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| Allgemein
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| Name, Symbol, Ordnungszahl
| Kohlenstoff, C, 6
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| Serie
| Nichtmetalle (Kohlenstoff-Gruppe)
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| Gruppe, Periode, Block
| 14 (IVA), 2, p
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| Aussehen
| schwarz (Graphit) farblos (Diamant)
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| Massenanteil an der Erdhülle
| 0,09 %
| -
| Atomar
| -
| Atommasse
| 12,0107 u
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| Atomradius (berechnet)
| 70 (67) pm
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| Kovalenter Radius
| 77 pm
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| Van-der-Waals-Radius
| 170 pm
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| Elektronenkonfiguration
| href="http://articles.gourt.com/de/Helium">He2s22p2
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| Elektronen pro Energieniveau
| 2, 4
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| Austrittsarbeit
| 4,81 eV
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| 1. Ionisierungsenergie | 1086,5 kJ⁄mol
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| 2. Ionisierungsenergie | 2352,6 kJ⁄mol
| -
| 3. Ionisierungsenergie | 4620,5 kJ⁄mol
| -
| 4. Ionisierungsenergie | 6222,7 kJ⁄mol
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| 5. Ionisierungsenergie | 37831 kJ⁄mol
| -
| 6. Ionisierungsenergie | 47277,0 kJ⁄mol
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| Physikalisch
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| Aggregatzustand (Magnetismus)
| fest (unmagnetisch)
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| Kristallstruktur
| hexagonal (Graphit) kubisch (Diamant)
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| Dichte (Mohshärte)
| 2250 kg⁄m3 (0,5) Graphit, 3510 kg⁄m3 (10,0) Diamant
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| Schmelzpunkt
| ca. 4300-4700 K bei einem Druck von ca.100000 bar (Tripelpunkt Diamant/Graphit/Flüssigkeit)
| -
| Siedepunkt
| ca. 4300-4700 K bei einem Druck von ca. 100 bar (Tripelpunkt Graphit/Flüssigkeit/Dampf)
| -
| Molares Volumen
| 5,29 · 10−6 m3⁄mol
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| Verdampfungswärme
| 715 kJ⁄mol (sublimiert);
| -
| Schmelzwärme
| k. A. (sublimiert) bei Normaldruck
| -
| Dampfdruck
| 1 Pa bei 2710 K
| -
| Schallgeschwindigkeit
| 18350 m⁄s (Diamant)
| -
| Spezifische Wärmekapazität
| 715 J⁄(kg · K) (Graphit) 472 J⁄(kg · K) (Diamant)
| -
| Elektrische Leitfähigkeit
| 3 · 106 S⁄m (Graphit, innerhalb der Schicht) 0,0005 · 106 S⁄m (Graphit, senkrecht zur Schicht) 1 · 10−4 S⁄m (Diamant)
| -
| Wärmeleitfähigkeit
| 119–165 W⁄(m · K) (Graphit) 900–1300 W⁄(m · K) (Diamant)
| -
| Chemisch
| -
| Oxidationszustände
| 2, 4
| -
| Hydride und Oxide (Basizität)
| (leicht sauer)
| -
| Elektronegativität
| 2,55 (Pauling-Skala)
| -
| Isotope
| -
|
| | Isotop
| NH
| t1/2
| ZM
| ZE MeV
| ZP
| -
| 10C
| {syn.}
| 19,255 s
| ε
| 3,648
| 10B
| -
| 11C
| {syn.}
| 20,39 min
| ε
| 1,982
| 11B
| -
| 12C | 98,9 %
| C ist stabil mit 6 Neutronen
| -
| 13C | 1,1 %
| C ist stabil mit 7 Neutronen
| -
| 14C
| in Spuren
| 5730 a
| β−
| 0,156
| 14N
| -
| 15C
| {syn.}
| 2,449 s
| β−
| 9,772
| 15N
| -
| 16C
| {syn.}
| 0,747 s
| β−
| 8,012
| 16N
|
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| -
| NMR-Eigenschaften
| -
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|
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| Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Kohlenstoff (von lat. carbo „Holzkohle“ und lat. carbonium „Kohlenstoff“) ist ein chemisches Element der 4. Hauptgruppe. Es kommt in der Natur sowohl in gediegener Form als auch chemisch gebunden vor. Aufgrund seiner besonderen Elektronenkonfiguration (halbgefüllte L-Schale) besitzt es die Fähigkeit zur Bildung von komplexen Molekülen und weist von allen chemischen Elementen die größte Vielfalt an chemischen Verbindungen auf. Kohlenstoffverbindungen bilden die molekulare Grundlage allen irdischen Lebens.
Modifikationen des Kohlenstoffs
Elementarer Kohlenstoff ist
nichtmetallisch und kommt in mehreren
allotropen Modifikationen vor:
Diamant,
Graphit und
Fullerene. Makroskopisch sind die Eigenschaften nahezu
diametral.
Graphit ist ein guter elektrischer Leiter von tiefschwarzer Farbe. Dabei ist die Leitfähigkeit anisotrop: sehr gut entlang der Kristallebenen und schlecht senkrecht zu den Ebenen. Er ist leicht spaltbar und dient als Schmiermittel. Diamant hingegen ist ein sehr guter Isolator und transparent. Außerdem ist Diamant das härteste bekannte Material und wird als Schleifmittel eingesetzt. Alle Werkstoffe auf Kohlenstoff-Basis lassen sich auf diese beiden Grundtypen zurückführen (siehe unten).
Atommodell des Kohlenstoffs
Das Modell der Atom- und Molekül
orbitale veranschaulicht, wie es zu der unterschiedlichen Ausprägung der Erscheinungsformen des Kohlenstoffs kommt.
Kohlenstoff besitzt sechs Elektronen. Nach dem Schalenmodell besetzen zwei Elektronen die innere 1s-Schale. Das 2s-Niveau der zweiten Schale nimmt ebenfalls zwei Elektronen auf, zwei weitere das 2px- und 2py- Niveau. Nur die vier äußeren Elektronen der zweiten Schale treten chemisch in Erscheinung.
Die Aufenthaltswahrscheinlichkeit der Elektronen in einem s-Niveau ist kugelförmig. In einem p-Niveau ist sie anisotrop. Die Elektronen bevölkern einen tropfenförmigen Raum, jeweils einen Tropfen links und rechts vom Zentrum entlang der x-Achse, wenn man sich das Atom im Zentrum eines kartesischen Koordinatensystem platziert vorstellt. Senkrecht dazu stehen das py- und pz-Orbital.
Diamant (sp3) Struktur
Sp3-Orbital.png
Das
2s-Niveau kann mit den 3
2p Niveaus
hybridisieren und 4 energetisch gleichwertige
sp3-Orbitale bilden. Diese Orbitale besitzen eine langgestreckte, asymmetrische Tropfenform. Waren die Formen der
p-Orbitale spiegelsymmetrisch zum Mittelpunkt angeordnet, erscheinen sie jetzt keulenartig in eine Richtung verlängert. Das Bild veranschaulicht die Hauptkeulen, die Nebenkeulen wurden der Übersichtlichkeit wegen fortgelassen. Die vier
sp3-Orbitale sind, mit größtmöglichem Abstand zueinander symmetrisch im Raum orientiert, sie zeigen in die Ecken eines gedachten
Tetraeders.
Überlappen sich die sp3-Orbitale von Atomen, können sie feste kovalente Bindungen bilden, die dann die tetraedrische Struktur widerspiegeln. Sie bilden das Grundgerüst des Diamantgitters (siehe Kristallstruktur dort.)
Graphit (sp2) Struktur
Sp2-Orbital.png
Sind nur 2 der 3
p-Orbitale an der Hybridisierung beteiligt, entstehen die sog.
sp2-Orbitale. Die
sp2- Orbitale richten sich senkrecht zum übriggebliebenen
p-Orbital aus. Steht beispielsweise das
p-Orbital senkrecht auf der x-y-Ebene, liegen die
sp2- Orbitale symmetrisch in der x-y-Ebene. Sie haben den gleichen Winkel von 120°
zueinander. Das Bild links veranschaulicht die Situation. Das unhybridisierte
p-Orbital ist der Übersichtlichkeit wegen weggelassen.
sp2-Kohlenstoff-Atome können miteinander kovalente Bindungen bilden, die dann in einer Ebene liegen. Ihre Struktur ist hexagonal, d.i. die Grundstruktur der Planarebenen des Graphits (siehe Kristallgitterstruktur dort). Die übriggebliebenen p-Orbitale wechselwirken ebenfalls untereinander. Sie formen die pi-Bindungen mit deutlich geringeren
Bindungsenergien als die sigma-Bindungen der sp2 beziehungsweise sp3-Orbitale.
Chemisch sprechen wir von einer Doppelbindung. Die Schreibweise C=C vernachlässigt den unterschiedlichen Charakter beider Bindungen.
Die Bindungsenergie der diamantartigen tetraedrischen sp3-Einfachbindung 'C-C' liegt bei 350 kJ/mol, die der graphitartigen hexagonalen sp2-Doppelbindung C=C nur um 260 kJ/mol höher.
In einem Kohlenstoff-Ring mit sechs Kohlenstoff-Atomen stabilisiert sich die pi-Bindung
durch Delokalisierung der Elektronen innerhalb des Rings (mehr dazu siehe Benzol).
Dreifach (sp1) Bindung
Wenn nur ein
p-Orbital mit dem
s-Orbital hybridisiert, ergeben sich zwei linear angeordnete Bindungskeulen. Orientieren wir sie entlang der x-Achse, zeigen die verbliebenen
p-Orbitale in y- und z-Richtung. Zwei sp-hybridisierte Atome können eine Kohlenstoff-Dreifachbindung formen. Ein Beispiel ist das Gas
Ethin (Acetylen)
HC ≡ CH. Während sp3-Bindungen dreidimendionale Strukturen formen und sp2 zweidimensionale, bilden sp1-Bindungen höchstens eindimensionale Ketten, wie zum Beispiel H-C≡C-C≡C-H.
Erscheinungsformen des Kohlenstoffs
Elementarer Kohlenstoff existiert in drei
Modifikationen, basierend auf den Bindungsstrukturen
sp3 und
sp2:
Diamant, Graphit und Fulleren.
Neben diesen drei Modifikationen gibt es weitere unterschiedliche Formen elementaren Kohlenstoffs.
Modifikationen
Diamant
Siehe auch:
Diamant
Die
sp3-kovalent tetragonal gebundenen Kohlenstoff-Atome besitzen keine freien Elektronen. Das Material ist ein Isolator mit einer
Bandlücke von 5,45 eV, der sichtbares Licht nicht absorbiert.
Zugabe von Fremdatomen erzeugt Zustände in der Bandlücke und verändert somit die elektrischen und optischen Eigenschaften. So ist der gelbliche Ton vieler natürlicher Diamanten auf Stickstoff zurückzuführen, während mit Bor dotierte Diamanten bläulich aussehen und halbleitend sind. Der Diamant wandelt sich unter Luftabschluß bei hohen Temperaturen in Graphit um. Er verbrennt bereits bei umgefähr 700-800°C zu Kohlendioxid.
Diamant gilt unter Normalbedingungen (1 bar, 25°C) gemeinhin als die
metastabile Form des Kohlenstoffes. Aufgrund neuerer Forschung ist dies aber nicht mehr sicher, weil
- die thermodynamische Stabilität zu niedrigen P-T-Bedingungen lediglich extrapoliert ist,
- bei Gleichgewichtsuntersuchungen der Einfluss der Umgebung -geringe Spuren von Verunreinigungen, die unterhalb der heutigen Detektionsgrenze liegen, können bereits drastische Auswirkungen auf die Gleichgewichtslage einer Reaktion haben- nicht berücksichtigt wurde/wird (s.h. Carpenter, M.A: Thermodynamics of phase transitions in minerals: a macroscopic approach, in: Stability of Minerals, Chapman & Hall London, 1992 oder Salje, E.: Phase transitions in ferroelastic and coelastic Crystals, Cambridge University Press, Cambridge 1990)) und schließlich
- Experimente chinesischer Wissenschaftler zeigen, dass in einer hydrothermalen Reaktion zwischen metallischem Natrium und Magnesiumcarbonat Kohlenstoff und Diamant stabil nebeneinander koexistieren.
Lonsdaleit, auch hexagonaler Diamant bezeichnet, ist eine sehr seltene Modifikation des Diamanten.
Graphit
Siehe auch:
Graphit
Die
sp2-kovalent hexagonal gebundenen Kohlenstoff-Atome formen hochfeste Ebenen. Die Ebenen untereinander sind nur locker über
Van-der-Waals-Kräfte gebunden. Makroskopisch dominiert die Spaltbarkeit entlang der Planarebenen. Da die Ebenen so dünn sind, tritt ihre außerordentliche Festigkeit bei Graphit nicht in Erscheinung.
Wegen dieser Struktur verhält sich Graphit sehr anisotrop: Entlang der Kristallebenen ist Graphit thermisch und elektrisch sehr leitfähig, die Leitung von Wärme oder Ladungen von Kristallebene zu Kristallebene ist dagegen
relativ schlecht.
Fullerene
Siehe auch:
Fulleren
Eine
hexagonale Struktur ist planar. Ersetzt man einige Sechsecke durch Fünfecke, entsteht eine räumliche Struktur, die der
Fullerene. Die
sp2-Bindungen liegen nicht mehr in einer Ebene, sondern bilden ein räumlich geschlossenes Gebilde. Die kleinste mögliche Struktur erfordert 60
Kohlenstoff-Atome und gleicht im Aufbau einem
Fußball. Die Molekülkugeln untereinander binden sich über eine schwache
Van-der-Waals-Wechselwirkung, genauso wie beim Graphit die Basalebenen.
Die aus 60 bzw. 70 Atomen bestehenden Formen lassen sich isolieren und kristallisieren und können daher als Modifikation(en) gelten. Fullerene kommen zum Beispiel in rußenden Kerzenflammen vor.
Weitere Formen des Kohlenstoffs
Graphen
Als Graphen bezeichnet man eine monoatomare Schicht von Kohlenstoff, die einer Basalebene entspricht. Wie bei
Alkenen verweist die Endung
en auf ungesättigte Doppelbindungen in den Kohlenstoff-Ringen (Betonung: Graph-én). Man versucht, Monolagen in makroskopischer Ausdehnung herzustellen, um die hohe Anisotropie der elektrischen Eigenschaften entlang und senkrecht zur Ebene für die Herstellung neuartiger Halbleiter zu nutzen.
Streng genommen kann man Graphen nicht als Modifikation bezeichnen, da es sich praktisch um einen zweidimensionalen Kristall handelt.
Kohlenstoffnanoröhren
Siehe auch:
Kohlenstoffnanoröhre
Eine weitere Form von Kohlenstoff sind zylindrisch angeordnete,
sp2-gebundene Kohlenstoffatome. Ihre Geometrie entsteht aus einer planaren Schicht Graphit, die zu einem Zylinder aufgerollt wird. Die entstandene Röhre kann zusätzlich noch verdreht sein, wodurch sich die elektrischen Eigenschaften ändern. Es können mehrere einwandige Röhren konzentrisch ineinander liegen, so dass man von multiwalled carbon nanotubes (MWCNT) spricht, im Gegensatz zu single-walled carbon nanotubes (SWCNT).
Kohlenstoffnanoschaum
Kohlenstoffnanoschaum ist eine zufällig orientierte, netzartige Anordnung von Kohlenstoff-Clustern, ähnlich der von Glaskohlenstoff, nur mit deutlich größeren Hohlräumen. Ihr durchschnittlicher Durchmesser liegt bei sechs bis neun
Nanometern. Technisch gesprochen ist Kohlenstoffnanoschaum ein
Aerogel mit einer Dichte von 0.2–1.0
Gramm⁄
Kubikzentimeter. Teilweise werden noch niedrigere Dichten mit ungewöhnlichen magnetischen Eigenschaften beschrieben
(siehe
Kohlenstoff).
Kohlenstoff-Fasern
Siehe auch:
Kohlenstofffaser
Kohlenstoff-Fasern bestehen aus graphitartig sp2-gebundenem Kohlenstoff. In einer Idealfaser liegen die Graphitlagen geordnet wie in einer langen Papierrolle vor, die Graphitebenen orientiert entlang der Faserachse. In Wirklichkeit sind die Ebenen stark gestört und bilden nur lokale Ordnungen aus. Das Maß der Störung beeinflusst die Festigkeit.
Kohlenstofffasern sind sehr zugfest und werden daher in Verbundwerkstoffen genutzt.
Ruß
Siehe auch:
Ruß
Ruß besteht ebenfalls aus Kohlenstoff auf Graphitbasis. Je reiner der Ruß, desto deutlicher treten die Eigenschaften von Graphit hervor. Lampen- oder Kerzenruß ist stark mit organischen Verbindungen verunreinigt, die die Bildung größerer Graphit-Verbände verhindern.
Aktivkohle
Siehe auch
Aktivkohle
Behutsames Graphitieren von organischen Materialien, wie zum Beispiel Kokosnuss-Schalen, führt zu einem porösen Kohlenstoff. Die Hohlräume stehen wie bei einem Schwamm miteinander in Verbindung und bilden eine sehr große innere Oberfläche. Aktivkohle filtert Feststoffe aus Flüssigkeiten und kann Gase adsorbieren.
Glaskohlenstoff
Siehe auch
Glaskohlenstoff.
Glaskohlenstoff ("Glassy Carbon") ist ein hochtechnologischer Werkstoff aus reinem Kohlenstoff, der glasartige und keramische Eigenschaften mit denen des Graphits vereint. Im Gegensatz zu Graphit besitzt Glaskohlenstoff eine fullerenartige Mikrostruktur. Dadurch ergibt sich eine große Vielfalt positiver Materialeigenschaften. Die Leitfähigkeit ist z.B. geringer als bei Graphit.
Röhrenförmige aggregierte Diamant-Nano-Röhrchen
Eine Sonderform des Diamanten sind
ADNRs, röhrenförmige aggregierte Diamant-Nano-Röhrchen.
Amorpher Kohlenstoff
In amorphem Kohlenstoff (a-C) sind die Atome ohne langreichweitige Ordnung vernetzt. Das Material lässt sich mit nahezu beliebigen sp
2:sp
3 Hybridisierungsverhältnissen synthetisieren, wobei die Materialeigenschaften fließend von denen des Graphits zu denen des Diamants übergehen. Bei einem sp
3 Hybridisierungsanteil >% 70 spricht man von tetraedrisch amorphen Kohlenstoff (ta-C). Dieses Material zeichnet sich durch hohen elektrischen Widerstand, extreme Härte und optische Transparenz aus.
Die Synthese kann mittels
PVD-Methoden erfolgen.
Kohlenstoff-Verbindungen
Beispiele einiger
anorganischer chemischer Verbindungen, die Kohlenstoff enthalten:
Die gesamte lebende Natur basiert auf so genannten organischen Kohlenstoff-Verbindungen, hauptsächlich in Verbindung mit Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff. Zwischen der Erde, ihren Ozeanen und der Erdatmosphäre findet ein kontinuierlicher Fluss von Kohlenstoff statt. Diesen Prozess nennt man Kohlenstoffzyklus.
Die organische Chemie umfasst, aufgrund der Fähigkeit des Kohlenstoffs, lange Ketten und kovalente Bindungen mit anderen Atomen zu bilden, mehr Verbindungen als die gesamte anorganische Chemie. Auch die Biochemie ist ein Teil der
organischen Kohlenstoffchemie.
Rohstoffe für die Kohlenstoff-Gewinnung
Die
Inkohlung erhöht den Kohlenstoffgehalt organischer Substanzen innerhalb geologischer Zeiträume. Dieser Prozess führte zur Entstehung von Braun- und Steinkohle aus Pflanzenmaterial des
Karbons. Ein schnelleres Verfahren ist das Aufheizen unter
Inertgas. Die Karbonisierung (bis ca. 1900°C) und Graphitierung bzw. Graphitisierung (oberhalb 2000°C) führen zu hohen Kohlenstoffanreicherungen, je nach Materialmenge in Minuten oder wenigen Tagen.
Kohlenstoffgehalt in Gew.-% einiger Rohstoffe für die Kohlenstoff-Gewinnung:
Weblinks
Siehe auch: organische Chemie, Radiokarbonmethode, Polymer, Kohlenstoff-Senke,
Kohlendioxid
Chemisches Element | Nichtmetall | Gruppe-14-Element | Periode-2-Element
Koolstof | كربون | Carbonu | Въглерод | কার্বন | Carboni | Uhlík | Carbon | Carbon | Άνθρακας | Carbon | Karbono | Carbono | Süsinik | Karbono | کربن | Hiili | Carbone | Gualan | Carbono (elemento) | કાર્બન | פחמן | Ugljik | Szén | Carbon (elemento) | Karbon | Karbo | Kolefni | Carbonio | 炭素 | tabno | 탄소 | Carbonium | Kuelestoff | Koolstof | Kaboni | Anglis | Ogleklis | Waro | Јаглерод | Karbon | Kohlenstoff | Koolstof | Karbon | Karbon (grunnstoff) | Carbòni | Węgiel (pierwiastek) | Carbono | Carbon | Углерод | Ugljenik | Carbon | Uhlík | Ogljik | Угљеник | Karbon | Kol | คาร์บอน | Karbon | كاربون | Вуглець | Cacbon | Carbone | 碳 | 碳