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Die Klassische Philologie ist die Philologie, die sich mit den (als klassisch betrachteten) Sprachen Lateinisch und Altgriechisch sowie den literarischen Zeugnissen der griechischen und römischen Antike beschäftigt. Sie kann unterteilt werden in

Sie ist auch ein Teilgebiet der Klassischen Altertumswissenschaft. Der abgedeckte Bereich umfasst dabei den Zeitraum vom Beginn der griechischen Literatur (Homer, Hesiod) im 8. Jahrhundert v. Chr. bis zum weitgehenden Erlöschen der spätantiken Literatur um das Jahr 600 n. Chr.

Nicht zur Klassischen Philologie zählt man die Beschäftigung mit griechischen oder lateinischen Überreste-Texten, also reinen Gebrauchstexten nichtliterarischer Provenienz, die man in Papyri, Inschriften oder als Münzlegenden findet. Für diese Schriftdokumente gibt es die Wissenschaften Papyrologie, Numismatik und Epigraphik, die wiederum als Hilfswissenschaften der Alten Geschichte zugeordnet werden. Weitere verwandte Disziplinen sind die Alte Geschichte, die Mittellateinische Philologie und die Byzantinistik.

Die alte Bezeichnung "Klassische Philologie" findet sich mittlerweile vielfach ersetzt durch die Bezeichnung "Altphilologie". Auch der größte deutsche Verband organisierter "klassischer" Philologen heißt Deutscher Altphilologenverband (DAV).

An den Universitäten ist die Bezeichnung Klassische Philologie als traditioneller Sammelbegriff für die Fächer Lateinische Philologie und Griechische Philologie üblich, es gibt jedoch keinen eigentlichen Studiengang "Klassische Philologie"; man kann sich für eines der beiden Fächer oder auch für beide einschreiben.

Berufsfelder für Klassische Philologen sind vornehmlich der Schuldienst (Lehrer für Latein oder Griechisch) und der Hochschuldienst. In begrenztem Umfang gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten im Verlagswesen oder Archivwesen. Insbesondere wegen der hohen Zahl der Pensionierungen von Lateinlehrern in den letzten Jahren sowie der erhöhten Nachfrage der Schüler nach Lateinunterricht hat Latein nach wie vor eine vergleichsweise hohe Zahl an Studierenden, da sich für die nächsten 5-10 Jahre noch recht gute Einstellungsperspektiven für angehende Lateinlehrer zu bieten scheinen. Wegen des starken Rückgangs des Griechischunterrichtes in den Schulen finden sich andererseits nur noch wenige Studenten, die Griechisch studieren.

Literatur


  • Gerhard Jäger: Einführung in die Klassische Philologie 3., überarb. Aufl. Beck, München 1990. ISBN 3-406-34264-7
  • Peter Krafft: Orientierung klassische Philologie. Was sie kann, was sie will. Rowohlt-Taschenbuch-Verl., Reinbek bei Hamburg 2001.(Rowohlts Enzyklopädie, 55616) ISBN 3-499-55616-2
  • Rudolf Pfeiffer: Geschichte der klassischen Philologie. (Bd. 1) Von den Anfängen bis zum Ende des Hellenismus. 2., durchges. Aufl. Beck, München 1978. ISBN 3-406-03751-8
    (Bd. 2) Die klassische Philologie von Petrarca bis Mommsen. Beck, München 1982. ISBN 3-406-08411-7
  • Jörg Rüpke: Wozu Altertumswissenschaften? In: Florian Keisinger u. a. (Hrsg.): Wozu Geisteswissenschaften? Kontroverse Argumente für eine überfällige Debatte, Frankfurt a. M./New York 2003 ISBN 359337336X
  • Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff: Geschichte der Philologie. 1921; Neudr. Teubner, Stuttgart * 1998. ISBN 3-519-07253-X

siehe auch: Antike, Liste der klassischen Philologen, Kategorie:Philologe

Weblinks


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