Kleidermode ist eine / die Mode im Bereich der Kleidung. Umgekehrt formuliert ist Kleidermode der Teil der Kleidung, der modischem Wandel unterliegt.
Der Begriff Kleidermode trägt dem Tatbestand Rechnung, dass Kleidung nicht nur dazu dient, den menschlichen Körper vor Wärme oder Kälte oder anderweitiger Beeinträchtigung der Außenwelt zu schützen, sondern ihn auch nach unterschiedlichen Vorgaben zu dekorieren, seine Vorzüge hervorzuheben und als Mangel empfundene Komponenten des Aussehens zu kaschieren, sowie eine ästhetische Stimmung zu vermitteln, auszudrücken oder eine ästhetische Aussage zu treffen, usw.
Der Geschmack und die Haltung bzgl. vieler dieser ästhetischen Gestaltungsmotiven ist gesellschaftlichen Moden unterworfen. Kleidermode ist der Sammelbegriff für alle Kleidung die aufgrund dessen entsteht.
Saisonale Moden. Die Bekleidungsindustrie nutzt dieses menschliche Verlangen zu verkaufsfördernden Zwecken und entwirft und produziert regelmäßig neue, zur Jahreszeit (Saison) passende Textilien. Durch Wechsel der Farben, Materialien und Modelle wird beim Konsumenten der Wunsch erzeugt, die alten, vielleicht weder abgetragenen und immer noch passenden Kleidungsteile gegen neue auszutauschen, um die Gebote der Mode zu befolgen.
Modedesign. Von Modedesignern werden (mindestens) halbjährlich Entwürfe erarbeitet. Sie werden als auf einander abgestimmte Kollektionen von Models auf Modeschauen oder Messen 9 Monate vor Saisonbeginn vorgestellt. Oft wird hier (nicht nur zwecks Aufmerksamkeit) sehr künstlerisch und experimentell gearbeitet. Dadurch werden neue Stile sehr konsequent und radikal vorgeführt und so die vorgeschlagenen Neuerungen sehr klar und deutlich gemacht.
Produktion und Handel. Die Textilindustrie und der Textilhandel lassen sich davon inspirieren und übernehmen die aktuellen Ideen (Farbe, Muster, Schnitt, Material) und erarbeiten daraus gemäßigtere, für den Massenmarkt "tragbare" Entwürfe. Diese werden heute zum großen Teil in Billiglohnländern günstig hergestellt und u.a. in Europa zum Saisonbeginn verkauft. Manche Mode-Ketten, wie H&M, werfen pro Saison mehrere Kollektionen auf den Markt, und können sich so kurzfristigen Trends anpassen. Unter der Produktion in Billiglohnländern leidet die europäische Textilindustrie.
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"Kleidermode".
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