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Klaus Böger (* 8. September 1945 in Lauterbach, Hessen) ist ein deutscher Politiker (SPD). Seit 1999 ist er Senator des Landes Berlin für Bildung, Jugend und Sport.

Der gelernte Politologe wurde 1989 erstmals ins Berliner Abgeordnetenhaus gewählt, wo er 1992 erstmals zum stellvertreten Vorsitzenden der SPD-Fraktion gewählt wurde. Nach dem Rücktritt Ditmar Staffelts übernahm er 1994 den Vorsitz der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, welchen er bis 1999 innehatte.

Für die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus 1999 bewarb er sich parteiintern um die Spitzenkandidatur der Berliner SPD, unterlag jedoch dem früheren Regierenden Bürgermeister Walter Momper. Nach der Wahl wurde die große Koalition fortgesetzt, Böger wechselte jedoch als Bürgermeister und Senator für Bildung, Jugend und Sport in den Berliner Senat.

Als im Juni 2001 die große Koalition zerbrach, wurden der Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen und die vier CDU-Senatoren (Eckart Werthebach, Christoph Stölzl, Peter Kurth und Wolfgang Branoner) mittels eines von SPD, Bündnis 90/Die Grünen und PDS getragenen Misstrauensvotums durch das Abgeordnetenhaus abgewählt.

Nachdem der SPD-Fraktionsvorsitzende Klaus Wowereit zum Regierenden Bürgermeister gewählt worden war, erklärte Böger ebenso wie die beiden anderen SPD-Senatoren (Peter Strieder und Gabriele Schöttler) seinen Rücktritt, um so eine einheitliche Wahl eines PDS-tolerierten rot-grünen Minderheitssenats zu ermöglichen. Er wurde jedoch anschließend wieder in seine Ämter gewählt.

Nach dem Sieg der Berliner SPD bei der Neuwahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 21. Oktober 2001 bildete Klaus Wowereit eine Rot-Rote Koalition mit der PDS, Böger behielt sein Amt als Senator, verlor jedoch seine Stellung als Bürgermeister.

In der Anfangszeit seiner Senatstätigkeit setzte Klaus Böger gegen erhebliche Widerstände die Arbeitszeitverlängerung für Lehrer durch. Im August 2004 konnte schließlich das neue Berliner Schulgesetz, für das Böger sich vehement eingesetzt hatte, in Kraft treten. Damit ist Berlin das erste Bundesland, in dem seit der Veröffentlichung der Pisa-Studie ein neues Schulgesetz gilt.

Der SPD-Senator billigt die Deutsch-Pflicht auf Schulhöfen. Böger hält es für eine Selbstverständlichkeit, dass Deutsch an jeder Berliner Schule Amts- und Verkehrssprache sei.

Böger gilt parteiintern als "erster Mann der Parteirechten" (Britzer Kreis).

Bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus am 17.9.2006 bewirbt er sich nicht mehr um ein Mandat.

Weblinks


Mann | Deutscher | Senatoren Berlins für Kultur, Volksbildung und Schule | SPD-Mitglied | Geboren 1945

 

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