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Der Kompressionsmodul (Formelzeichen: K) ist eine intensive und stoffeigene physikalische Größe aus der Elastizitätslehre. Er beschreibt welche allseitige Druckänderung nötig ist, um eine bestimmte Volumenänderung hervorzurufen.

Definition


Der Kompressionsmodul ist definiert als:

K := - \frac {V d p} {d V} = - \frac {d p} {d V/V}

Das negative Vorzeichen entsteht aus der Forderung, dass sich bei einem Druckzuwachs eine Abnahme der Größe dV/V ergibt, dabei aber K positiv bleiben soll. Die SI-Einheit des Kompressionsmoduls ist Pascal bzw. Newton/Quadratmeter. Der Kompressionsmodul ist eine Materialkonstante, die von der Temperatur und vom Druck abhängig ist. Der Zahlenwert stellt den Druck dar, bei dem das Volumen 0 erreicht, wenn das Kompressionsmodul zu höheren Drücken nicht ansteigen würde.

Hierbei stehen die einzelnen Formelzeichen für folgende Größen:

  • V - Volumen
  • dp - infinitesimale Druckänderung
  • dV - infinitesimale Volumenänderung
  • dV/V - relative Volumenänderung

Kompressionsmodul von Festkörpern


Man kann sie hierbei auch aus anderen Materialkonstanten errechnen:

K = \frac {E} {3(1 - 2\mu)}
wobei:

Kompressibilität von Flüssigkeiten und Gasen


Oft wird bei Gasen und Flüssigkeiten der Kehrwert des Kompressionsmoduls, die Kompressibilität (Formelzeichen: κ oder χ), auch Kompressibilitätskoeffizient, verwendet.

\kappa = \frac {1}{K} = - \frac {d V} {V d p} = - \frac {d V/V}{d p} = - \frac{1}{V} \left( \frac{\partial V}{\partial p} \right)_{T,n}.

Siehe auch: Kompression, thermischen Zustandsgleichung

Beispiel


Der Kompressionsmodul von Wasser beträgt bei einer Temperatur von 10°C unter Normaldruck 2,08×109 Pa.

Bezieht man die Kompressibilität des Wassers in die Berechnung des Drucks mit ein, ergibt sich mit der Kompressibilität \kappa = - \frac{d V}{V \cdot d p} = 0,5 \frac{1}{GPa} das folgende Diagramm:

Wasserdruck_kompressibilitaet.png

In 12000 m Tiefe ergäbe sich hiermit bei einer Dichte von 1000 kg/m³ in 0 m Tiefe eine Abweichung des berechneten realen Drucks vom idealen von ca. 3,5 %. Hierbei bleiben jedoch weiterhin Temperatureffekte ebenso wie andere Einflüsse unberücksichtigt.

Thermodynamik | Festigkeitslehre | bulk modulus

 

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