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Ein Komplementärintervall nennt man in der Musik ein Intervall, welches ein anderes Intervall zu einer Oktave ergänzt.

Im einzelnen gilt:

Zu den Intervallen, die über die Oktave hinausgehen, gibt es keine gesonderten Bezeichnungen für Komplementärintervalle. Entscheidend ist einzig das Intervall zur nächstgelegenen Oktave.

Die Komplementärintervalle werden auch Umkehrintervalle genannt, da sich bei ihnen die Qualität des vorgegebenen Intervalls umkehrt:

  • kleine Intervalle werden dabei zu großen Intervallen und umgekehrt (Sekunde, Terz, Sexte, Septime),
  • verminderte Intervalle werden zu übermäßigen Intervallen und umgekehrt,
  • und nur reine Intervalle (Prime, Quarte, Quinte und Oktave) erhalten ihre Qualität und bleiben rein,

Das einzige Komplementärpaar, dessen Intervalle klanglich identisch sind, bilden die übermäßige Quarte (siehe Tritonus) und die verminderte Quinte.

komplementaerintervall1.PNG

siehe auch: Umkehrung (Musik)

Musiktheorie

 

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