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Ein Kolk (auch Strudelloch oder Strudeltopf genannt) ist eine spezielle Erosionserscheinung. Sie stellt sich dar durch eine Vertiefung in der Fließgewässersohle, auch in Festgestein. Kolke entstehen durch Fluvialdynamik in einem Wasserlauf, wobei das Bodensubstrat durch erhöhte Fließgeschwindigkeit des Wassers, etwa an Buhnenköpfen, weggeschwemmt wird. Das von fließendem Wasser in strudelnde Bewegung versetzte Gesteinsmaterial bildet trichter- oder kesselförmige Vertiefungen.

Ferner wird als Kolk eine inmitten eines Regenmoores oder Kesselmoores liegende Wasseransammlung bezeichnet, die auch Moorauge genannt wird. Ihre Ufervegetation unterscheidet sich von anderen Strukturen des Moores und ist auf einer mehr oder weniger mächtigen Torfschicht entstanden.

Kolk ist weiterhin ein gebräuchlicher Ausdruck für die hinter alten Deichen anzutreffende, oft schon Jahrhunderte bestehende Wasserlöcher. Sie sind auf einen früheren Deichbruch zurückzuführen. Das einbrechende Wasser hatte tiefe und großflächige Löcher gespült, die in früheren Zeiten wegen des hohen Aufwandes nicht aufgefüllt wurden. Neue Deichstücke wurden mitunter um die neu entstandenen Kolke herumgeführt. Andere Bezeichnungen dafür sind Brack oder Wehle. Auch durch eine Unter- oder eine Überspülung des Deiches bei Überflutung kann durch die Wasserkräfte soviel Boden abgetragen werden, dass eine Auskolkung entsteht.

Regional wird auch der Begriff Kulk als Begriff für kleine Seen oder Wasseransammlungen verwendet.

Quellen


  • M.Succow & Jeschke, M. (1990): Moore in der Landschaft: Entstehung, Haushalt, Lebewelt, Verbreitung, Nutzung und Erhaltung der Moore, 1. Auflage, Thun, Frankfurt/Main. ISBN 3-87144-954-7

Geologie

Kolk

 

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