| ConfederateStatesofAmericaSeal.jpg | Flagge der Konföderierten Staaten von Amerika vom 4. März 1865 - 26. Mai 1865 (Details) | Siegel der Konföderierten Staaten von Amerika(Details) |
Konföderierte Staaten von Amerika (Confederate States of America - CSA) war der Name des Staatenbundes der südlichen Gliedstaaten der Vereinigten Staaten von Amerika während der Bürgerkriegsjahre von 1861 bis 1865. Er ist nicht identisch mit den Südstaaten.
Je mehr sich im Norden eine liberalere Einstellung hinsichtlich der Sklavenfrage herausbildete und sich sogar eine Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei (Abolitionismus) entwickelte, verschärfte sich der Konflikt zum Süden, der überwiegend an der Sklaverei festhielt. Als mit Abraham Lincoln ein Republikaner (und Gegner der Sklaverei) zum Präsidenten (1861-1865) gewählt wurde, erklärte South Carolina am 20. Dezember 1860 seinen Austritt aus der Union. Der Sezession South Carolinas folgten kurz darauf die Staaten: Mississippi, Florida, Alabama, Georgia und Louisiana. Mississippi am 9. Januar 1861; Florida am 10. Januar 1861; Alabama am 11. Januar 1861; Georgia am 19. Januar 1861; Louisiana am 26. Januar 1861; und Texas am 1. Februar 1861. Sie schlossen sich am 4. Februar 1861 in Montgomery zum Bund der Konföderierten Staaten von Amerika zusammen. Hauptstadt wurde zuerst Montgomery, welches jedoch im selben Jahr von Richmond abgelöst wurde.
Etwas später lösten sich auch Virginia (17. April 1861), Arkansas (6. Mai 1861), Tennessee (6. Mai 1861) und North Carolina (13. Mai 1861) aus der Union und schlossen sich der Südstaaten-Konföderation an. Also 11 der 15 Staaten, in denen Sklaverei erlaubt war.
Zwar erhoben die Konföderierten Staaten Anspruch auf Missouri und Kentucky (daher auch die 13 Sterne in der Flagge der Konföderation, statt nur 11), und Regimenter aus diesen Staaten kämpften auf beiden Seiten, eine politische Loslösung aus dem Bund der Vereinigten Staaten wurde jedoch nie eindeutig geregelt (in Missouri kämpften zwei Parteien gegeneinander aus zwei verschiedenen 'Landeshauptstädten')*.
Zum Präsidenten des neuen Staatenbundes wurde Jefferson Davis gewählt.
Die Nordstaaten der USA verweigerten dem Süden die Anerkennung.
Map of CSA 4.png | OaklandCemetery-LionoftheConfederacy.jpg in Atlanta]]
| AMT | NAME | AMTSZEIT |
| Präsident | Jefferson Davis | 25. Feb. 1861–(10. Mai)1865 |
| Vizepräsident | Alexander Hamilton Stephens | 25. Feb. 1861–(11. Mai)1865 |
| Außenminister | Robert Augustus Toombs | 25. Feb. 1861–25. Jul. 1861 |
| Robert Mercer Taliaferro Hunter | 25. Jul. 1861–22. Feb. 1862 | |
| William Montague Browne (amtierend) | 7. Mär. 1862–18. Mär. 1862 | |
| Judah Philip Benjamin | 18. Mär. 1862–Mai 1865 | |
| Finanzminister | Christopher Gustavus Memminger | 25. Feb. 1861–15. Jun. 1864 |
| George Alfred Trenholm | 18. Jul. 1864–27. Apr. 1865 | |
| John Henninger Reagan | 27. Apr. 1865–(10. Mai)1865 | |
| Kriegsminister | Leroy Pope Walker | 24. Feb. 1861–16. Sep. 1861 |
| Judah Philip Benjamin | 17. Sep. 1861–24. Mär. 1862 | |
| George Wythe Randolph | 24. Mär. 1862–15. Nov. 1862 | |
| Gustavus Woodson Smith (amtierend) | 17. Nov. 1862–20. Nov. 1862 | |
| James Alexander Seddon | 21. Nov. 1862– 5. Feb. 1865 | |
| John Cabell Breckinridge | 6. Feb. 1865–Mai 1865 | |
| Marineminister | Stephen Russell Mallory | 4. Mär. 1865–(20. Mai)1865 |
| Postminister | John Henninger Reagan | 6. Mär. 1861–(10. Mai)1865 |
| Justizminister | Judah Philip Benjamin | 25. Feb. 1861–17. Sep. 1861 |
| Wade Keyes (amtierend) | 17. Sep. 1861–21. Nov. 1861 | |
| Thomas Bragg | 21. Nov. 1861–18. Mär. 1862 | |
| Thomas Hill Watts | 18. Mär 1862– 1. Okt. 1863 | |
| Wade Keyes (amtierend, 2. Mal) | 1. Okt. 1863–4. Jan. 1864 | |
| George Davis | 4. Jan. 1864–24. Apr. 1865 | |
Navy Jack CSA.jpg der CSA]]
Am 12. April 1861 kam es zum Angriff auf das noch von Bundestruppen des Nordens besetzte Fort Sumter bei Charleston (South Carolina), der anderntags mit der Niederlage des Nordens endete. Im nachfolgenden Sezessionskrieg erzielten die Südstaatentruppen unter General Robert Edward Lee verlustreiche Siege, wie die Schlacht von Bull Run, wurden schließlich aber von dem an Menschen- und Rüstungspotential überlegenen Norden geschlagen, wobei die Schlacht von Gettysburg allgemein als Wendepunkt angesehen wird. General Lee kapitulierte am 9. April 1865 im Appomattox Court House (Virginia) vor dem Nordstaatengeneral Ulysses Simpson Grant.
Mit dieser Niederlage zerbrach die Konföderation, worauf die sezessionistischen Südstaaten zwischen 1868 und 1870 wieder in die Union der USA eingegliedert wurden. Der Norden, der einen blutigen Bürgerkrieg geführt hatte, weil er die Sezession des Südens für illegal hielt, erkannte sie dadurch de Facto an, dass er die in seinen Augen ehemaligen Rebellenstaaten nicht sofort wieder eingliederte, sondern erst einmal draußen beließ.
Es kam zu einer lange nachwirkenden Politik der Segregation (Rassentrennung) in den Südstaaten. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg mit der Bürgerrechtsbewegung (Martin Luther King) konnten die letzten formellen Ungleichbehandlungen aufgehoben werden. Ein wesentlicher Schritt dahin war die Aufhebung der Rassentrennung in öffentlichen Einrichtungen durch den Supreme Court of the United States 1954 (Brown vs. Board of Education of Topeka), der ein Urteil des gleichen Gerichts (Plessey vs. Ferguson) aus dem Jahr 1896 aufhob.
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