Kōichi Tōhei (jap. 藤平光一, Tōhei Kōichi; * 1920 in Tokio) ist der einzige lebende Träger eines 10. Dan im Aikidō.
Er traf 1939 Morihei Ueshiba und begann mit dem Aikidō. Er war einer der Lieblingsschüler Ueshibas, und wurde - in den Jahren, bevor er von Ueshiba Morihei, zwecks Verbreitung des Aikidō ins Ausland gesandt wurde - Cheftrainer (technical chief instructor) im sog. Hombu Dojo, allgemein bezeichnet als Aikikai.
Vom Gründer bekam er die bis dahin höchste Auszeichnung - den 9. DAN - verliehen.
Wegen Differenzen mit Kisshomaru Ueshiba, dem Sohn und Nachfolger des Aikidō-Begründers, verließ er 1971 den Aikikai und gründete den eigenen Verband Ki no Kenkyūkai.
Erst nach dem Tod des Gründers wurde ihm - als Anerkennung seiner Arbeit - vom Hombu-Dojo der 10. DAN (der höchst mögliche technische Meister-Grad) anerkannt.
Die von ihm begründete Stilrichtung des Aikido nennt sich Shin-Shin-Tōitsu-Aikidō - "Aikido in Einheit von Körper und Geist"; häufig wird es auch als Ki-Aikidō bezeichnet.
Zusätzlich zur Kampfkunst entwickelte er das Shin Shin Tōitsu Dō (Ki-Training) und eine ans Shiatsu angelehnte Therapieform, Kiatsu.
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