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Klaus Christian Kleinfeld (* 6. November 1957 in Bremen) ist ein deutscher Manager und seit 2005 Vorstandsvorsitzender der Siemens AG.

Leben


Klaus Kleinfeld studierte Betriebswirtschaftslehre und Wirtschaftspädagogik an der Georg-August-Universität Göttingen und schloss die Universität mit dem Grad des Diplom-Kaufmanns ab. 1992 wurde Kleinfeld an der Bayerischen Julius-Maximilians-Universität Würzburg zum Dr. rer. pol. promoviert.

1982 wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut der Stiftung für empirische Sozialforschung in Nürnberg, 1986 wechselte er zu Ciba-Geigy nach Basel.

Seit 1987 ist Kleinfeld für den Siemens-Konzern tätig, zunächst als Referent im Zentralbereich Vertrieb. Klaus Kleinfeld gründete und leitete die Siemens Management Consulting (SMC). Darüber hinaus war Kleinfeld maßgeblich an der Entstehung und Einführung des Unternehmensprogramms „top+“ beteiligt. 1998 wechselte er in den Bereich Medizintechnik und leitete dort das weltweite Geschäft für Röntgen- und Angiografie-Anlagen, im April 2000 wurde er zum Mitglied des Bereichsvorstandes ernannt.

2001 wurde Klaus Kleinfeld zum Chief Operating Officer der Siemens-Landesgesellschaft in den USA ernannt. Von 2002 bis Ende 2003 verantwortete er als President and Chief Executive Officer das Siemens-US–Geschäft mit seinen 65.000 Mitarbeitern und einem Geschäftsvolumen von rund 17 Milliarden US-Dollar.

Im Januar 2004 wurde Klaus Kleinfeld in den Siemens-Zentralvorstand berufen, wo er für einige Monate das Arbeitsgebiet Information and Communications sowie die Regionalgesellschaften in Afrika, dem Mittleren Osten, Russland und in den übrigen Ländern der GUS betreute. Gleichzeitig leitete Kleinfeld die zentrale Strategieabteilung der Siemens AG. Mit der Ernennung zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Mitte 2004 gab Kleinfeld diese Aufgaben wieder ab.

Kleinfeld ist seit dem 27. Januar 2005 Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG. Er ist damit der elfte Vorstandsvorsitzende in der Geschichte des Unternehmens.

Kleinfeld ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern.

Geschäftspolitik


Unter der Aufsicht von Kleinfeld erfolgte zum Oktober 2004 die Zusammenlegung der Festnetz- und Mobilfunkaktivitäten der Siemens AG zum neuen Geschäftsbereich Communications (Com), nach Umsatz und Mitarbeiterzahl der größte Bereich des Konzerns. Da es auch in der Folge nicht gelang, einen verlustbringenden Teil des Geschäftsbereiches (Mobile Devices, d.h. Handygeschäft ohne schnurlose Festnetztelefone) aus eigener Kraft zu sanieren, wurde er ein Jahr später an das taiwanesische Unternehmen BenQ Corporation abgegeben, wozu sich Siemens verpflichten musste, Aktien von BenQ im Wert von 50 Millionen Euro zu erwerben und mit 250 Millionen Euro den Integrationsprozess zu finanzieren. Siemens stieg mit diesem Verkauf aus dem Mobilfunk-Endkundengeschäft aus.Volker Müller: Siemens-Handys belasten Benq weiterhin schwer. Financial Times Deutschland (15.03.2006) In Folge baute Kleinfeld den Konzern weiter um. So brachte er etwa die traditionsreiche Telefonnetzsparte in ein Joint Venture mit Nokia ein und verstärkte stattdessen das Medizintechnikgeschäft mit milliardenschweren Übernahmen.Siemens erhöht Tempo beim Umbau, Frankfurter Rundschau, 20.6.2006

Mandate


Als Vorstandsvorsitzender der Siemens AG ist Kleinfeld Mitglied des Aufsichtsrats der Alcoa Inc., der Bayer AG sowie der Citigroup Inc. Das Einkommen Kleinfelds betrug laut Geschäftsbericht der Siemens AG im Jahr 2005 ca. 3,3 Millionen Euro (Barvergütung + aktienbasierte Vergütung).

Werke


  • Corporate Identity und strategische Unternehmensführung. Akademie-Verlag München 1994, ISBN 3-929115-16-6.

Weblinks


Quellen


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