Der Begriff klinische Chemie beschreibt die analytische Erfassung chemischer Kenngrössen, die sich aus physiologischen oder biochemischen Vorgängen im Körper ergeben. In einem enger gefassten medizinischen Sinne gehört sie zu den Teilgebieten der Laboratoriumsmedizin, wo sie sich mit pathologischen Veränderungen von diagnostischer Relevanz befasst.
In der klinischen Chemie kommen vielfältige Methoden zum Einsatz. Mit Hilfe der anorganischen Chemie können Elektrolyte und ggf. Schwermetalle bestimmt werden. Methoden der organischen Chemie und Biochemie dienen der Bestimmung von Proteinen, Lipiden, Kohlenhydraten inkl. Glykosylierungsmustern u.ä. Die Verfahren der Molekularbiologie, insbesondere die PCR in zahlreichen Varianten kommen zum Einsatz, um Veränderungen der Erbsubstanz zu bestimmen.
Das Zertifikat kann von Ärzten nach der Apporbation und von Chemikern, Biologen und Biochemikern nach der Diplomprüfung erworben werden. Die Weiterbildung dauert fünf Jahre, davon müssen mindestens vier Jahre unter Anleitung eines Klinischen Chemikers in einem der Krankenversorgung dienenden Labor stattfinden, ein Jahr kann auch in einem anderen medizinischen Labor durchgeführt werden. Eine wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet Analytische Chemie oder Biochemie wird bis zu einem Jahr angerechnet.
Zur Anerkennung müssen mindestens zwei wissenschaftliche Arbeiten in einer wissenschaftlichen Zeitschrift mit Begutachtung angenommen oder publiziert worden sein. Außerdem muss eine Abschlussprüfung bestanden werden.
Vefahren zur Anerkennung als Klinischer Chemike bei der DGKL
Chemical pathology | Kliininen kemia | Chimie clinique | Klinisk kjemi
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"Klinische Chemie".
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