Die Klosterschule Roßleben ist ein staatliches Gymnasium mit Internat in Thüringen. Die Schule feierte im September 2004 ihr 450. Jubiläum.
Mitte des 13. Jahrhunderts wurde das Augustinerkloster in ein Zisterzienserinnenkloster umgewandelt. Als Christian von Witzleben nach dem Thüringer Grafenkrieg von 1341-1345 die Burg Wendelstein erhielt, wurde er auch Vogt des Klosters als erbliches Lehen. Das Kloster wurde dann in Folge der Reformation geschlossen.
1554 wurde im Auftrag des damaligen Herren von Witzleben, Heinrich von Witzleben, der - so aus den Unterlagen im Archiv ersichtlich - als erster Thüringer Ritter den evangelischen Glauben annahm, die Schule gegründet. Erste Planungen waren bereits 1547 vorausgegangen. Kurfürst Moritz von Sachsen, der bereits 1543 in den damaligen Klöstern Meißen, Pforta (heute: Schulpforta und 1550 in Grimma Schulen gegründet hatte, stand ihm dabei zur Seite. Ebenso Georg Fabricius, ein Schüler Melanchthons beriet ihn beim Aufbau der Schule. Dieser war bereits seit 1546 Rector der Fürstenschule Sankt Afra zu Meißen. Seitdem standen und stehen Mitglieder der Familie von Witzleben der Schule und heute der Stiftung Klosterschule Roßleben als Erbadministratoren vor.
Zu DDR-Zeiten wurde die Schule als Erweiterte Oberschule unter dem Namen Goetheschule weitergeführt.
Nach der Wiedervereinigung wurde die Anlage kostspielig renoviert. Ein Teil des Gebäudes wurde langfristig an den Landkreis verpachtet, der das staatliche Gymnasium unterhält, der Rest der Anlage steht dem Internat mit ca. 80 Plätzen zur Verfügung.
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