Kielmeyerhaus.jpg]] Der Begriff Kolonialwaren bezeichnet überseeische Erzeugnisse und Rohstoffe, insbesondere Zucker, Kaffee, Tabak, Reis, Kakao, Gewürze und Tee. Im Bereich der historischen Forschung ist der Begriff heute nicht mehr gebräuchlich; stattdessen wird zumeist die Bezeichnung Außereuropäische Güter verwendet.
Um die Abhängigkeit der Kolonialwaren produzierenden Menschen von den schwankenden Weltmarktpreisen zu überwinden, werden seit einigen Jahren Fair Trade-Siegel (siehe auch fairer Handel) an ökologisch und/oder sozial gerecht produzierte Waren vergeben.
In kleineren Städten, vor dem Siegeszug der Supermarktketten, prägten zahlreiche Kolonialwarenläden das Stadtbild. Diese boten im Prinzip auch alle Grundnahrungsmittel an, unabhängig von ihrer tatsächlichen Herkunft. Daneben auch Seife, Waschmittel und anderen Haushaltsbedarf. Je nach Kundenkreis waren diese Tante-Emma-Läden entweder beinahe echte Gemischtwarenläden – eher in der ländlicher Umgebung oder in den Vororten und Arbeiterquartieren – während in den Stadtzentren die Kolonialwarenläden gerne als Delikatessenhändler auftraten. Heute sind Kolonialwarengeschäfte fast ganz aus der städtischen Landschaft verschwunden, die wenigen verbliebenen Anbieter, die noch bewusst und gezielt mit dem Begriff Kolonialwaren um die Kunden werben sind meistens gesuchte Spezialisten, die auf eine lange Familientradition zurückblicken können.
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