Klaus Töpfer (* 29. Juli 1938 in Waldenburg, Schlesien) ist ein deutscher Politiker (CDU).
Von 1987 bis 1994 war er Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und von 1994 bis 1998 Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau. Von 1998 bis 2006 war er Unter-Generalsekretär der Vereinten Nationen (VN), Generaldirektor des Büros der Vereinten Nationen in Nairobi und Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP).
Danach absolvierte Töpfer ein Studium der Volkswirtschaftslehre in Mainz, Frankfurt am Main und Münster, welches er 1964 als Diplom-Volkswirt beendete. Von 1965 bis 1971 war er als wissenschaftlicher Assistent am Zentralinstitut für Raumforschung und Landesplanung an der Universität Münster tätig. 1968 erfolgte hier seine Promotion zum Dr. rer. pol. mit der Arbeit Regionalpolitik und Standortentscheidung. Von 1971 bis 1978 war er Abteilungsleiter für Planung und Information in der Staatskanzlei des Saarlandes. Lehrbeauftragter an der Hochschule für Verwaltungswissenschaften in Speyer. Entwicklungspolitische Gutachtertätigkeit in Ägypten, Malawi, Brasilien und Jordanien. Von 1978 bis 1979 war er ordentlicher Professor und Direktor des Instituts für Raumforschung und Landesplanung an der Universität Hannover. Von 1978 bis 1979 war Töpfer auch Mitglied im Rat der Sachverständigen für Umweltfragen und Mitglied im Verwaltungsrat der Kreditanstalt für Wiederaufbau. Von 1985 bis 1986 war er Honorarprofessor an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Im November 2005 ernannte ihn die Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Eberhard-Karls-Universität Tübingen erneut zum Honorarprofessor.
1990 und 1994 war er Spitzenkandidat der saarländischen CDU, unterlag jedoch beide male Oskar Lafontaine. Für die Berlinwahl 2006 war er als Herausforderer von Klaus Wowereit im Gespräch, lehnte aber am 2.1.2006 in einem Zeitungsinterview die Übernahme der Spitzenkandidatur ab.
Am 7. Mai 1987 erfolgte dann seine Ernennung zum Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit in der von Bundeskanzler Helmut Kohl geführten Bundesregierung. Nach der Bundestagswahl 1994 erfolgte am 17. November 1994 seine Ernennung zum Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau. Am 15. Januar 1998 schied er aus der Bundesregierung aus und wurde Exekutiv-Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (UNEP) in Nairobi. Töpfer entschied sich nicht für eine dritte Amtszeit zu kandidieren. Seine zweite Amtszeit endete formal am 31. März 2006. Der IUCN Exekutivdirektor Achim Steiner ist als Nachfolger für Töpfer im Amt des UNEP Exekutiv-Direktors nominiert.
Mann | Deutscher | Träger des Bundesverdienstkreuzes | Umweltminister (Deutschland) | Bauminister (Deutschland) | Landesminister (Rheinland-Pfalz) | Bundestagsabgeordneter | CDU-Mitglied | Geboren 1938
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