Die Klinge ist der Hauptbestandteil diverser Werkzeuge und Waffen. Im eigentlichen Sinn ist der das ganze Gerät, ausgenommen der Teile, die zum Halten oder dem Schutz dienen. Klinge bezeichnet umgangssprachlich auch die Schneide, den geschärften Teil der Klinge.
Die Klinge besteht meist aus Metall, vornehmlich aus mehrfach geschmiedetem und gehärtetem Stahl. Bei besonders edlen oder beanspruchten Klingen verwendet man auch zwei– oder mehrlagiges Eisen, das aus Schichten von zähem Eisen, Federstahl oder Werkzeugstahl besteht. Bei berühmten Klingen können die Muster, die bei der Fertigung auf der Schneide entstehen, ein unverwechselbares Erkennungsmerkmal sein (Damaszenerstahl oder Härtungsmuster). Klingen können auch aus Kunststoff oder Keramik bestehen, wobei sich letzteres durch seine hohe Härte auszeichnet.
Bei breiten Klingen bezeichnet Blatt den Teil, der die Schneide trägt. Die der Schneide gegenüberliegende Kante nennt man Rücken. Bei Schwertern und Dolchen unterscheidet man zwischen ein- und zweischneidigen Klingen.
Das Stück zwischen Blatt und Heft (Griffstück) bezeichnet man allgemein als Hals. Die durch den Heft gehende Verlängerung heißt Erl oder Angel. Bei speziellen Fachrichtungen der Kingenherstellung finden sich aber auch durchaus andere Begriffe.
In der Archäologie bezeichnet Klinge ein Artefakt aus Silikatgestein, das von einem Kernstein abgetrennt wurde, einen dreieckigen oder trapezförmigen Querschnitt und regelmäßige Kanten besitzt und das mindestens doppelt so lang wie breit ist. Andernfalls wird es als Abschlag bezeichnet. Beilklingen können dagegen auch aus Felsgestein bestehen.
Werkzeuge zur spanenden Holzbearbeitung erhalten auch einen Hohlschliff. Ausschließliche Stichwaffen und –werkzeuge (wie die Ahle) sind nur an der Spitze geschärft.
Siehe auch: Fechtwaffe, Damaszierung.