Knochenmehl ist ein organischer Dünger, bestehend aus gewaschenen und gemahlenen Tierknochen. Auch Hörner können gemahlen und als Dünger eingesetzt werden, man spricht dann von Hornspänen.
Wirkung
Knochenmehl enthält hauptsächlich
Phosphor und
Kalzium als düngende Elemente. Da diese organisch gebunden sind, müssen sie im Boden von
Mikroorganismen abgebaut werden, bevor die den
Kulturpflanzen zur Verfügung stehen. Dieser Prozess dauert eine gewisse Zeit.
Geschichte
Seit jeher wurden Knochen in so genannten Knochenstampfen zerkleinert und als Dünger verwendet. Die Knochenstampfen wurden häufig mit Wasser angetrieben und befanden sich in
Wassermühlen. Im
20. Jahrhundert wurde das Knochenmehl von den Mineraldüngern verdrängt und fand nur noch vereinzelt im
biologischen Anbau Verwendung. Das Aufkommen von
BSE hat zu Verboten von Knochenmehl als Futter- und Düngemittel geführt. Heute wird das Knochenmehl in
Zementwerken, wo es wegen seines hohen Phosphorgehalts die Qualität des Zementes negativ beeinflusst, oder in Heizkraftwerken verbrannt.
Problematik
Auch hohe Temperaturen vermögen die Erreger der BSE-Krankheit nicht zu vernichten, daher bestünde bei einem Einsatz von Rindermehl als Dünger das hypothetische Risiko einer Übertragung auf Mensch und Tier.
Sonstiges
Heute findet Knochenmehl auch noch als Nahrungsergänzungsmittel zum Calciumaufbau in der Tierhaltung Verwendung, vor allem bei Hunden und Katzen.
Dünger
Bone meal