Kombinatorik ist ein Teilgebiet der Mathematik, das sich mit der Bestimmung der
Für das Rechnen mit Wahrscheinlichkeiten auf der Basis des Wahrscheinlichkeitsbegriffs von Laplace bildet die Kombinatorik eine wichtige Grundlage.
Es gibt also 6·5·4·3·2·1 oder 6! = 720 Möglichkeiten, sechs unterscheidbare Objekte anzuordnen. Das Ausrufezeichen steht für "Fakultät" und wird auch so gelesen, also "Sechs Fakultät". Allgemein:
Wenn den Kandidaten feste Plätze zugeordnet werden, und man wissen möchte, wieviele Möglichkeiten existieren, so dass sich kein einziger Kandidat auf seinen vorgesehenen Platz setzt, berechnet man das über die Subfakultät !n. Bei den sechs Kandidaten sind das !6 = 265 Möglichkeiten.
Wenn die mögliche Zahl von Anordnungen von zwei Objekten einer ersten Klasse, drei Objekten einer zweiten Klasse und fünf Objekten einer dritten Klasse ermittelt werden soll, dann gibt es zunächst (2 + 3 + 5)! oder 3.628.800 mögliche Anordnungen. Weil aber Anordnungen nicht unterscheidbar sind, bei denen nur Objekte einer Klasse untereinander den Platz getauscht haben, weil also jeweils 2! · 3! · 5! oder 1.440 der möglichen Anordnungen gleich erscheinen, gibt es nur 3.628.800/1.440 oder 2.520 unterscheidbare Anordnungen dieser Elemente. Allgemein:
Möglichkeiten. Dies wird auch als fallende Faktorielle dargestellt.
Mengendarstellung: Die Menge ist die Menge aller Variationen ohne Wiederholung von n Dingen zur Klasse k (für ). Sie heißt auch Menge aller Permutationen ohne Wiederholung von n Dingen zur Klasse k. Sie hat die oben angegebene Anzahl von Elementen.
Anmerkung: Ein wissenschaftlicher Taschenrechner erspart hierbei durch die Funktion(staste) "nPr" viel Tipparbeit: i.d.R. Eingabe n-Wert, Taste "nPr", Eingabe k-Wert, Taste "=". Außerdem führen Fakultäten von großen Zahlen zum Überlauf, zum Beispiel 300P3=26730600 lässt sich kaum mit der Fakultät berechnen.
Mengendarstellung: Die Menge ist die Menge aller Variationen mit Wiederholung von n Dingen zur Klasse k (für ). Sie heißt auch Menge aller Permutationen mit Wiederholung von n Dingen zur Klasse k. Sie hat die oben angegebene Anzahl von Elementen.
Wenn also aus 3 Objekten 11 mal mit Zurücklegen gezogen wird, dann sind 311 = 177.147 verschiedene Auswahlen möglich.
Beispiele:
i) Aus der Genetik mag die Anzahl möglicher 3er Tupel (Codons) bei 4 verschiedenen Nukleotidbasen dienen: 43 = 64; die tatsächliche Anzahl kodierter Aminosäuren ist geringer (22 (plus Start- und Stopcodons)), da der genetische Code degeneriert ist.
ii) Beispiel Zahlenschloss: Bei einem Zahlenschloss mit 3 Ringen und je 10 Ziffern gibt es 103 = 1000 verschiedene Kombinationen.
iii) Beispiel aus Digitaltechnik: Eine Binärzahl kennt 2 Zustände (0 und 1). Mit einer Reihenfolge von x Zahlen können 2x verschiedene Variationen entstehen. yyyy -> 24 = 16 verschiedene Möglichkeiten.
Dieses Auswahlproblem kann auf die Ermittlung aller Anordnungen zurückgeführt werden, bei denen die ausgewählten Objekte auf den ersten Plätzen landen, wobei es weder bei den ausgewählten noch bei den nicht ausgewählten Objekten auf die Reihenfolge ankommt.
Wenn aus n Objekten k ohne Zurücklegen und ohne Beachtung der Reihenfolge ausgewählt werden sollen, so gibt es jeweils die Klasse der k ausgewählten Objekte und die Klasse der (n-k) nicht ausgewählten Objekte, in der es auf die Reihenfolge nicht ankommt. Dabei sind k und n-k in der Formel austauschbar, da man die n Objekte in zwei Teilmengen teilt, welche davon die interessierende ist, ist für die Anzahl der möglichen Aufteilungen nicht entscheidend.
Dieser häufig benötigte Ausdruck wird als Binomialkoeffizient bezeichnet.
Mengendarstellung: Die Menge ist die Menge aller Kombinationen ohne Wiederholung von n Dingen zur Klasse k (für ). Sie hat die oben angegebene Anzahl von Elementen.
Beispiel: Wenn aus 49 Objekten nun 6 ohne Zurücklegen und ohne Beachtung der Reihenfolge ausgewählt werden sollen, wie dies zum Beispiel bei der Ziehung der Lottozahlen der Fall ist, so gibt es 13.983.816 mögliche Auswahlen.
Ein wissenschaftlicher Taschenrechner erspart hierbei durch die Funktion(staste) "nCr" viel Tipparbeit: i.d.R. Eingabe n-Wert, Taste "nCr", Eingabe k-Wert, Taste "=".
Mengendarstellung: Die Menge ist die Menge aller Kombinationen mit Wiederholung von n Dingen zur Klasse k (für ). Sie hat die oben angegebene Anzahl von Elementen.
(1) Eine Anwendung davon ist das Gummibärchen-Orakel. Dort wählt man k=5 Bärchen von n=5 Elementen aus (5 Farben). Demnach gibt es = = 126 verschiedene Kombinationen.
(2) Eine weitere Anwendung ist das Ziehen von k=4 Kugeln, die nach jeder Ziehung zurückgelegt werden, aus einem Topf mit n=10 unterschiedlichen Kugeln. Wenn man die Reihenfolge der Ziehungen nicht beachtet, so gibt es = = 715 verschiedene Kombinationen.
| Variation (Mit Beachtung der Reihenfolge) | Kombination (Ohne Beachtung der Reihenfolge) | Permutation | |
|---|---|---|---|
| mit Wiederholung (Mit Zurücklegen) Binomialverteilung | |||
| ohne Wiederholung (Ohne Zurücklegen) Hypergeometrische Verteilung |
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