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Der Ausdruck Koagulation (lat. coagulatio „Zusammenballung“) bezeichnet allgemein die Ausfällung, Ausflockung oder Gerinnung eines Stoffes, also den Übergang kolloidaler Stoffe aus dem Lösungszustand in einen getrennten Zustand.

  • in der Medizin und Biochemie bezeichnet dieser Begriff die Gerinnung von gelösten Stoffen (mit Flüssigkeitsabgabe) durch chemische oder physikalische Faktoren (z. B. Blutgerinnung, Elektrokoagulation durch Wärmeentwicklung bei der HF-Chirurgie, Chemokoagulation durch Säuren oder Laugen)
  • in der Meteorologie wird damit die Zusammenballung kleiner Wassertropfen bzw. die Aufnahme kleiner Wassertropfen durch große beim Fall zur Erde bezeichnet (Tröpfchenwachstum)
  • in der Umwelttechnik wird damit die Reinigung von Wasser durch die Zusammenballung kleiner Schwebeteilchen (Emulsionen) zu großen Flocken durch spezielle Verfahren bezeichnet (Isoelektrische Punktkoagulation, Metallaustausch-Koagulation, Ultraschallkoagulation)
  • in der Astronomie handelt es sich um die Zusammenballung kleinster Staubpartikel, insbesondere bei der Entstehung unseres Sonnensystems, siehe Koagulation (Astronomie)

 

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