Kombucha.jpg Unter dem Namen Kombucha (gesprochen: Kombudscha) versteht man im Westen ein kalt getrunkenes Getränk, das durch Fermentierung von gesüßtem Tee, z. B. Grünem Tee, mit dem sogenannten Kombuchapilz hergestellt wird. Es handelt sich bei Kombucha nicht um eine Pilzart im üblichen Sinne, sondern um eine Symbiose verschiedener Hefen und säureproduzierender Bakterien: Saccharomyces ludwigii, S. apiculatus-Typen, Acetobacter xylinum und A. xylinoides. Die Hefen vermehren sich ausschließlich vegetativ durch Sprossung, sie bilden dabei eine weißliche, gallertartige Schicht an der Teeoberfläche, wobei sich obenauf immer wieder neue Schichten produzieren. Die Farbe kann in Abhängigkeit der verwendeten Teesorte von hellgrau über rosa bis dunkelbraun variieren. Einer der Bakterienstämme des Kombuchapilzes wird in einem innovativen Verfahren dazu benutzt, Maltose zu Gluconsäure zu fermentieren, wodurch die Herstellung von Bionade gelang.
Seine gesunde Wirkung wird angeblich seit Jahrhunderten genutzt. Es finden sich seit dem frühen 20. Jahrhundert Quellen über seine öffentliche Beachtung in Europa. Kombucha soll ursprünglich aus der chinesischen Küche stammen, angeblich wurde es sogar bereits während der Qin-Dynastie hergestellt. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass Kombucha in Wirklichkeit aus Osteuropa stammt, etwa aus Russland oder Polen, und eine Erfindung der frühen Neuzeit ist.
Der Name Kombucha kommt nach einer Erzählung daher, dass im 4. Jahrhundert n.Chr. ein koreanischer Arzt namens Kombu den japanischen Kaiser durch den Genuss des Teepilzgetränks von seinem Magenleiden heilte. Cha heißt Tee und Kombucha somit Tee des Kombu. Dies ist ein Erklärungsversuch zur Herkunft des Namens. Wahrscheinlicher ist jedoch, dass ein Algenteegetränk aus Riementang in Japan schon seit Jahrhunderten diesen Namen trägt - und dieses Teegetränk der Namensgeber für das bei uns gern getrunkene Teegetränk Kombucha ist.
Kombucha produziert verschiedene Stoffwechselprodukte, welche sich positiv auf das Wohlbefinden auswirken sollen, darunter Vitamine, Glucuronsäure, Milchsäuren und verschiedene Enzyme, die der Pilz an die Nährlösung abgibt. Daneben löst er u.a. verschiedene Spurenelemente wie Zink und Mangan, und produziert geringe Mengen Alkohol (ca. 0,1 - 1,5 %).
Darüber hinaus werden dem Kombuchagetränk eine ganze Reihe von Wirkungen nachgesagt, von denen die meisten bis heute nicht schulmedizinisch belegt sind. So soll es nach Hinweisen aus der Alternativmedizin bei der Entgiftung/Entschlackung des Körpers helfen, das Immunsystem stärken und sogar bei der Krebsbehandlung untersützend wirken können.
Der Ansatz ist ein Rest der letzten Produktion, den man zwischenzeitlich zusammen mit dem Pilz aufbewahrt.
Bitte nicht verwenden:
Das Gärgefäß wird nun mittels eines luftdurchlässigen Baumwolltuches abgedeckt. Bitte darauf achten, dass das Baumwolltuch mittels eines Gummis an der Öffnung des Gärgefäßes befestigt wird, da sonst Essigfliegen ein "leichtes Spiel" haben.
Nun ist das Kombuchagetränk fertig und kann abgefüllt werden. Den Kombuchapilz in sein "Ruhegefäß" geben und frisches Kombuchagetränk dazu geben (als Ansatz fürs nächste Mal zu verwenden). Das Kombuchagetränk wird idealerweise im Kühlschrank aufbewahrt. Den Verschluss dabei leicht offen lassen, da das Kombuchagetränk Kohlensäure freisetzt.
Spartipp: Möchte man größere Mengen Kombuchtee herstellen (Bsp. 4 Liter), so geht man wie folgt vor: Einfach nur 1 Liter Wasser kochen und ein Teekonzentrat herstellen (Tee für 4 Liter hinzugeben). Den Tee ziehen lassen. Tee und Teeblätter trennen, den gesamten Zucker (für 4 Liter) dazugeben. Anschließend mit den restlichen 3 Liter Wasser auffüllen. Dann weiter mit Schritt 5 ! So spart man bei der Herstellung Energie und Zeit.
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