Kladno ist eine Industriestadt in der Mittelböhmischen Region, 25 km nordwestlich von Prag, mit 69.355 Einwohnern (2005).
Kladno wurde zum ersten Mal 1318 erwähnt und erhielt 1561 Stadtrechte. Die Stadt blieb bis Anfang des 19. Jahrhunderts eher unbedeutend, erst die Entdeckung von Kohle um 1840 machte sie zu einem industriellen Zentrum. 1830 erfolgte die Inbetriebnahme der zweiten öffentlichen Pferdebahn auf dem europäischen Festland zwischen Weiche / Vejhybka bei Maßhaupt (heute Kladno-Výhybka), die 1863 von der Buschtierader Eisenbahn übernommen und durch eine Dampfeisenbahn ersetzt wurde. 1850 wurde die Kohlengrube Lucerna eröffnet, 1889 die Eisenhütte Poldi. Kladno wurde so zu einem der Zentren der Industrialisierung in Böhmen und hatte deshalb auch eine sehr aktive Arbeiterbewegung (1918-1920 fanden hier viele Streiks und Demonstrationen statt). Während der deutschen Besatzung war die Repression hier besonders stark, besonders bekannt wurde die Ermordung der Bevölkerung des nahegelegenen Dorfs Lidice. Nach 1945 sollte die Stadt zu einer kommunistischen Musterstadt ausgebaut werden und wurde daher zeitweise sehr gefördert, heute hat sie mit einer Reihe von Umweltproblemen zu kämpfen.
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