die professionelle Anwendung seit Mitte bis Ende der 1990er Jahre vorantrieben, setzte Minolta für diese Zwecke weiter auf die analogen Dynax 9-Modelle. Als Mitte der 2000er Jahre immer mehr Anbieter mit digitalen Spiegelrefelxkameras in den Prosumer- und Consumer-Markt drängten, brachte Minolta – jetzt mit dem Kooperationspartner Konica unter dem Firmennamen Konica Minolta – mit der Dynax 7D, die auf Basis der analogen Dynax 7 entwickelt wurde, eine Spiegelreflexkamera für den semiprofessionellen Bereich auf den Markt. 2005 folgte mit der Dynax 5D die letzte von (Konica) Minolta entwickelte und unter eigenem Namen vertriebene Spiegelreflexkamera. Beide Kameras zeichnen sich durch das im Gehäuse integrierte Bildstabilisierungs-System Anti-Shake aus.
Im Januar 2006 gab Konica Minolta bekannt, dass sich die Firma ab 1. April 2006 aus dem Kamera- und Filmgeschäft zurückziehen wird. Dabei wird Sony in Zukunft das Geschäft mit digitalen Spiegelreflexkameras des Dynax-Systems übernehmen. Mitte 2006 brachte Sony mit der Alpha 100 eine digitale Spiegelreflexkamera auf der Basis der Dynax 5D auf den Markt, diese verwendet neben dem Minolta-A-Bajonett auch den selben Blitzanschluss, wie die Konica-Minolta-Kameras.
Rein mechanisch waren alle Komponenten des Minolta-AF-Systems voll kompatibel zueinander, lediglich einige neuere Funktionen wurden von älteren Komponenten des Kamerasystems nicht unterstützt. Die Abwärtskompatibilität war jedoch meist gegeben. Bei manchen Kameras ließen sich Kompatibilitätsprobleme meist durch ein Firmware-Update beheben.
Bei Minoltas AF-System befindet sich der Motor zur Einstellung des Fokusses in der Regel im Kameragehäuse. Minolta bietet seit der xi-Serie Ende 1991 integrierte Motoren und seit Ende 2003 Objektive mit integrierten Ultraschallmotoren (SSM-Objektive) an, was ab der Dynax 7 (2000) von den Kameragehäusen unterstützt wird.
Die Liste der angebotenen Minolta-AF-Objektive reicht vom Fischaugenobjektiven mit 16 mm Brennweite über Weitwinkel und Normalobjektive bis hin zu Teleobjektiven mit bis zu 600 mm Brennweite, aber auch spezielle Portrait- und Makro-Objektive sowie ein 500 mm-Spiegellinsenobjektiv wurden angeboten. Zudem wurden Objektive mit A-Bajonett auch von Fremdherstellern wie Tamron, Sigma, Tokina und Soligor vertrieben.
Mit erscheinen der Dynax 7D brachte Konica Minolta speziell für die Digitalfotografie entwickelten AF-Objektive auf den Markt, die Objektive der sogenannten DT-Serie sind auf das kleinere Sensorformat bemessen und lassen sich nicht an einer Minolta-Kleinbildkamera verwenden. Der kleinere Bildkreis der AF-DT-Objektive würde zu einer ringförmigen Abschattung am Bildrand des Kleinbildnegativs führen. Das gleiche gilt für die DI-(Tamron) und DC-Objektive (Sigma) der sogenannten Fremdhersteller.
Im Gegensatz zu den Konkurrenten Nikon (Image Stabilizer) und Canon (Vibration Reduction) entwickelte Minolta kein eigenes im Objektiv integriertes Bildstabilisierungssystem. Erst für die digitalen Dynax-Kameras stand mit dem Anti-Shake-System eine Möglichkeit zur Bildstabilisierung zur Verfügung, die jedoch nicht auf die analogen Modelle übertragen werden konnte.
Die ADI-Blitzmessung war jedoch nur in Kombination mit den Minolta-AF-Objektiven und den Minolta-AF-Blitzgeräten der (D)-Serie möglich. Zudem wurde ADI serienmäßig nur von Minolta-AF-Kameras aber dem Baujahr 2000 unterstütz, für die Dynax 9 und Dynax 9Ti war diese Unterstützung nur mit einem Update möglich. Bei der Verwendung anderer Objektive, Filtervorsätzen oder Nahlinsen konnte die ADI-Blitzmessung nicht genutzt werden und die TTL-Blitzmessung musste angewählt werden. Gleiches galt beim Einsatz einer Weitwinkelstreuscheibe am Minolta Programmblitzgerät oder beim indirekten Blitzen. Einige Fremdherstellern wie Sigma (EF 500 DG ST und EF 500 DG Super) bieten mittlerweile auch Blitzgeräte an, die nach eigenen Angaben ADI unstützen.
Siehe auch: Advanced Distance Integration
Das von Konica Minolta entwickelte System beruht im Gegensatz der Systeme anderer Hersteller, bei den die Korrektur im Objektiv vorgenommen wird, auf einer Bewegung des CCD-Chips (CCD-Shift) und ist somit von dem verwendeten Objektiv unabhängig. Beim Anti-Shake-System wird die Bewegungsrichtung und Beschleunigung der Bewegung der Kamera über zwei Gyroskopsensoren gemessen. Aus diesen Daten wird von der Elektronik die Korrekturbewegungen, mit denen Piezoelemente den CCD-Chip verschieben, berechnet. Dies ermöglicht die Verwendung einer Vielzahl von Objektiven auch von Fremdherstellern ohne Verlust des Bildstabilisierung. Dieses System fand bereits bei Kompaktkameras der DiMAGE-Reihe Verwendung und ist ein Alleinstellungsmerkmal der digitalen Dynax-Kameras.
Siehe auch: Anti-Shake-System
Modelle, die noch nicht unter der Bezeichnung Dynax angeboten wurden, aber in Nordamerika die Bezeichnung Maxxum und in Japan die Bezeichnung Alpha tragen:
Modelle unter der Bezeichnung ''Dynax:
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"Konica Minolta Dynax".
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