Dehio 191 Pontigny.png Die ehemalige Zisterzienserabtei von Pontigny liegt in dem kleinen Ort Pontigny, etwa 21 km nordöstlich von Auxerre, 15 km nördlich von Chablis, im Departement Yonne in der Region Burgund in Frankreich.
Der Bau wurde durch einen größeren Neubau 1145 – 1155 ersetzt.
Im Lauf der Geschichte war sie des öfteren Zufluchtsort, unter anderem vom 30. November 1164 bis November 1166 für Thomas Becket, den Erzbischof von Canterbury. Er war auf der Flucht aus England aufgrund eines Konfliktes mit Heinrich II. Er verließ das Kloster, nachdem dieser massiv Druck auf die Zisterzienser ausgeübt hatte.
Der Theologe Stephan Langton hielt sich hier von ca. 1207 bis 1213 auf, bis der Widerstand des englischen Königs Johann Ohneland gegen seine Ernennung als Erzbischof von Canterbury nachließ und er nach England einreisen konnte, um sein Amt auszuführen. 1240 fand hier auch Edmund Rich von Abingdon Unterkunft.
In der Französischen Revolution wurde das Kloster aufgehoben und Teile davon zerstört.
1909 ging es in den Besitz von Paul Desjardins über, der anschließend jährlich von 1910 bis 1914 und danach von 1922 bis 1939 französische und internationale Intellektuelle bei den "Dekaden von Pontigny" versammelte. Beispielsweise nahmen teil: Antoine de Saint-Exupéry, Jean-Paul Sartre, Simone de Beauvoir, T.S. Eliot, Thomas Mann, Heinrich Mann.
Neben den religiösen Aufgaben spielte auch der Weinanbau eine grosse Rolle. Die Mönche von Pontigny zogen den ersten Weinberg auf, der den Grundstein für den jetzt sehr bekannten Chablis liefert.
Zisterzienserkloster | Kloster in Burgund | Kloster (12. Jhdt.)
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"Kloster Pontigny".
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