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Klaus Kinkel (* 17. Dezember 1936 in Metzingen) ist ein deutscher Politiker (FDP). Klaus Kinkel.jpeg

Er war von 1991 bis 1992 Bundesminister der Justiz, von 1992 bis 1998 Bundesminister des Auswärtigen und von 1993 bis 1998 Stellvertreter des Bundeskanzlers. Von 1993 bis 1995 war er außerdem Bundesvorsitzender der FDP.

Ausbildung und Beruf


Nach dem Abitur 1956 am Staatlichen Gymnasium Hechingen absolvierte Kinkel ein Studium der Rechtswissenschaft in Tübingen, Bonn und Köln, welches er mit dem ersten und 1965 mit dem zweiten juristischen Staatsexamen beendete. 1964 erfolgte seine Promotion zum Dr. jur. mit der Arbeit Die Lehre von Popitz für die Gestaltung des gemeindlichen Finanzausgleichs. Kinkel ist Mitglied der katholischen Studentenverbindung A.V. Guestfalia Tübingen im CV. Er trat dann in die baden-württembergische Verwaltung ein und war bis 1968 beim Landratsamt Balingen tätig. 1968 wechselte er in das Bundesministerium des Innern. Hier war er von 1970 bis 1974 Persönlicher Referent von Bundesminister Hans-Dietrich Genscher, zuletzt auch als Leiter des Ministerbüros.

Nachdem Genscher 1974 die Leitung des Auswärtigen Amtes übernommen hatte, wurde Kinkel hier Leiter des Leitungsstabes und 1979 Leiter des Planungsstabes.

Klaus Kinkel ist heute Vorsitzender der Deutsche Telekom Stiftung in Bonn.

Familie


Klaus Kinkel ist verheiratet und hat drei Kinder. Eine Tochter kam bei einem Verkehrsunfall ums Leben.

Partei


Seit 1991 ist er Mitglied der FDP. Vom 11. Juni 1993 bis zum 10. Juni 1995 war er Bundesvorsitzender der FDP. In seine Amtszeit als Bundesvorsitzender fielen 14 Wahlen, bei denen die FDP erhebliche Verluste hinnehmen musste; so verfehlte sie bei zwölf Landtagswahlen den Einzug ins Parlament. Kinkel trat daher nach Ablauf seiner Amtszeit 1995 nicht mehr als Bundesvorsitzender an.

Abgeordneter


Von 1994 bis 2002 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 1998 bis 2002 Stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion. Kinkel war zuletzt (14. Wahlperiode 1998) über die Landesliste Baden-Württemberg in den Deutschen Bundestag eingezogen.

Öffentliche Ämter


Von 1979 bis 1982 war er Präsident des Bundesnachrichtendienstes. Im Oktober 1982 wurde er zum Staatssekretär im Bundesministerium der Justiz ernannt. Nach der Bundestagswahl 1990 wurde er dann am 18. Januar 1991 als Bundesminister der Justiz in die von Bundeskanzler Helmut Kohl geführte Bundesregierung berufen. Nach dem Rücktritt von Hans-Dietrich Genscher wurde er am 18. Mai 1992 zum Bundesminister des Auswärtigen ernannt. Als dann auch der Vizekanzler Jürgen Möllemann von seinem Amt zurücktrat, wurde Kinkel am 21. Januar 1993 zusätzlich Stellvertreter des Bundeskanzlers. Nach der Bundestagswahl 1998 schied Kinkel am 26. Oktober 1998 aus der Bundesregierung aus.

Klaus Kinkel sagte im September 1991 auf dem Deutschen Richtertag: "Ich baue auf die deutsche Justiz. Es muss gelingen, das SED-System zu delegitimieren"

Derzeit engagiert Klaus Kinkel sich als Botschafter für die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 der Menschen mit geistiger Behinderung in Deutschland.

Siehe auch


Weblinks


Mann | Deutscher | Vizekanzler (Deutschland) | Justizminister (Deutschland) | Außenminister (Deutschland) | Bundestagsabgeordneter | Bundesvorsitzender der FDP | Bundesnachrichtendienst (Person) | Korporierter im CV | Geboren 1936

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