| Wissenschaftlicher Name
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| Rhinanthus
|
| L.
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Die
Klappertöpfe (
Rhinanthus) bilden eine
Gattung innerhalb der
Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae) und umfassen eine Reihe von
Arten, die als
Halbschmarotzer leben.
Namen
Seinen deutschen Namen verdanken die Klappertöpfe ihren reifen Früchten, in denen die Samen laut vernehmlich klappern, wenn sie bewegt werden. Klappertöpfe zapfen mit speziellen Wurzeln (
Haustorien) die Wurzelsysteme anderer Pflanzen an. Die von Landwirten aufgrund ihres geringen Futterwertes als Unkraut gewerteten Pflanzen werden im Volksmund auch Milchdieb oder Milchschelm genannt, da die Pflanzen in Nachbarschaft der Halbschmarotzer nur bedingt gut gedeihen.
Der botanische Name kommt von rhinos = Rüssel (rüsselartig ausgezogene Helmspitze). Rhinantus kann als „nasenblütig“ gedeutet werden.
Systematik
Bis vor Kurzem wurde
Rhinanthus zu den
Braunwurzgewächsen (Scrophulariaceae, Rachenblütler) gezählt. Durch
molekularbiologische Untersuchung hat sich aber eine nähere Verwandtschaft aller Halbschmarotzer, die früher als "Rachenblütler" eingeordnet worden sind, mit der
Sommerwurz (
Orobanche) herausgestellt.
Klappertopf-Arten als Halbschmarotzer
Ähnlich wie die Arten der Gattung
Augentrost haben auch die Klappertopfarten ein nur verkümmertes
Wurzelsystem. Sie bilden dagegen kleine
Saugwarzen an den Wurzeln benachbarter Pflanzen und dringen in deren Leitungsbahnen ein. Klappertopfarten schädigen ihre Wirtspflanzen, da sie ihnen vor allem größere Mengen Wasser entnehmen.
Arten (Auswahl)
- Klappertöpfe (Rhinanthus)
Literatur
- Gertrud Scherf: Wiesenblumen - der etwas andere Naturführer. BLV-Verlag, München 2004, ISBN 3-405-16909-7
- Hans Christian Weber: Parasitismus von Blütenpflanzen. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1993, ISBN 3-534-10529-X
- Hans Christian Weber: Schmarotzer: Pflanzen, die von anderen leben. Belser, Stuttgart 1978, ISBN 3-7630-1834-4
Sommerwurzgewächse
Barškutis | Ratelaar | Brahte