Mit Konfundierungseffekt (konfundieren = vermengen, vzusammen bilden; durcheinander geraten) bezeichnen Psychologen die Tatsache, dass ein beobachtbares Verhalten on zwei oder mehr Bedingungen gleichzeitig beeinflusst wird.
Der Konfundierungseffekt ist manchmal die Ursache für Fehldeutungen von Versuchsergebnissen; er lässt sich teilweise durch einen konvarianzanalytischen Versuchsplan abfangen.
Ein zentrales Problem der sich vor allem auf Personfaktoren stützenden Vorhersage von positiven Zielzuständen ist die in der aktuellen Literatur immer wieder anzutreffende Konfundierung von Prädiktoren und Kriterien, sowohl auf der Ebene der Explikation der involvierten Konstrukte als auch auf der Ebene ihrer Operationalisierung. Die von den jeweiligen Autorinnen und Autoren in der Regel nicht thematisierte Prädiktor-Kriteriums-Überlappung soll in dem Positionsreferat an Beispielen aus drei aktuellen Inhaltsbereichen aufgezeigt werden:
der Vorhersage von subjektivem Wohlbefinden auf der Grundlage von Merkmalen wie Emotionale Stabilität, Positive Affektivität, Extraversion, Optimismus und Selbstwertgefühl;
der Vorhersage von gelingender Stressbewältigung auf der Grundlage habitueller Strategien wie positive Umdeutung und Rumination;
der Vorhersage von Lebenserfolg auf der Grundlage solcher Intelligenzkonstrukte wie Erfolgreiche Intelligenz und Emotionale Intelligenz.
''Die Gründe für die Konfundierung von Prädiktoren und Kriterien und die damit verbundenen Probleme sind vielfältiger Natur. Zu nennen ist hier zunächst einmal der durchaus verständliche Wunsch, in Untersuchungen möglichst hohe Zusammenhänge zwischen Prädiktoren und Kriterien aufzuweisen. Dieser Wunsch geht oft einher mit einer Überschätzung der Vorhersagbarkeit der Kriterien, mit denen wir es in der Psychologie zu tun haben.
Bei Prädiktoren, die keinerlei Überlappungen mit den jeweiligen Kriterien aufweisen, besteht immer die Gefahr, dass sich nur niedrige oder gar keine bedeutsamen Zusammenhänge finden lassen. In der scientific community werden niedrige Zusammenhänge nicht selten als Versagen der Forscherinnen und Forscher interpretiert statt als Beleg dafür, dass die untersuchten Faktoren zur Vorhersage bestimmter Kriterien nur einen verschwindend geringen Beitrag leisten können. Dabei entspricht es doch der Dynamik komplexer Systeme, dass ihrer Vorhersagbarkeit enge Grenzen gesetzt sind und oft erst im Nachhinein geklärt werden kann, welche Faktoren als fördernd oder hindernd in Bezug auf ein bestimmtes Kriterium, in dem in der Regel ein sehr komplexes Geschehen seinen Ausdruck findet, gelten können.''
Über die eigentliche Aussage hinaus erscheint der bearbeitenden PersonGeof die von ihr hervorgehobene Aussage bemerkenswert. Es erscheint zulässig, an sie eine Deutung anzuschließen:
In Forschungsprojekten und allgemein in der Wissenschaft konfudieren häufig
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"Konfundierungseffekt".
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