Kleon († 422 v. Chr. in Amphipolis) war ein athenischer Politiker und Heerführer während des Peloponnesischen Krieges. Der Historiker Thukydides beschreibt ihn als einen skrupellosen Demagogen.
Von Beruf Gerber, besaß er ein außerordentliches Redetalent, das er stets nutzte um das athenische Volk aufzuhetzen. Er war ein Befürworter einer aggressiven Politik gegenüber Sparta und somit ein Gegner des Nikias, der für eine Verständigung eintrat. Obwohl ohne militärische Erfahrung, errang er einen Erfolg als Heerführer in der Schlacht von Sphakteria 425 v. Chr., was sein Ansehen steigerte.
Er wurde 422 v. Chr. in der Schlacht von Amphipolis getötet. Sein Tod und der des Spartaners Brasidas machte den Nikiasfrieden von 421 v. Chr. möglich.
Die negative Beurteiling durch Thukydides mag auch damit zusammenhängen, dass dieser seine 20-jährige Verbannung aus Athen zumindest teilweise Kleon zu verdanken hatte.
Für weiterführender Literatur siehe Peloponnesischer Krieg.
Mann Grieche (Antike) | Gestorben 422 v. Chr. | Militärperson (Athen) | Politiker (Athen) | Peloponnesischer Krieg | Rhetoriker der Antike
Cleon | Kleon | Cléon | Cléon | Cleon (Atheens politicus) | Kleon | Cléon | Клеон