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Klassenbewusstsein ist die spezifische Vorstellung einer Klasse über ihre grundlegenden Interessen und ihre Rolle in der Gesellschaft sowie ihre materiellen Existenzbedingungen. Anknüpfend an Hegel unterscheidet Karl Marx zwischen der "Klasse an sich" und der "Klasse für sich". Eine durch ihre Stellung in den gegebenen Produktionsverhältnissen "an sich" definierte Klasse könne nur zur politisch "für sich" handelnden Klasse werden, wenn sie gemeinsam lernt, kämpft und Erfahrungen sammelt. Bei den so genannten Postmarxisten, d.h. zwischen sozialdemokratischem Revisionismus / Reformismus, Lenins Avantgardismus (siehe Avantgarde) sowie Rosa Luxemburgs Spontaneismus, ist es umstritten, unter welchen Bedingungen die Möglichkeit besteht, Klassenbewusstsein bzw. kollektives Identitätsbewusstsein und somit klassenbewusstes Handeln auszubilden.

Siehe auch


Literatur


  • Ralf Dahrendorf: Soziale Klassen und Klassenkonflikt in der industriellen Gesellschaft. Enke, Stuttgart 1957, keine ISBN
  • Frank Deppe: Das Bewußtsein der Arbeiter - Studien zur politischen Soziologie des Arbeiterbewußtseins. Pahl-Rugenstein, Köln 1971, ISBN 3-760-90037-2
  • Georg Lukács: Geschichte und Klassenbewußtsein. Luchterhand, Darmstadt 1988, ISBN 3-630-61011-0

Gesellschaftskritik | Politisches Schlagwort | Sozialismus | Marxismus | Sozialstruktur

 

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