| Kokospalme | ||||||||||||
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| Kokospalme.jpg | ||||||||||||
| : | Einkeimblättrige (Liliopsida) |
| : | Commelinaähnliche (Commelinidae) |
| : | Palmenartige (Arecales) |
| : | Palmengewächse (Arecaceae) |
| : | Kokospalmen (Cocos) |
| : | Kokospalme |
Kokosnüsse können weite Strecken über das Meer getrieben werden und, wieder an Land gespült, Wurzeln schlagen. Es gibt Berichte darüber, dass einzelne Kokosnüsse sogar Skandinavien erreicht haben. Einige weit übers Meer getriebene Kokosnüsse waren angeblich danach noch keimfähig. Die Frucht ist aber im Salzwasser nicht unbegrenzt keimfähig. Eine Ausbreitung der Art über Südostasien und Indien hinaus erfolgte wohl großteils durch den Menschen. Schon die polynesischen Seefahrer brachten Kokosnüsse und ihre anderen Nahrungspflanzen bei der Besiedelung der pazifischen Inseln mit. Den amerikanischen Kontinent erreichte die Kokospalme sehr spät. Es ist nicht sicher, ob sie vor dem Eintreffen von Europäern überhaupt schon Amerika erreicht hatte. Möglich ist, dass sie in den tropischen Zonen der Pazifikküste damals schon vorgekommen ist, wobei nicht klar ist, ob sie das Gebiet selbst erreicht hat oder vielleicht auch von polynesischen Seefahrern hierher gebracht wurde. Das heute weite Vorkommen an den Küsten Mittel- und Südamerikas wie auch an den afrikanischen Küsten geht darauf zurück, dass sie von Menschen als Nutzpflanze kultiviert wird.
Die Blätter werden zu Besen zusammengebunden oder als Dacheindeckung genutzt. Werden die Fasern geschlagen und lang gezogen, lassen sich Stricke und Seile daraus fertigen, die stabil sind, aber leicht verfaulen.
Sie wird als grüne, relativ unreife, dreieckige, etwas mehr als kopfgroße Frucht geerntet. Die eigentliche Nuss ist umhüllt von einer dicken Schicht von Fasern und einer harten äußeren Schale. Vor dem Export werden diese äußeren Schichten entfernt, um Transportplatz zu sparen.
Die Ernte erfolgt in Asien auch mit Hilfe dressierter Makaken-Affen, die auf die Bäume klettern und über Zurufe dazu gebracht werden, die Nuss so lange um ihre eigene Achse zu drehen, bis sie vom Baum fällt. Die Affen haben eine enge Beziehung zu ihrem Besitzer. Ihre Dressur ist schwierig, da nicht nur das Drehen der Nuss erlernt werden muss, sondern auch Körperbewegung nach Zurufen, die es dem Besitzer ermöglichen, den angeseilten Affen im Gewirr der Äste so zu dirigieren, dass er sich nicht verfängt und oben auf seine Rettung warten muss. Passiert dies, verliert der Affe das Interesse an der Nussernte, die für ihn eine Art Spiel ist. Gute Ernteaffen stellen für die dortige Bevölkerung einen erheblichen Wert dar, der mit dem Besitz eines Arbeitselefanten vergleichbar ist. Die verspielten Tiere kosten weniger Unterhalt, bedürfen aber ständiger Beschäftigung und werden deshalb in häuslicher Umgebung gehalten, spielen mit den Kindern und essen als Familienmitglied. Sie können auch nicht an jeden verkauft werden, da sie nicht mehr arbeiten, wenn sie mit ihrem neuen Besitzer nicht klar kommen.
Kokosnüsse reifen nach der Ernte nicht nach, sie zählen zu den nichtklimakterischen Früchten.
Das überwiegend gesättigte Kokosöl ist reich an Capryl-, Laurin- und Myristinsäuren. Es wird für die Margarinen- und Süßwarenherstellung sowie als Milchprodukt-Substitut in der Lebensmittelindustrie verwendet und eignet sich hervorragend zum Kochen, Braten und Backen
Umgangssprachlich bekannt ist Kokosfett auch unter dem Markennamen Palmin.
Kokosöl wird auch aufgrund seiner hautpflegenden Eigenschaften zur Herstellung von Kosmetika verwendet, beispielsweise als Körperöl oder als Bestandteil in Seifen, Shampoos, Sonnenschutzmitteln und Cremes.
In der gegenwärtigen Zeit auf der ständigen Suche nach alternativen Energieträgern gegenüber dem Erdöl und anderen fossilen Energieträgern rücken jegliche Pflanzenöle, somit auch das Kokosöl, zunehmend in den Vordergrund des Interesses. Genauso wie jedes andere Pflanzenöl auch läßt sich Kokosöl in einem chemischen Prozess umestern und zumindest als Beimischung zum Dieseltreibstoff (1%) verwenden. Besonders auf den Philippinen wird Biodiesel aus Kokosöl in Form von Kokosnuss-Methylester bereits in großem Maße produziert.
Eine Verwendungsmöglichkeit besteht auch als natürliche physiologische Lösung. Da es weitgehend steril ist, wird es unter entsprechenden Notfallbedingungen (drohender Tod) in den Tropen erfolgreich bei starkem Blutverlust oder, wenn ein Patient nicht schlucken kann, als Blutserumersatz wie sterile Kochsalzlösung direkt in eine Vene injiziert. Kokoswasser wird auch erfolgreich von Durchfallpatienten getrunken, da es leicht resorbiert wird.
| 100g Kokosnuss enthalten: | % Tagesbedarf eines Erwachsenen | |||||||||||
| kcal | kJoule | Wasser | Fett | Kalium | Calcium | Magnesium | Vitamin C | Kalium | Calcium | Magnesium | Vitamin C | |
| 358-363 | 1498 | 45 g | 36,5 | 379 mg | 20 mg | 39 mg | 2 mg | 19% | 2% | 13% | 3% |
Palmengewächse | Obst | Öl und Fett
Cocoter | Kokos | Coconut | Kokoso | Cocos nucifera | نارگیل | Kookospalmu | Cocotier | Coco | קוקוס | Kelapa | Cocos nucifera | ココナッツ | Riešutinė kokospalmė | Pokok Kelapa | Kokospalm | Palma kokosowa | Coqueiro | Кокосовая пальма | Kalapa | Kokosnöt | Dừa | 椰子 | Iâ-á
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