Das Kolleg St. Benedikt ist das Studienhaus der deutschsprachigen Benediktiner in Salzburg.
Geschichte
In Erinnerung an die Benediktineruniversität in Salzburg bemühte sich der
Erzabt des
Stiftes St. Peter in Salzburg, Petrus Klotz, um eine Katholische
Universität.
1926 führte dies zur Gründung des Studienkollegs der Benediktiner, dem Kolleg St. Benedikt. Diese Leistung, die dann in weiterer Folge zur Wiederbegründung der
Universität Salzburg führen sollte, wurde durch die Erhebung des
Stiftes
St. Peter zur
Erzabtei 1927 gewürdigt.
1938/39 mussten die
Kleriker das Haus verlassen. Der Studienbetrieb wurde in das
Stift Seitenstetten verlegt, jedoch wegen Personalproblemen
1941 eingestellt. Erst
1946 konnte der Studienbetrieb wieder aufgenommen werden.
Das Gebäude
Das Gebäude des Kollegs wurde in den Jahren 1925/26 nach den Plänen von Prof.
Peter Behrens,
Berlin, in der Formensprache der zwanziger Jahre errichtet. Die Fresken an der Außenseite des Hauses stammen von
Anton Faistauer und stellen den "Gnadenstuhl der
Dreifaltigkeit" und das "
Gnadenbild von
Maria Plain" dar.
Interessant ist das
Foyer, in welchem ein überlebensgroßes
Kruzifix aus Lindenholz des Künstlers Jakob Adlhardt angebracht ist. Es erregte
1925, zur Zeit der Entstehung, großes Aufsehen. Die gewaltige Balkendecke zieren
Wappen der in der damaligen "Salzburger Conföderation" zusammengeschlossenen
Abteien
Deutschlands, der
Schweiz und
Österreichs, sowie die
Wappen und Namenszüge von
Förderern. Das Foyer kann bei Voranmeldung besichtigt werden.
Gegenwart
Heute dient das Kolleg St. Benedikt dem deutschsprachigen Ordensnachwuchs als Wohnhaus, während sie das Studium der Theologie, bzw. ergänzend mit anderen Studienrichtungen, an der
Paris-Lodron-Universität absolvieren. Auch
Benediktiner aus anderern Ländern
Europas nehmen das Kolleg in Anspruch. Seit einigen Jahren besteht für Studenten anderer Studienrichtungen die Möglichkeit, im Kolleg zu wohnen. Ein beschränkter Gästebetrieb wure ebenfalls eingerichtet.
Weblinks
Benediktiner