Siehe auf der Diskussionsseite verlinkte QS-Diskussion.--Thomas S.Thomas S. 20:03, 13. Mär 2006 (CET)
Kommunistische Partei der Tschechoslowakei (KSČ) war eine ultralinke Parlaments- und Regierungspartei in der Tschechoslowakei, Mitglied der kommunistischen Internationale (KI), 1948 - 1989 der faktische Machthaber in der Tschechoslowakei.
1929 übernahmen die sogenannten "Jungs von Karlín" (karlínští kluci), angeführt von Klement Gottwald, die Führung der Partei. Viele Gründungsmitglieder verließen daraufhin die Partei und die KSČ verlor die meisten ihrer Wähler.
Als Widerstandspartei wurde sie 1945 Teil der Nationalfront (tschech. Národní fronta, slow. Národný front) und Mitglied der Regierung der befreiten Tschechoslowakei. In der Regierung hatten die Kommunisten von Anbeginn ein stärkeres Gewicht, da die abgespaltene autonome Kommunistische Partei der Slowakei (KSS) dorthin ebenfalls Vertreter entsenden durfte. Die KSČ stimmte der Initiative der ČSSD zu, Betriebe mit mehr als 50 Mitarbeitern und das gesamte Bankwesen zu verstaatlichen. Auch widersprach sie den Bestrebungen des Präsidenten Edvard Beneš, die Agrarpartei nicht mehr zuzulassen.
Die Machtübernahme wurde eingeleitet nach den Wahlen 1946, aus denen sie als stärkste Partei hervorging. Schlüsselpositionen in der Armee und Polizei sowie die eigens gegründete Volksmiliz Lidové milice wurden mit Kommunisten oder deren Sympathisanten besetzt. Die KSČ hatte ihre Agenten und Informanten in allen Parteien. 1947 konnte sie unter Führung von Gustáv Husák die teilweise Auflösung der Demokratischen Partei durchsetzen, deren Führung einen Vertrag über die Unterstützung mit den Vertretern der ehemaligen Slowakei schloss.
Die Partei Tschechoslowakische Nationalsozialistische Partei Československá strana národně socialistická (Bezeichnung bzw. Übersetzung der Bezeichnung „nationalsozialistisch“ ist hier anders als in Deutschland üblich zu verstehen) wurde in Tschechoslowakische Sozialistische Partei umbenannt und mit Anhängern der Politik der KSČ besetzt. Die Tschechoslowakische Sozialdemokratie Československá sociální demokracie wurde mit der KSČ vereinigt.
1948 wurde auch die Kommunistische Partei der Slowakei (KSS) mit der Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei (KSČ) wiedervereinigt und bestand von da an nur noch als formale Organisationseinheit der KSČ weiter.
In der Anfangszeit der kommunistischen Regierung 1948 bis 1954 wurden 241 Menschen hingerichtet. Hunderte weitere starben in Gefängnissen oder beim Versuch, aus der Republik zu flüchten. Bis zum Ende des kommunistischen Regimes wurden zehntausende Menschen unschuldig inhaftiert. Unerwünschte Bürger wurden aus ihren Berufen entlassen. Eine Anzahl Parteimitglieder wurden im Zuge der Verschärfung des Klassenkampfes nach stalinistischen Schauprozessen hingerichtet, darunter der Generalsekretär der KSČ Rudolf Slánský.
Nachfolgeorganisation der KSČ in Tschechien ist die Kommunistische Partei Böhmens und Mährens (Komunistická strana Čech a Moravy); sie ist eine legale Parlamentspartei, ihre Mitgliederzahl steigt seit Mitte der neunziger Jahre wieder an.
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Komunistická strana Československa | Communist Party of Czechoslovakia | Parti communiste tchécoslovaque | Communistische Partij van Tsjechoslowakije | Komunistická strana Československa
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