Ksk barett.jpg Das Kommando Spezialkräfte (KSK) ist eine in der Graf-Zeppelin-Kaserne im württembergischen Calw stationierte Spezialeinheit der Bundeswehr.
Entgegen des ersten sprachlichen Eindrucks steht hierbei der Begriff Kommando nicht für die „Kommandotätigkeit“ (vergleiche hierzu die vom Einsatzprofil verwandten englischen Commando-Forces oder die Kommandotrupps der Brandenburger der Wehrmacht), sondern bezeichnet hier eine besondere Form der militärischen Dienststellen (siehe auch Heeresführungskommando, das z. B. nichts mit „Kommandoaufträgen“ befasst ist).
Anlass für die Aufstellung des KSK war die Tatsache, dass 1994 während des Völkermordes in Ruanda deutsche Staatsbürger von belgischen Fallschirmjägern evakuiert werden mussten. Internationale Kritik an der Unfähigkeit der Bundesrepublik Deutschland, selbst Vorsorge zum Schutz ihrer Bürger zu treffen, machte die Bereitstellung von unmittelbar einsatzbereiten Kräften notwendig. Damals waren deutsche Fallschirmjäger der B1 Kommandokompanien, ein Vorläufer des KSK, zwar in Alarmbereitschaft versetzt worden, die Bundesregierung entschied sich jedoch gegen den Einsatz und bat die NATO-Partner um Hilfe. Die Bundeswehr verfügte zu dem Zeitpunkt über keine originär in der Terrorismusbekämpfung (Handhabung von Geiselnahmen) ausgebildete Einheit.
Seit seiner Gründung wurde das KSK zur Verfolgung von Kriegsverbrechern im ehemaligen Jugoslawien und im Rahmen der Operation Enduring Freedom in Afghanistan eingesetzt.
Das KSK ist in die Struktur der Bundeswehr eingebunden und truppendienstlich ein regulärer Verband im Heer. Das KSK kann grundsätzlich nicht ohne Zustimmung des Deutschen Bundestages eingesetzt werden. Die einzige mögliche Ausnahme ist Gefahr im Verzug für deutsche Staatsbürger, in diesem Fall ist das Parlament so schnell wie möglich nachträglich zu befragen.
Einzelheiten von KSK-Einsätzen unterliegen der Geheimhaltung. Auch nach Einsätzen, es werden keine öffentlichen Stellungnahmen zu amtlicher Statistik abgegeben, weder über Erfolge noch über Verluste.
Das KSK hat rund 800 Soldaten, davon ist der Großteil im Unterstützungs-, Stabs- oder Fernmeldebereich eingesetzt. Im KSK dienen auch ganz normale Wehrpflichtige, die im Unterstützungsbereich wichtige Arbeiten leisten. Die eigentlichen Einsatzkräfte im Kommandokernbereich bilden einen kleinen Kern, der nur mit Hilfe dieser Unterstützungskräfte operieren und funktionieren kann. Die genaue Anzahl der einsatzbereiten Kommandosoldaten (KdoOffz & KdoFw) ist als Verschlusssache (VS) eingestuft.
Die Fernspähkommandokompanie wurde zu einer reinen Kommandokompanie umgegliedert. Grundsätzlich ist jeder Kommandosoldat befähigt Fernspäheinsätze durchzuführen, diese Fähigkeit ist jetzt auf alle Kommandokompanien verteilt. Diese wurde allerdings im Zuge einer Umstrukturierung aufgelöst. An ihre Stelle trat im Oktober 2004 die Spezialkommandokompanie, die spezielle Fähigkeiten im Bereich der Aufklärung und des Pionierwesens bündelt.
Jeder Zug hat seine Schwerpunktverbringung, durchläuft aber auch zum Teil die Verbringungsausbildung der anderen Züge. Zudem können alle Züge aus der Luft (automatische Auslösung Flächenfallschirm) über ihrem Einsatzgebiet abgesetzt werden. Das KSK ist in seiner Gesamtheit ein Luftlandeverband mit unterschiedlichen Verbringungsmöglichkeiten. Die Verbringung wird jedoch immer nur als der Weg zum Einsatz betrachtet. Schwerpunkt ist und bleibt die hohe Befähigung im Bereich Retten und Befreien, in der das KSK mittlerweile eine führende Rolle innerhalb der deutschen Spezialeinheiten, auch und gerade im Vergleich zur GSG 9, einnimmt.
Die Kontakte zur GSG 9 gelten auf der Arbeitsebene als gut. Es sollen kameradschaftliche, teilweise auch freundschaftliche persönliche Verbindungen bestehen. Auf der militärisch- bzw. polizeilich-politischen Führungsebene gibt es jedoch vereinzelt personenbezogene Abstimmungs- und Kompetenzirritationen. Mittel- und langfristig werden sich diese strikten, trennenden Strukturen der inneren und äußeren Sicherheit vermutlich durch die normative Kraft des Faktischen auflösen und die Schnittstellen stärker betont werden. Verschiedene Spezialeinheiten der Bundesländer und des Bundes kommandieren ihre Beamten zu Ausbildungen und Lehrgängen nach Calw, um Erfahrungen zu sammeln und Informationen auszutauschen.
Diese Aufgaben können allein oder im Verbund mit den spezialisierten Kräften der DSO (Fallschirmjäger) ausgeführt werden. Dabei bildet das KSK den Kern während andere Kräfte unterstützen.
Am Anfang steht ein mehrteiliges psychisches und physisches Auswahlverfahren, dem eine dreimonatige Grundlagenausbildung folgt. Bewerber werden während des zweiten Teils in einer fünftägigen Durchschlageübung bis an die Grenzen ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit gebracht. Diesen Teil der Prüfung bestehen nur etwa 10-20% der Bewerber. Erst nach weiteren zwei bis drei Jahren Ausbildung (Basisausbildung) und Training im KSK und Truppenschulen der Bundeswehr und der Absolvierung des Einzelkämpferlehrgangs Teil 1 und 2, wenn noch nicht absolviert, des Überlebenslehrgangs für Spezialkräfte (Combat Survival Course), hat der Soldat die notwendige Ausbildungshöhe und Einsatzbereitschaft erlangt, den sog. Combat-Ready-Status. Ein Anwärter kann innerhalb dieser zwei bis drei Jahre aufgrund von Nichteignung aus dem KSK entfernt werden.
In diesem Zeitraum kann er möglicherweise an bis zu 20 Lehrgängen in weltweit 17 Schulen und Ausbildungseinrichtungen teilnehmen. Allein während der Schießausbildung wird jeder künftige Kommandosoldat an allen gängigen Waffen geschult und gibt in dieser Zeit durchschnittlich 20.000 Schuss Munition ab. Seit Oktober 2005 können neben Offizieren und Unteroffizieren auch Mannschaftssoldaten und Bewerber ohne militärische Vorkenntnisse an dem Auswahlverfahren teilnehmen. Diese Kandidaten nehmen zunächst am dreitägigen Auswahlverfahren an einem der Zentren für Nachwuchsgewinnung der Bundeswehr teil. Bestehen sie dieses, werden sie in den Ausbildungszug KSK am Ausbildungszentrum für spezielle Operationen in Pfullendorf eingestellt. Dort durchlaufen sie einen 18 Monate dauernden Lehrgang. Danach nehmen die Bewerber am eigentlichen Eignungsfeststellungsverfahren beim KSK in Calw teil. Schließen sie dieses erfolgreich ab, können sie mit der drei Jahre dauernden Ausbildung zum Kommandofeldwebel in der Graf-Zeppelin-Kaserne beginnen. Dazu zählt auch der Erwerb von sehr guten Kenntnissen in zwei Fremdsprachen. Die Mindestverpflichtungszeit beträgt sechs Jahre nach Abschluss der Basisausbildung. Bestehen sie nicht, stehen sie der Bundeswehr für allgemein militärische Verwendungen zur Verfügung. Der Großteil dieses neuartigen Anwärtermodells schafft die Anforderungen im eigentlichen Eignungsfestellungsverfahren KSK nicht.
Am Ende dieses langen Weges wird das Sonderabzeichen Kommandosoldat feierlich verliehen. Der Kommandosoldat erhält neben seinem dienstgradabhängigen Sold eine monatliche Kommandozulage von derzeit 350 Euro. Ein Kommandosoldat hat jährlich seine Fähigkeiten und seine Kommandotauglichkeit in einem weiteren Testverfahren nachzuweisen. Solange er die körperlichen Leistungen erbringt, kann er im Kommando verbleiben.
Teile des KSK können nicht nur mit Hubschraubern anlanden oder mit Rundkappenschirmen abgesetzt werden, sondern auch aus bis zu 10.000 Meter Höhe abgesetzt werden. Dabei gibt es zwei Verfahren: das HAHO (High Altitude – High Opening), bei dem der Fallschirm bereits wenige Sekunden nach dem Absprung noch in großer Höhe geöffnet wird und der Kommandotrupp aus bis zu 70 km Entfernung unbemerkt an seinen Einsatzort gleitet. Oder das HALO (High Altitude – Low Opening), bei dem der Fallschirm erst in niedriger Höhe (900–1000 m Höhe) geöffnet wird. Dies ermöglicht ein zielgenaues sicheres Absetzen und schnelle Einsatzbereitschaft. Bei letzterem System erreichen die Springer eine Spitzengeschwindigkeit von 250 km/h. Die Fähigkeiten zum Fallschirmsprung sind schwerpunktmäßig in den Vertikalzügen des KSK abgebildet.
In seiner Heimatkaserne verfügt das KSK über ein hochmodernes „Shooting House“, eine der modernsten Einrichtungen ihrer Art in Europa. Die speziell für Ausbildung und Training des KSK errichtete Schießstätte ermöglicht die Einübung einer Vielzahl von Einsatzszenarien im scharfen Schuss und stellt im internationalen Vergleich laut Aussage Beschäftigter aktuell (2003) die modernste Anlage ihrer Art weltweit dar. Hier üben außer dem KSK auch oft andere internationale und deutsche Spezialeinheiten wie das Mobile Einsatzkommando (MEK), das Spezialeinsatzkommando (SEK) (beide aus verschiedenen Länderpolizeien) und die Grenzschutzgruppe 9 (GSG 9). Überwacht von Videokameras wird hier auf drei Stockwerken in Computersimulation oder im scharfen Schuss der Einsatz geübt. Die gesamte Einrichtung (Wände, Flure, Treppen, Türen, Fenster) kann computerkontrolliert verschoben werden, so dass kein Einsatz derselbe ist. Beispielsweise kann der Grundriss jeder deutschen Botschaft in der Welt dargestellt werden, um die Einsatzkräfte auf eine eventuelle Besetzung gezielt vorzubereiten.
Als erster Truppenteil erhielt das KSK das 1996 neu eingeführte G36 sowie im folgenden die Modifikationen bzw. Erweiterungen AG36 Granatwerfer, G36KA1 und G36KA2.
Die modulare Auslegung dieser Gewehre ermöglicht eine Anpassung der Waffen an jeweilige Einsatzbedingungen, wovon besonders beim KSK viel Gebrauch gemacht wird. Die Soldaten des KSK können ihre Waffen mit dem zu den Waffen gehörigen Laserlichtmodul (LLM), mit Bildverstärkeraufsätzen (NSA80) oder Trommelmagazinen mit 100 Schuss aufrüsten. Außerdem sind beispielsweise Eotech 552 Reflexvisiere beim KSK in großer Verbreitung zu finden. Auch die grundlegenden Bauteile der Waffe, welche die Basisversionen G36 und G36K auszeichnen, werden beim KSK oft ausgetauscht, sodass auch ein G36K mit der Visierschiene(Picantinny-Rail) eines G36C möglich ist.
Generell ist hinsichtlich der Bewaffnung wie der restlichen Ausrüstung zu beachten, dass bei einer militärischen Spezialeinheit wesentlich mehr persönliche Freiheit und Möglichkeit zu Privatbeschaffung von Material gegeben ist, als bei anderen Truppengattungen. Daher ist die offizielle Ausrüstungspalette des KSK im Vergleich zur tatsächlich im Einsatz verwendeten Ausrüstung eher begrenzt.
Zusätzlich kann ein Kommandotrupp auf das Maschinengewehr MG3 oder das leichte Maschinengewehr G8 (H&K 21) als tragbare Unterstützungswaffe für größere Entfernungen zurückgreifen. Beide Maschinengewehre wurde mit Ziellasern für Nachtschießen und den vom G36k bekannten Eotech-Visieren zum Tagschießen aufgerüstet. Darüber hinaus werden insbesondere im urbanen Einsatzbereich die Varianten der HK MP5 sowie die neu eingeführte MP7 (PDW) im durchschlagskräftigen Kaliber 4,6x30 mm eingesetzt.
Des Weiteren wurde, ebenfalls zuerst beim KSK, eine Variante der HK USP (Universale Selbstladepistole) unter der Bezeichnung P8C eingeführt, bevor diese als Standardpistole bei der restlichen Bundeswehr auftauchte. Gegenüber der P8 besitzt die P8C keine Sicherung, sie kann nur über die Sicherung hinweg entspannt werden. Weiterhin stehen auf Spezialoperationen ausgelegte Sekundärwaffen wie die P12 (HK USP Tactical-Ableger) im wesentlich stärkeren Kaliber .45 (11,43 mm) zur Verfügung. Diese Kurzwaffe wird weitgehend von den Scharfschützen des KSK als Sekundärbewaffnung nur in Verbindung mit einem Schalldämpfer und spezieller Unterschallmunition benutzt.
Die Scharfschützen des KSK erhielten ebenfalls als erste Kräfte der Bundeswehr das G22 (Accuracy International AWM-F), die erste tatsächlich bei der Bundeswehr eingeführte vollwertige Scharfschützenwaffe für Entfernungen über 750 m. Auch die neuen, großkalibrigen Scharfschützenwaffen G24 und G82 im größten Infanteriewaffenkaliber 12,7x99 mm (.50BMG), wie es normalerweise von schweren Maschinengewehren (beispielsweise US-M2HB) verschossen und für Handwaffen gegen Material und auf übergroße Entfernung verwendet wird, dürften, wenn benötigt, erstmals beim KSK in der einsatzbezogenen Verwendung zu sehen sein.
Als Ergänzung zur Geiselbefreiung wurde noch das G25 eingeführt. Es verfügt über das selbe Kaliber wie das G22, jedoch ist der Lauf gekürzt um darauf einen Schalldämpfer in Länge des Originallaufs des G22 zu montieren. Um eine optimale Schalldämmung zu erreichen muss Unterschallmunition verwendet werden, was die Einsatzreichweite des G25 auf ca. 400 m einschränkt.
Mit der Einführung des neuen Einsatzfahrzeugs Serval, auch bekannt unter Aufklärungs- und Gefechtsfahrzeug (AGF), wurde das sMG der US-Truppe mit dem bekannten offenen Browningverschluss im Kaliber 12,7x99 mm und das, ebenfalls von Heckler & Koch entwickelte, Granatmaschinengewehr (GMW) mit Kaliber 40x46mm eingeführt. Das sMG kann mit Gurten zu je 100 Schuss das GMW mit Gurten zu je 36 Schuss geschossen werden. Beide Waffen sind nur für den Einsatz auf einem Fahrzeug vorgesehen. Das Gewicht eines GMW ohne Dreibein und Munition beträgt ca. 75 kg.
Ausbildung an Fremdwaffen findet ebenfalls statt. Exemplare diverser ausländischer Waffen, wie sie in Krisengebieten der Welt verbreitet sind, befinden sich ebenfalls in der Calwer Waffenkammer.
Die offizielle Aufstellung des KSK erfolgte am 20. September 1996 in Calw aus der Luftlandebrigade 25 Schwarzwald und wurde der 4. Division der Kommando luftbewegliche Kräfte (KLK) truppendienstlich unterstellt. Zu diesem Zeitpunkt gab es schon erste einsatzfähige Strukturen innerhalb des KSK, besonders im Bereich Retten und Befreien. Aus militärinfrastrukturellen Gründen kann der Standort Calw als Fehlentscheidung bezeichnet werden. Weiterhin wirkte sich die Übernahme der Organisations- und Personalstrukturen der Luftlandebrigade 25 als Hindernis gerade in der Anfangsphase aus. Kritiker merken an, dass die damalige Darstellung der zukünftigen Aufgaben dieser neuen Einheit gegenüber einer breiteren Öffentlichkeit, und damit nicht zuletzt auch ihre politische Legitimation, vor allem mit dem Hinweise auf eine Teilaufgabe des KSK, „deutsche Staatsbürger im Ausland aus den Fängen von Terroristen“ zu befreien, erfolgt sei; der eigentliche Umfang ihrer Aufgaben – „Ausschalten von Kommandozentralen und wichtigen Fernmeldeeinrichtungen in der Tiefe des gegnerischen Raumes sowie das Gewinnen strategisch und operativ wichtiger Nachrichten“, die „Abwehr terroristischer Bedrohung“, der „Kampf gegen subversive Kräfte“ und „verdeckte Operationen“ – sei dadurch nicht in vollem Maße öffentlich diskutiert worden.
Im April 1997 war das KSK einsatzbereit und demonstrierte bei der Heeresübung Schneller Adler 97 vom 1. bis 10. September 1997 auf dem Truppenübungsplatz Baumholder und dem Fliegerhorst Mendig die Einsatzfähigkeit vor den Augen der Öffentlichkeit. Insgesamt nahmen 1.600 Soldaten mit 20 Hubschraubern, 11 Transportflugzeugen und fast 500 Fahrzeugen an dem Manöver unter der Leitung des Kommandeuers des KLK, Generalmajor Volker Löw teil. Das Manöver sah die Befreiung von Geiseln aus Terroristenhand im Ausland (Annahme 1.200 km Entfernung, Einsatzland Baumholder) und Evakuierung deutscher Staatsbürger vor. Bundesverteidigungsminister Volker Rühe sah das Manöver in Mendig.
Im Rahmen der Operation Enduring Freedom waren von Dezember 2001 bis Oktober 2003 kontinuierlich bis zu 100 KSK-Soldaten in Afghanistan im Einsatz. Die Aufgaben bestanden in der Gewinnung von Schlüsselinformationen. Die Zeitschrift Stern veröffentlichte am 7. Juli 2005 einen Artikel über angebliche Einsätze und Missstände im KSK. Das Verteidigungsministerium (BMVg) nahm nicht Stellung zu den dort gemachten Behauptungen, mit dem Hinweis darauf, dass man grundsätzlich keine Angaben zu Operationen und internen Vorgängen in Spezialkräften der Bundeswehr mache.
Solchen Pressemeldungen ist zu entnehmen, dass bereits mehrere Mitglieder des KSK während des Einsatzes in Afghanistan den Tod gefunden haben. Dieser Artikel führte bereits zu straftatrelevanten Ermittlungen.
Nach Berichten der BBC waren die KSK-Kräfte auch an der umstrittenen Operation Anaconda im März 2002 aktiv beteiligt.: Letter from Berlin - Rob Broomby on Germany's emerging international role
Seit Mai 2005 wurden laut der Wochenzeitschrift Der Spiegel wieder KSK-Soldaten nach Afghanistan geschickt. Sie nahmen dort unterschiedliche Aufgaben wahr und halfen an verschiedenen Orten ein sicheres Umfeld zu schaffen. Genauere Details zu den Einsätzen sind nicht bekannt. Verschiedenen Medienberichten nach sind die Soldaten bereits wieder in Deutschland.
Inwieweit Strukturen der inneren und äußeren Sicherheit Synergieeffekte entwickeln dürfen, ist eine politische Entscheidung. Einsatztaktisch ist dies kaum umstritten, da wohl keine der deutschen Spezialeinheiten (Bundespolizei, Militär, Teile der Nachrichtendienste) für sich allein genommen in der Lage wäre, eine komplexere terroristische Lage zu beherrschen. In Deutschland, wie in den meisten Demokratien dieser Welt, hat allerdings die damit drohende Verwischung der Abgrenzung von Polizei und Streitkräften solche Bestrebungen ebenso verhindert wie ein direktes Vortragsrecht bei der politischen Führung.
| Name | Beginn der Berufung | Ende der Berufung |
|---|---|---|
| BrigGen Rainer Hartbrod | 2005 | |
| BrigGen Carl-Hubertus von Butler | 2003 | 2005 |
| BrigGen Reinhard Günzel | 2000 | 2003 |
| BrigGen Hans-Heinrich Dieter | 1998 | 2000 |
| BrigGen Fred Schulz | 1996 | 1998 |
| BrigGen Ralf Schuster | 1995 | 1996 |
Militärischer Verband (Bundeswehr) | Terrorismus | Spezialeinheit | Heer (Bundeswehr)
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