Im Kombinat VEB Sternradio Berlin als Dachorganisation wurde die Rundfunkgeräte Fabrikation der DDR zentral gelenkt. Dem Kombinat gehörten im Laufe der Zeit unterschiedliche Werke an. Um 1970 bis zum Ende der DDR insgesamt vier, die die gesamte Produktion von Rundfunk-Empfängern bewältigte. Die wichitigsten Werke waren
- VEB Sternradio Berlin
- VEB Sternradio Sonneberg
- VEB Sternradio Rochlitz
- VEB Stern-Radio Stassfurt
Von 1949 bis 1951 nannte sich auch der VEB Fernmeldetechnik Leipzig Sternradio Leipzig, auch dort wurden bis 1951 Rundfunkempfänger hergestellt. Später gehörten dem Kombinat weiter Fertigungsstätten an, wie Hersteller von Schallplattenspielern, z.B. der VEB Elektroakustik Leipzig
Firmengeschichte
VEB Sternradio Sonneberg
- 1945 wurde in Sonneberg in Thüringen die Firma Elektro-Apparatewerk Köppelsdorf (EAK) unter russischer Leitung gegründet. Gebildet wurde die Firma durch die Verlagerung von Waren und Betriebseinrichtungen eines lettischen Elektrotechnik Betriebes, der Vlasts Elektrotechnika Fabrika (VEF), die 1944 unter der Leitung von AEG-Telefunken hauptsächlich militärische Funktechnik produziert hatte. Im Herbst 1945 wurden mit der Wehrmachtsröhre RV12 P2000 die ersten Radios produziert.
- 1946 begann die Serienproduktion des ersten Radios, Modell 47/3.
- 1950 wurde der Super Modell 46/50 zum Erfolgsmodell der Firma. Es gab ihn *im Bakelitgehäuse und in Holzausführung.
- 1952 wurde die Leitung des Betriebes der DDR überlassen. Es entstand der Name VEB Stern-Radio Sonneberg
- 1959 Das erste DDR-Transistor Taschenradio "Sternchen" wird in Sonneberg entwickelt und produziert. Ab 1961 werden die "Sternchen" auch im Berliner Werk hergestellt.
- 1965 werden nur noch volltransistorisierte Geräte entwickelt und gefertigt.
- 1968 verlässt der erste Stereo-Empfänger das Werk.
- 1982 ist der Betrieb Stern-Radio Sonneberg größter Hersteller von Radiogeräten in der ehemaligen DDR. Es werden auch Chassis für andere Hersteller gefertigt. Der Export der Geräte erfolgt aber nur in östliche Länder.
- 1990 Nach der Wiedervereinigung wird das Werk schnell abgewickelt und geht in die Liquidation.
DDR