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Konglomerat (lateinisch conglomerare „zusammenballen“) bezeichnet in der Geologie ein klastisches Sedimentgestein aus mindestens 50% gerundeten Komponenten (Kies oder Geröll), deren Korndurchmesser 2 mm übersteigt und die in einem feinen, ausgehärteten Bindemittel (meist Kalk) eingebettet sind. Konglomerate werden entweder durch Flüsse hoher Transportleistung abgelagert oder sie bilden sich an Erosionsküsten (Strandkonglomerate).

Konglomerate aus ehemaligen Ablagerungen findet man am gesamten Alpenrand sowie an den Flüssen des Alpenvorlands, u.a. in Deutschland auch in der Nord-Eifel (Nideggen, Trias), im Thüringer Wald (Eisenach, Perm).

Konglomerate können aus allen möglichen Gesteinsarten bestehen; im Alpenvorland ist im allgemeinen das Bindemittel Kalk, aber auch Dolomite oder Sandsteine sind möglich. Auch in der Molasse gibt es vielerorts Konglomerate.

Die im nördlichen Alpenvorland vorkommenden, geologisch jungen Konglomerate, werden als Nagelfluh bezeichnet, z. B. in der Nagelfluhkette im Oberallgäu.

In einigen geologischen Zonen der Zentralalpen sind Konglomerate hohen Alters aufgeschlossen, etwa Konglomeratgneis am Ostrand des Tauernfensters an der pennisch-australpinen Deckengrenze Z. B. auf der Baukarlscharte im Gasteinertal. In: Anton Ernst Lafenthaler: Gastein im Bild. Geologie. (5. April 2006) .

Quellen


Siehe auch


  • Brekzie - ein klastisches Sedimentgestein mit überwiegend scharfkantigen Anteilen
  • Speer – Europas höchster Nagelfluh-Berg

Weblinks


  • Holzer Konglomerat - Zeugnisse des Steinkohlenbergbaus im Saarkohlewald. Universität des Saarlandes (5. April 2006)

Gestein

Conglomerate (geology) | 礫岩 | 역암 | Conglomeraat (geologie) | Zlepieniec | Konglomerat (bergart) | conglomérat

 

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