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Union der Komoren
اتحاد القمر
Udzima wa Komori (komor.)
Union des Comores (frz..)
Flag of the Comoros.svg Comoros coa.png
(Details) (Details)

Wahlspruch: « Unité – Justice – Progrès »
Französisch: „Einigkeit, Gerechtigkeit, Fortschritt“
Amtssprachen Französisch, Arabisch, Komorisch
Hauptstadt Moroni
Staatsform Präsidialrepublik
Präsident Ahmed Abdallah Mohamed Sambi
Fläche 2.170 km²
Einwohnerzahl 651.901 (Juli 2004)
Bevölkerungsdichte 300 Einwohner pro km²
BIP/Einwohner 499 *] (2004)
Unabhängigkeit von Frankreich am 6. Juli 1975
Währung Komoren-Franc
Zeitzone UTC+3
Nationalhymne Udzima wa ya Masiwa
Kfz-Kennzeichen COM
Internet-TLD .km
Vorwahl +269
Komoren-Pos.png
Cn-map.png Die Komoren (komor.: قمر Komori, frz.: Comores *) sind ein Inselstaat im Indischen Ozean. Der Name der Komoren kommt aus dem arabischen Dschuzur al-Qamar (جزر القمر), was soviel wie Mondinseln heißt.
  • Währung: 1 Komoren-Franc(FC)= 100 Centimes. 1€ = 491,9677 FC
  • Nationalfeiertag: 4. Juli
  • Religion: 98 % Sunniten, 2 % Katholisch

Geographie


Klima komoren.jpg Die Komoren bestehen aus den drei Inseln Grande Comore (Ngazidja), Anjouan (Nzwani) und Moheli (Mwali). Sie liegen im Kanal von Mosambik, nördlich von Madagaskar, und östlich von Mosambiks Nordteil. Die ebenfalls zum komorischen Archipel zählende Insel Mayotte stellt ein französisches Überseegebiet dar, wird aber von der Union der Komoren beansprucht. Die Komoren gehören inklusive Mayotte zum Kontinent Afrika. Die Inselgruppe umfasst mehrere kleine Koralleninseln. Das Klima ist tropisch mit 12 humiden Monaten.

Das Herz der Hauptinsel, der Grande Comore, ist der 2461 Meter hohe immer noch tätige Vulkan Karthala. Er liegt im Zentrum der Insel und hat den größten Krater aller irdischen Vulkane. Den letzten größeren Ausbruch hatte der Karthala im Jahre 1977. Ein ganzes Dorf wurde von der Lava überrollt, und alles wurde zerstört. Anfang 2005 gab es einen kleineren Ausbruch; zum Glück gab es weder Explosion noch Lava. Nur Asche bedeckte nach dem Ausbruch einen beträchtlichen Teil des Vulkanes. Ende Mai 2006 liess der Vulkan die Hauptstadt Moroni in einer Wolke aus Staub und Rauch versinken, was lokal zu Evakuierungen führte.

Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005): Moroni 42.872 Einwohner, Mutsamudu 23.594 Einwohner, Fomboni 14.966 Einwohner, Domoni 14.509 Einwohner und Tsémbehou Einwohner 11.552.

Siehe auch: Liste der Städte auf den Komoren

Bevölkerung


Die Bewohner der Komoren sind eine Mischbevölkerung aus Arabern, Madagassen, Bantu (Nachkommen afrikanischer Sklaven), Indern und Indo-Melanesiern; hinzu kommen einige hundert Europäer. Das Bevölkerungswachstum und die hohe Arbeitslosigkeit führen zu Auswanderung, vor allem nach Madagaskar. Die Mehrheit der Bevölkerung bekennt sich zum Islam. Rund die Hälfte der Bevölkerung sind Analphabeten.

Geschichte


Hauptartikel: Geschichte der Komoren

Politik


Laut Verfassung von 1996 sind die Komoren eine Islamische Republik. Staatsoberhaupt ist der für sechs Jahre direkt gewählte Präsident. Die Legislative liegt bei der Bundesversammlung mit 42 auf vier Jahre gewählten Abgeordneten. Seit 1990 gibt es ein Mehrparteiensystem. Stärkste politische Partei ist die Rassemblement National pour le Développement. Höchste juristische Instanz ist der Oberste Gerichtshof.

Wirtschaft


Die Komoren zählen zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Landwirtschaft einschließlich des Fischfangs, der Jagd und der Forstwirtschaft bildet fast die einzige Grundlage der Wirtschaft.

Die Komoren verfügen über ein nur unzulängliches Transportsystem und haben eine junge, schnell wachsende Bevölkerung bei geringen natürlichen Ressourcen. Das Ausbildungsniveau ist gering und begünstigt so die Subsistenzwirtschaft, eine hohe Arbeitslosigkeit und eine große Abhängigkeit von Hilfe aus dem Ausland. Die Landwirtschaft produziert 40 % des Bruttosozialprodukts und beschäftigt 80 % der arbeitenden Bevölkerung. Landwirtschaftliche Produkte stellen den größten Teil der Ausfuhren.

Weblinks


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